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McLaren-Boss: "Bin gespannt, was Bernie nun machen wird"

McLaren-Boss Zak Brown glaubt nicht, dass Bernie Ecclestone nach seiner Entmachtung seine Rente genießen werde - Forderung nach weitere US-Rennen

(Motorsport-Total.com) - Zak Brown ist nach der Entmachtung von Ron Dennis der neue starke Mann an der Spitze des Traditionsrennstalls McLaren. Zwar hatte der US-Amerikaner bisher keine Funktion bei einem Team inne, trotzdem ist er bereits seit einigen Jahren als Manager in der Szene unterwegs gewesen. Dabei hat er auch Bernie Ecclestone besser kennengelernt. Nachdem der Brite nun seinen Hut als Formel-1-Chefpromoter nehmen musste, ist Brown schon auf Ecclestones neue Aufgaben gespannt.

Bernie Ecclestone, Sebastian Vettel

Nach Entmachtung durch Liberty: Was wird Bernie Ecclestone nun machen? Zoom

"Ich bin zwar ein Neuling in meiner Rolle bei McLaren, aber sicherlich kein Neuling in der Formel 1. Also kenne ich auch Ecclestones berühmte Zuckerbrot-und-Peitschen-Methode. Ich kenne Bernie sehr gut und habe extrem viel Respekt vor ihm", huldigt Brown den Ex-Zampano im Interview mit 'Formula1.com'. Was Ecclestone mit der Formel 1 gemacht und welchen Beitrag er für den Sport geleistet habe, sei einzigartig. "Deshalb sollten wir Ehrfurcht vor ihm haben und ihm extrem dankbar sein."

Bereits kurz nach Ecclestones Absetzung wurde von Liberty die neue Führung bekannt gegeben. Neben Chase Carey werden Sean Bratches und Ross Brawn die Geschicke leiten. Ecclestone wurde von den neuen Rechteinhabern der Titel als Ehrenpräsident verliehen. Der 86-Jährige soll jedoch schockiert gewesen sein, über seinen raschen Sturz an der Macht. In Fachkreisen wird daher bereits spekuliert, ob der ehemalige Gebrauchtwagenhändler womöglich eine Piratenserie gründen und als Konkurrenzprodukt zur Formel 1 etablieren könnte.


Fotostrecke: Ecclestone: So sieht er seine Weggefährten

Brown ist jedenfalls schon gespannt, was Ecclestone nun vorhat: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einfach in Rente gehen wird. Das würde nicht zu ihm passen. Ich bin also schon gespannt, was er in den kommenden Jahren machen wird. Ganz sicherlich wird er nicht seine Rosen im Garten trimmen oder eine Quizshow bequem vom Sofa aus anschauen", scherzt der McLaren-Boss. "Erst vergangene Woche war er mit seiner jungen Frau Fabiana auf den Pisten in Kitzbühel unterwegs - mit 86! Respekt!", auch Brown war in Tirol beim Hahenkamm-Rennen zu Gast.

Der Manager wurde in Los Angeles geboren und übersiedelte vor einer Weile nach Großbritannien. Dort hat er 20 Minuten vom McLaren Technology Center entfernt ein neues Zuhause gefunden. Trotzdem sieht er sich als stolzer US-Bürger, wodurch er den kulturellen Hintergrund von Liberty Media gut kennt. "Die Leute von Liberty sind tolle Veranstalter mit globalem Fokus. Sie werden nicht davon eingeschüchtert sein, einen Sport zu übernehmen, deren große Player alle aus Europa kommen. Das sollten sie auch nicht. Außerdem ist Chase Carey ein cleverer Kerl." Mit Bratches und Brawn habe er die richtigen Leute geholt.

Viele Europäer fürchten nun, dass die Formel 1 durch die Liberty-Übernahme "amerikanisiert" wird. Brown entschärft: "Obwohl Bernie die Formel 1 in den Nahen Osten und nach Asien gebracht hat, was brillant war, sollten wir die Vereinigten Staaten nicht ignorieren. Die USA sind so etwas wie unerschlossenes Gebiet für die Formel 1, was die Bindung zu den Fans und den kommerziellen Bereich betrifft. Liberty wird genau das fokussieren", glaubt der 45-Jährige. "Wir brauchen außerdem dringend einen zweiten Grand Prix auf US-amerikanischem Grund - New York, Miami oder Las Vegas wären fantastisch", schlägt Brown vor. Auch Carey hat bereits angedeutet, mehrere US-Rennen veranstalten zu wollen.

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