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  • 10.07.2022 18:31

  • von Kevin Hermann

Max Verstappen nach P2: "Reifenverschleiß war einfach zu groß"

Max Verstappen musste sich beim Red-Bull-Heimspiel in Spielberg Charles Leclerc geschlagen geben - Für Helmut Marko kommt dies "überraschend"

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen beklagt sich nach dem Großen Preis von Österreich über die starke Reifenabnutzung am RB18. Der Niederländer startete von der Poleposition, konnte die Pace der Ferrari-Piloten jedoch nicht mitgehen, weshalb es am Ende nur der zweite Platz für den Weltmeister wurde.

Titel-Bild zur News: Max Verstappen

Max Verstappen in der FIA-Pressekonferenz nach dem Spielberg-Rennen Zoom

"Wir hatten einfach einen zu großen Reifenverschleiß, und das auf jedem Reifen", analysiert Verstappen nach dem Rennen. "Damit habe ich nicht gerechnet, aber so ist das manchmal. Es ist wichtig, dass wir jetzt alles analysieren, aber an einem schlechten Tag immer noch Zweiter zu werden, ist gut."

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko ist die Enttäuschung über den verpassten Heimsieg für das Team aber anzumerken: "Nach der eigentlichen Überlegenheit am Freitag und Samstag kam das jetzt überraschend. Wir waren mit den ersten drei Reifensätzen einen derartigen Abbau ausgesetzt, dass wir uns das nicht erklären können."

Marko: Zwei Runden haben Verstappen zum Sieg gefehlt

"Und umso verwunderlicher ist, dass mit dem letzten Satz unser Tempo und auch die Reifentemperatur gestimmt hat. Ich hoffe, wir können das klären, aber den zweiten Platz nehmen wir zufrieden hin, denn die schnellste Runde haben wir auch. Also die Schadensbegrenzung ist im Rahmen geblieben."

Zu Rennende wäre es fast noch einmal eng geworden, da Leclerc vor ihm mit einem Problem am Gaspedal zu kämpfen hatte, aber auch da hatte Verstappen selbst Schwierigkeiten, wie er sagt: "Ich habe gesehen, dass er nicht mehr die Pace wie zuvor hatte. Aber wir hatten immer noch einen viel zu großen Reifenverschleiß. Ich konnte am Ende selbst gar nicht pushen."

Marko sieht es etwas anders als sein Pilot: "Mit dem letzten Reifensatz waren wir wieder schneller als Ferrari und ich glaube schon, dass er [Leclerc] am Limit gefahren ist." Auf die Frage, wie viele Runden Verstappen noch benötigt hätte, um das Rennen zu gewinnen, sagt der Motorsportkonsulent: "Zwei!"

Verstappen wurde im Österreich-Rennen gleich drei Mal von Leclerc auf der Strecke überholt. "Es war einfach ein schwieriger Tag", resümiert der Niederländer. "Ich habe von Beginn an gemerkt, dass wir Probleme mit den Reifen haben und das hat sich dann durch das gesamte Rennen durchgezogen. Der Verschleiß war einfach zu hoch, um Charles zu attackieren."