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Hill übt Kritik an Alonsos Sportsgeist

Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill unterstellt Fernando Alonso bei der Boxenblockade gegen Lewis Hamilton in Ungarn Absicht

(Motorsport-Total.com) - Von der Rennleitung wurde die Startaufstellung für den Grand Prix von Ungarn zwar inzwischen bestätigt, Fernando Alonso damit vom Verdacht der indirekten Blockade seines Teamkollegen Lewis Hamilton in der Boxengasse freigesprochen, doch in Fachkreisen gibt es nach wie vor hitzige Diskussionen über den Vorfall.

Damon Hill

Damon Hill kritisiert den Sportsgeist von Fernando Alonso scharf

Einer, der davon überzeugt ist, dass Alonso absichtlich in der Box stehen geblieben ist, um Hamiltons letzten Run zu zerstören, ist Ex-Weltmeister Damon Hill: "Ich denke, man muss sagen, dass Alonso da auf den Tisch gehauen und genau das bekommen hat, was er wollte. Er hat gezeigt, dass er nicht dazu bereit ist, ein Teamplayer zu sein, wenn es auf seine Kosten geht. Ich finde das sehr eigensinnig, aber manchmal gewinnen eben die eigensinnigen Kerle", so der Brite.#w1#

Der Weltmeister von 1996 stimmt zwar Alonso in dem Punkt zu, dass jeder selbst entscheiden darf, wann er auf die Strecke gehen will, "aber er hätte in der Boxengasse ein bisschen nach vorne fahren können. Er musste nicht genau dort stehen, wo Lewis hin musste, um die Reifen wechseln zu lassen. Für mich sieht es so aus, als hätte er Lewis eine Runde vereitelt, die für die Pole Position hätte reichen können. Das ist mein Gefühl."

Außerdem teilt Hill die Einschätzung, dass der Haussegen bei den Silberpfeilen nun gewaltig schief hängt: "Sie werden sehr hart arbeiten müssen, um die Welt davon zu überzeugen, dass es im McLaren-Team nicht zwei Lager gibt", grinste der 'ITV'-Gastkommentator dieses Wochenendes. Allerdings sei Teamchef Ron Dennis seit Alain Prost und Ayrton Senna mit solchen Situationen ohnehin bestens vertraut.