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  • 05.08.2007 · 12:33

  • von Fabian Hust

McLaren-Mercedes: Bestrafung ist unangemessen

In einer Pressemitteilung hat das McLaren-Mercedes-Team zur Bestrafung durch die Rennleitung nach der "Blockade-Aktion" im Qualifying Stellung bezogen

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Mercedes hat derzeit fast mehr "Nebenkriegsschauplätze" als Action im Rennen. Neben der noch ausstehenden Verhandlung vor dem Berufungsgericht des Automobilweltverbandes FIA im "Spionage-Fall" wird man bald vor demselben Gericht vorsprechen müssen, um im heutigen Ungarn-Grand-Prix womöglich eingefahrene WM-Punkte einzuklagen.

McLaren-Mercedes

McLaren-Mercedes wird im Rennen als Team zunächst die Punkte erhalten

Die Rennleitung hatte das Team nach dem "Blockade-Manöver" durch Fernando Alonso bestraft, indem man alle Punkte aus Ungarn für die Konstrukteurswertung aberkennen wird. Der amtierende Weltmeister wurde um fünf Startplätze nach hinten versetzt.#w1#

"Der Prozess, zwei so außergewöhnliche Talente wie Fernando und Alonso zu managen, ist eine größere Herausforderung, als ein Auto zu haben, das Rennen gewinnt", teilte das McLaren-Mercedes-Team am Sonntag vor dem Rennen mit.

"Gestern wurde vom Team jede Anstrengung unternommen, um unsere Politik der Gleichberechtigung aufrechtzuerhalten. In der Hitze des Gefechts gibt es jedoch Vorfälle, in denen die konkurrenzfähige Natur der Fahrer dazu führt, dass diese von den vereinbarten Prozeduren abweichen."

"Während dieser aufregenden und wahnsinnigen Periode des Qualifyings werden Entscheidungen zwangsläufig innerhalb von Sekunden getroffen, um es den Fahrern und dem Team zu erlauben, die Position ihrer Autos auf der Strecke im optimalen Moment zu erwischen", heißt es weiter.

"Wir stimmen den Stewards zu, dass vier Autos auf der Strecke waren, als sich das Team dazu entschied, Fernando für 20 Sekunden zurückzuhalten. Wir verstehen jedoch nicht die Relevanz dieser Beobachtung, da das Team abschätzen musste, wo sich all die verbleibenden Autos während den letzten Minuten der Einheit befinden würden."

"Auf gleiche Art und Weise stimmt das Team auch nicht der Mitteilung der Stewards zu, wonach dieses 20-Sekunden-Zurückhalten eine Behinderung von Lewis verursachte. Die Spannung war unabstreitbar groß und das Problem bei Fernandos erstem Boxenstopp, der Wunsch, auf eine freie Strecke zu kommen und nach dem Montieren gebrauchter Reifen geäußerter Bedenken haben ohne Zweifel zu der Verzögerung bei Fernandos schlussendlicher Fortsetzung seiner Fahrt gesorgt."

"Wir glauben nicht, dass der Befund der Stewards und die dem Team auferlegte harte Strafe angemessen sind und glauben, dass unsere eifrigen Bemühungen, den Geist des Fair Plays und der Gleichberechtigung innerhalb des Teams aufrechtzuerhalten, missverstanden wurden."

"Wir befinden uns nun jedoch nur Stunden von einem wichtigen Rennen entfernt und fokussieren all unsere Anstrengungen darauf, das bestmögliche Ergebnis für die Fahrer zu erzielen", heißt es in der Mitteilung abschließend, in der man kein Wort über den Einspruch verliert.