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Promoter sicher: Interlagos würde Formel-1-Verlust verkraften

Promoter Tama Rohonyi ist sich sicher, dass Interlagos auch ohne die Formel 1 überleben könnte - Er geht jedoch davon aus, dass er die Königsklasse halten kann

(Motorsport-Total.com) - Kein Tag ohne Neuigkeiten rund um den Großen Preis von Brasilien. Nachdem Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zuletzt mit der Aussage für Aufsehen sorgte, die Strecke in Interlagos "vielleicht" kaufen zu wollen, meldet sich nun Promoter Tama Rohonyi zu Wort. Dieser geht davon aus, dass das Autodromo Jose Carlos Pace einen Verlust der Königsklasse verkraften könnte. "Wir würden sofort ein anderes internationales Rennen für die Strecke finden", gibt er sich gegenüber 'Autosport' selbstbewusst.

Kimi Räikkönen, Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Max Verstappen, Nico Hülkenberg, Sergio Perez

Tummeln sich 2017 Autos einer anderen Rennserie in der Boxengasse? Zoom

"Die Leute kommen nach Interlagos, weil sie Petrolheads sind. Einmal im Jahren wollen sie ein großes internationales Rennen", erklärt Rohonyi und zieht einen Vergleich: "Es ist so, als würde Pavarotti sterben. Dann brauchst du eben einen anderen Sänger. Du hast ein Opernhaus und musst es füllen. Das werde ich auch tun. Ich habe deswegen keine schlaflosen Nächte."

Das Formel-1-Rennen in Brasilien steht aktuell auf der Kippe, weil die wirtschaftliche Situation Brasiliens "ein Loch in unser Budget" gerissen hat, wie Rohonyi bestätigt. "Wir haben staatliche Unternehmen als wichtige Sponsoren verloren: die staatliche Bank, die Ölfirma, die staatliche Handelsgesellschaft und sogar Shell", erklärt der Promoter, der aber trotzdem "zuversichtlich" ist, dass es auch in den kommenden Jahren weitergeht.


Fotostrecke: Formel-1-Strecken 2016: Interlagos

Der aktuelle Vertrag mit der Formel 1 läuft noch bis 2020, doch für 2017 steht das Rennen momentan nur unter Vorbehalt im provisorischen Kalender. Rohonyi glaubt, dass eine vorzeigte Vertragsverlängerung helfen würde. "Die einzige Möglichkeit, einen Strich unter die Sache zu machen, wäre eine Vertragsverlängerung bis 2028 oder 2024", erklärt er und verweist darauf, dass eine langfristige Planung wichtig für Sponsoren und Investoren sei.

Um die Zuschauerzahlen macht sich Rohonyi übrigens keine Sorgen. Zwar fällt mit Felipe Massa für 2017 ein Publikumsmagnet weg, doch der Promoter erklärt im Hinblick auf die 55.000 Zuschauer am Renntag: "Dieses Land hat 200 Millionen Einwohner. Man kann durchaus davon ausgehen, dass es darunter 55.000 gibt, die so verrückt nach der Formel 1 sind, dass sie weiterhin kommen werden, um die besten Fahrer zu sehen."

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