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Merhi: "Weiß nicht, ob ich eines Tages Rennen fahre"

Caterham-Freitagtester Roberto Merhi will die Herausforderung Suzuka nutzen, um sich für höhere Dienste zu empfehlen, seine Zukunft ist allerdings völlig unklar

(Motorsport-Total.com) - Roberto Merhi darf in Suzuka zum zweiten Mal in dieser Saison am Freitag in das Caterham-Cockpit klettern. Der Spanier war schon in Monza im ersten Freien Training im Einsatz - jetzt wurde er erneut nominiert. "Das Team hat sich entschieden, mir eine zweite Chance zu geben", freut sich der Renault-World-Series-Pilot, der im Vorjahr in der DTM im Einsatz war.

Titel-Bild zur News: Roberto Merhi

Roberto Merhi will morgen einen weiteren Schritt in Richtung Rennsitz machen Zoom

Für den Youngster wird es eine komplett andere Erfahrung als in Italien, denn während es in Monza nur wenige Kurven gibt, gilt Suzuka als eine der größten Herausforderungen der Formel 1. "Die Strecke ist toll, und sie erinnert mich ein bisschen an Zandvoort", vergleicht sie Merhi mit einem der ihm bekannten DTM-Kurse. Kein Wunder, schließlich wurden beide Strecken von Hans Hugenholtz designt.

Suzuka viel schwieriger als Monza

Dementsprechend ist der Respekt spürbar groß. Merhi hat es sich zum Ziel gesetzt, "auf dieser schwierigen Strecke Vertrauen ins Auto zu gewinnen. In Monza sind die Kurven langsam - harte Bremsmanöver und eine gute Traktion stehen im Vordergrund. Es handelt sich um eine der einfachsten Strecken im Kalender. Hier stehen schnelle Kurven im Vordergrund. Das wird sicher anders, aber das mag ich."

Merhi will die Herausforderung nutzen, um sich bei Caterham für höhere Dienste zu empfehlen. Ursprünglich gab es Spekulationen, er würde in Singapur statt Kamui Kobayashi im Renncockpit sitzen, doch diese Hoffnungen haben sich zerschlagen.

"Derzeit ist nur das Freie Training fix." Roberto Merhi

Nach wie vor tappt Merhi, was seine Zukunft angeht, im Dunkeln. "Das Team schaut sich derzeit die Sache an", sagt er. "Es ist alles offen. Derzeit ist nur das Freie Training fix, ich weiß nicht, ob es eines Tages dazu kommen wird, dass ich ein Rennen fahre. Vielleicht schon, aber wir wissen nicht, wie die Situation genau aussieht. Ich glaube, dass es vielleicht eine Möglichkeit gibt, wenn ich gute Ergebnisse habe - morgen und bei der Renault-World-Series. Derzeit ist es aber schwierig."

Testfahrer auf Abruf

Selbst über seine genaue Position im Team ist sich Merhi nicht so ganz im Klaren. Er sei weder Dritter Fahrer, noch Ersatzpilot, sondern eher eine Art Gastfahrer: "Derzeit fahre ich nur, wenn man mich anruft."

Die volle Konzentration gilt derzeit ohnehin der Renault-World-Series, wo sich der Meisterschafts-Zweite hinter Red-Bull-Talent Carlos Sainz jun. noch geringe Chancen auf den Titel ausrechnen darf. Und dann wird er alles daran setzen, für 2015 ein Renncockpit zu ergattern: "Die Situation wird nächstes Jahr sicher besser sein, und wir werden versuchen, einen Platz in der Formel 1 zu finden, auch wenn es schwierig ist. Man benötigt ein gutes Budget, damit man die Chance bekommt."