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  • 16.06.2003 · 00:05

  • von Marcus Kollmann

Minardi: Verstappen starker Neunter - Wilson out

Die beiden Minardi-Piloten brannten heute ein wahres Feuerwerk an Fahrkunst ab, doch Fortuna war ihnen nicht wohlgesonnen

(Motorsport-Total.com) - Von den Startplätzen 15 und 18 losgefahren, zeigten Jos Verstappen und Justin Wilson heute auf dem Circuit Gilles Villeneuve eine starke Vorstellung. Nachdem beide Piloten ihre beiden Boxenstopps absolviert hatten, lagen der Brite und der Niederländer auf den Plätzen 10 und 11 und somit knapp hinter den Punkterängen.

Justin Wilson im Minardi PS03

Fuhr ein starkes Rennen und wurde nicht dafür belohnt: Justin Wilson

Am Ende schied Wilson auf Grund eines Getriebeproblems in der 63 von insgesamt 70 Runden aus. Sein Teamkollege konnte den Großen Preis von Kanada jedoch als Neunter beenden - Minardis bislang bestes Ergebnis in diesem Jahr.

"Ich habe mich gefreut heute als Neunter ins Ziel gekommen zu sein, denn das ist unser bisher bestes Ergebnis in dieser Saison. Es ist wirklich ein Pech, dass wir nicht die Gelegenheit hatten auf Platz acht zu fahren und den damit verbundenen WM-Punkt zu holen", ärgerte sich Jos Verstappen ein klein wenig. "Das Auto war im Rennen wirklich zuverlässig und dafür muss ich allen im Team danken. Im Anschluss an meinen zweiten Boxenstopp hatte ich die an der Spitze kämpfenden Fahrer alle vorbeilassen müssen, was mich schon ziemlich einbremste, doch man kann die blauen Flaggen ja nicht einfach ignorieren. Dennoch ist das heute ein gutes Ergebnis für das Team und ich bin sehr zufrieden darüber."

"Das Auto war heute fantastisch. Ich konnte damit machen was ich wollte und es genau dorthin bewegen wo ich es auf der Strecke hinhaben wollte", bescheinigte auch Wilson, der sich mit einem guten Start von Position 18 auf Platz 11 vorgearbeitet hatte, den Mechanikern eine gute Vorbereitung des Boliden.

"Alles lief nach Plan und das Auto hatte nichts an seiner Leistungsfähigkeit verloren, da hörte ich einige wenige Runden vor Rennende einen Knall und verlor auf der Rückgeraden den Vortrieb. Ich konnte noch zurück in die Box rollen, doch dort konnte man nichts mehr für mich tun. Das ist so enttäuschend, denn ich denke wir hätten heute hier zwei starke Zielankünfte für Minardi erreichen können. Wie dem auch sei, dass Jos ein Top 10-Finish erreicht hat ist gut für das Team", erklärte der Brite.

Paul Stoddart, Teamchef: "Es war großartig unsere beiden Fahrer heute nicht nur konkurrenzfähige Rundenzeiten im Rennen fahren zu sehen, sondern auch um Top 10-Platzierungen kämpfen zu sehen. Justins erster Rennabschnitt, in dem er von P18 auf P11 fuhr, war einfach nur beeindruckend und beweist einmal mehr, dass er einer der schnellsten Starter der Formel 1 ist. Als im Rennen dann langsam die Positionen bezogen waren, wurde klar, dass wir um Top 10-Plätze kämpfen würden. Wäre der Getriebeschaden heute nicht an Justins Auto aufgetreten, so hätte er einen WM-Punkt geholt. Jetzt wo Minardi nach Europa für die zweite Saisonhälfte mit unserem neuen Partner Bernie Ecclestone zurückkehrt, freuen wir uns darauf das wahre Potenzial unseres Autos zu zeigen."