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McLaren vor Interlagos: "Hoffentlich weniger herausfordernd"

Nach der Pleite von Mexiko hofft man bei McLaren auf ein einfacheres Wochenende, doch erneut könnte eine lange Gerade dieses Vorhaben durchkreuzen

(Motorsport-Total.com) - In Mexiko-Stadt kämpfte McLaren-Honda mit der 1,3 Kilometer langen Start-Ziel-Geraden, die für die zu klein konzipierte Elektromaschine des Honda-Antriebs Gift war. In Interlagos drohen nun ähnliche Probleme, denn auch der Kurs zwischen den Seen verfügt über eine lange Vollgas-Passage, auf der die Hybrid-Zusatzleistung von 160 PS plötzlich abflauen könnte.

Fernando Alonso

Harte Bandagen: In Mexiko wurden die Schwächen des Antriebs erneut deutlich Zoom

Das ist auch Starpilot Fernando Alonso bewusst: "Wir wussten ja, dass Mexiko hart werden würde - und viele Eigenschaften der Strecke in Interlagos, wo es steile Passagen und lange Geraden gibt, sind ähnlich." Dennoch sieht der Spanier, der in Brasilien noch nie gewonnen hat, "von Rennen zu Rennen Fortschritte beim Tempo und kleine Verbesserungen in allen Bereichen".

Vor allem sei es wichtig, nun die relevanten Daten für den Winter zu sammeln, weshalb er auf eine bessere Zuverlässigkeit hofft: "Die vergangenen Rennen waren für meine Seite der Garage frustrierend, denn wir hatten diesbezüglich Pech. In Brasilien müssen wir dafür sorgen, dass wir die Zeit auf der Strecke so gut wie möglich nutzen."

Hoffen auf ein Chaos-Rennen

Teamkollege Jenson Button, bei dessen Antriebseinheit in Mexiko bereits Komponenten für Brasilien ausgetauscht wurden, damit er nicht erneut eine Gridstrafe abbüßen muss, sieht kleine Fortschritte bei McLaren: "Obwohl es für uns in Mexiko wegen der Höhenlage hart war, war unser Tempo in den Kurven gut. Ich bin also gespannt, wie sich unser Auto diesbezüglich in Brasilien schlagen wird."

Der Brite wünscht sich ein Chaosrennen, wie es in Interlagos immer wieder vorkommen kann: "Hoffentlich bringen wir uns in eine Position, aus der wir profitieren können, wenn etwas passiert." Davor wünscht er sich allerdings unspektakuläre Trainingstage auf trockener Strecke, "damit wir uns im Gegensatz zu den vorangegangenen Rennen wirklich auf das Set-up und die Zuverlässigkeit konzentrieren können und so viel Zeit wie möglich auf der Strecke haben."

McLaren liefert weiter neue Teile

Teamchef Eric Boullier hofft "nach ein paar herausfordernden Rennen" ebenfalls auf Besserung: "Obwohl das Saisonende bereits in Sicht ist, arbeiten wir immer noch mit Volldampf, um neue Teile für das Auto zu bringen und um unsere Lernkurve bis zum letzten Moment ansteigen zu lassen. Wir konzentrieren uns dabei auf Zuverlässigkeit und Performance und hoffen auf dieser legendären Strecke auf ein besseres Wochenende."

Vieles wird davon abhängen, wie die Honda-Antriebseinheit in Brasilien funktioniert. Dem Motorsportchef der Japaner, Yasuhisa Arai, ist dies bewusst. "Das Auto und die Antriebseinheit werden dort gefordert sein, denn in jeder Kurve ändert sich die Richtung und die Geschwindigkeit, wodurch die Gasannahme und die Balance des Autos an Relevanz gewinnen", erklärt er.

Nach dem Rennen in Mexiko, das auf über 2.000 Meter Seehöhe ausgetragen wurde, folgt nun eine weitere Höhenschlacht, auch wenn Interlagos mit 800 Metern deutlich niedriger liegt. "Das wird sich etwas auf die Performance des Autos auswirken", vermutet er. "Wir werden also die Fahrbarkeit und die Leistungsentfaltung dementsprechend verfeinern."

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