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  • 08.02.2017 · 08:03

  • von Dominik Sharaf

Anthony Hamilton: "Superstar" Lewis ist Retter der Formel 1

Der Vater des Mercedes-Piloten kritisiert die Konkurrenten als "Rennfahrerroboter" und erkennt in dem exzentrischen Lebensstil seines Sohnes einen Segen

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamiltons Vater Anthony ist überzeugt, dass sein Sohn maßgeblich zur Attraktivität der Formel 1 für die breite Masse beiträgt. Um es drastischer auszudrücken: Er hält seinen Filius für den Retter der Königsklasse, weil er mit seinem exzentrischen Auftreten und seiner Affinität zu roten Teppichen einen Promistatus erlangt hat, der über den seiner Konkurrenten hinausgeht. "Lewis ist ein kleiner Rebell. Er ist kein Rennfahrer, er ist ein Superstar", sagt Hamilton sen. der 'Newsweek'.

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An den Rivalen seines Sohnes lässt er kein gutes Haar und kritisiert monotone Aussagen in Presserunden sowie abgeschottetes Privatleben und farbloses Auftreten. "Welche anderen Fahrer schaffen das?", fragt sich Hamilton und gibt sich selbst die Antwort, indem er eine Roboterstimme imitiert: "Niemand. Sie sagen alle einfach: 'Ich-bin-ein-Rennfahrerroboter. Ich-bin-ein-Rennfahrerroboter.'" Vielmehr brauche die Formel 1 als Teil der Unterhaltungsbranche aber Persönlichkeiten im Overall.

Die schillernden Figuren sind laut Ex-Fahrermanager Anthony Hamilton mit der Zeit ausgestorben. "Zu Zeiten eines Stirling Moss gab es sie noch", denkt er an die Fünfziger- und Sechzigerjahre zurück. "Damals fanden sogar Rockstars zum Motorsport, oder Filmstars wie Paul Newman." Auch Steve McQueen oder James Garner entdeckten ihre Leidenschaft für den Platz hinter dem Lenkrad. Hamiltons Meinung nach vor allem deshalb, weil sie den Formel-1-Assen nacheifern wollten.


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Heute lassen sich hin und wieder Hollywood-Größen an der Strecke blicken und für die neuen Podiumsinterviews vor den Karren spannen. Meist jedoch zu eigenen PR-Zwecken und mit überschaubarem Wissen über das sportliche Geschehen. "Wie viele Stars werden noch von Fahrern inspiriert? Wahrscheinlich sind es die Piloten, die sich von ihnen inspirieren lassen. Sie gehen wohl ins Kino", mosert Hamilton und erinnert daran, dass Flavio Briatore seinen Sohn in den Himmel gelobt hätte.

"Er hat gesagt, dass Lewis das Beste wäre, was der Formel 1 jemals passiert sei, weil er Grenzen überwinden würde. Er ist ein bisschen Filmstar und ein bisschen Popikone. Er hat genau diese Typen an den Sport herangeführt", so Anthony Hamilton. In der Tat umgibt sich der dreimalige Weltmeister gerne mit Berühmtheiten, darunter die Sängerin Rita Ora, der Teenieschwarm Justin Bieber, der Musikproduzent Pharrell Williams und das Fotomodell Kendall Jenner - ganz zu schweigen zu seiner Liaison mit Popsternchen Nicole Scherzinger.

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