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Michael Schumachers Fahrlehrer erinnert sich

Auch Michael Schumacher musste einst die Fahrschule besuchen - sein Fahrschullehrer erinnert sich an den damals noch recht unbekannten Rennfahrer

(Motorsport-Total.com) - Wie fühlt sich ein Rennfahrer, der im PKW Fahrschulunterricht nehmen muss, obwohl er schon tausende von Kilometern am Limit auf der Rennstrecke abgespult hat? Diese Frage haben sich bestimmt schon einige Fans gestellt. Michael Schumacher zeigte während seiner Fahrschul-Zeit nur teilweise das typische Verhalten junger Rennfahrer am Steuer des Schulungsfahrzeugs: Er war nach Ansicht seines Fahrschullehrers eine Portion zu lässig - aber im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen fuhr er nicht zu forsch.

Michael und Corinna Schumacher

Auch Rennfahrer müssen für den Führerschein die "Schulbank" drücken Zoom

Wie sich Fahrschullehrer Karlheinz Itzel in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'ddp' erinnert, sei der junge Kerpener schon damals durch sein enormes Selbstbewusstsein aufgefallen. Ihm war damals einfach klar gewesen, dass er nicht durch die praktische Fahrprüfung fallen wird. Den Rennfahrer musste er lediglich vom korrekten Fahrstil überzeugen, das all zu Legere abstellen: "Ich hatte als Fahrlehrer eigentlich wenig Arbeit mit ihm", erinnert sich Itzel. "Wenn nur solche Fahrschüler zu mir kämen, hätte ich einen ganz ruhigen Job."#w1#

Mit dem Gaspedal konnte Michael Schumacher jedoch umgehen - sprich er hielt sich an die Tempolimits: "Er hat rasch eingesehen, dass er korrekt fahren muss, um den Schein zu bekommen. Ich glaube, dass er das als notwendiges Übel angesehen hat. Er konnte eben fahren und hat den Führerschein nicht gern gemacht."

Als "außergewöhnlich" bezeichnet Schumachers ehemaliger Fahrlehrer das Reaktionsvermögen seines Schülers: "Das schnelle Wechseln von Gaspedal und Bremse, das Fahranfänger erst mühsam erlernen müssen, war bei ihm dermaßen ausgeprägt, dass ich einmal während einer Fahrstunde richtig erschrocken bin. Er hatte eine Gefahrensituation zunächst übersehen, war dann aber so blitzartig auf der Bremse, dass ich zusammengezuckt bin."

Im Auto unterhielt man sich natürlich auch über die Zukunft des Nachwuchsfahrers: "Er sagte, dass er als nächstes in der Formel Ford und der Formel König fahren wolle. Und als ich ihn dann eher scherzhaft fragte: 'Und dann fährst du Formel 3 und dann Formel 3000 und dann Formel 1?', sagte er 'Ja'." Itzel kam das damals "wie außerirdisch" vor und es war für ihn "unvorstellbar", dass Schumacher dies gelingen würde: "Das ist nichts für Normalsterbliche, dachte ich".

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