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  • 04.11.2015 · 15:13

  • von Dieter Rencken & Ryk Fechner

Massa-Vertrag läuft 2016 aus: Noch keine Lust, aufzuhören

Williams-Pilot Felipe Massa fühlt sich noch topfit und möchte den Wettbewerb in der Formel 1 noch lange genießen - Der Routinier will selbst wissen, wann die Zeit reif ist

(Motorsport-Total.com) - Als Felipe Massa zwischen 2010 und 2013 am übermächtigen Teamkollegen Fernando Alonso zerbrach, dachten bereits viele Beobachter, dass die Formel-1-Jahre des kleinen Brasilianers gezählt seien. Bei Williams entschloss man sich dazu, dem Routinier eine Chance zu geben und Massa entpuppte sich in den Saisons 2014 und 2015 als Stehaufmännchen. Der hoch gehandelte Teamkollege Valtteri Bottas muss sich strecken, um Massa hinter sich zu halten. Wenn es nach dem 34-Jährigen geht, könnte das noch eine Weile so bleiben.

Felipe Massa

Felipe Massa genießt den anstrengenden Formel-1-Alltag noch in vollen Zügen Zoom

2016 läuft Massas derzeitiger Vertrag mit Williams aus. Noch verspürt er aber keinen Drang, den Helm an den Nagel zu hängen: "Das Wichtigste für uns als Fahrer ist der Wettbewerb gegen die anderen. Auch das Autofahren, das Adrenalin, der Speed - der Kampf gegen dich selbst. Das ist eine Leidenschaft. Wenn du nur alleine fahren würdest, wäre es viel langweiliger. Das wäre nicht schön."

"Die Rundenzeit verbessern, Dinge lernen, gegen andere kämpfen. Das ist es, was dir den Spaß bereitet. Das ist es, was ich liebe. Vor allem, wenn du dabei erfolgreich bist, ist das ein Geschenk. Das habe ich nie verloren", fährt er fort und stellt heraus, dass ihm auch das körperlich anspruchsvolle Training ein Aspekt ist, der ihn bei Laune hält.

NASCAR kommt nicht in Frage: "Meine Familie würde mich töten"

Was in seinen letzten Ferrari-Jahren deutlich wurde war, dass sich im Team alles um Alonso drehte, was er kürzlich kritisierte. Dass Massa bei seiner Mannschaft eine gewisse Nestwärme braucht, bestätigt er erneut: "Ich denke, dass ich in der Formel 1 bleiben werde, wenn ich ein Team habe, bei dem ich wirklich gerne arbeite - wie Williams. Sie sind glücklich damit, mich im Team zu haben. Wenn du es liebst zu arbeiten und dich wichtig fühlst, ist es das, was mir mehr Motivation gibt, weiterzumachen."

Wie lange er noch Formel 1 fahren will, weiß er nicht, jedoch: "Ich habe keine Angst davor aufzuhören. Ich denke, das wäre okay. Man muss verstehen, dass für jeden die Zeit kommt. Aber ich glaube nicht, dass sie schon gekommen ist." Insgesamt könne er sich vorstellen, bei entsprechender Motivation noch in einer anderen Serie weiterzumachen. Auf den Vorschlag, er solle in der NASCAR fahren, muss er schmunzeln: "Nein, die fahren jedes Wochenende. Meine Familie würde mich töten."


Fotostrecke: Die Formel-1-Karriere des Felipe Massa

Der Vizeweltmeister von 2008 hat demnach andere Pläne. Zunächst einmal möchte er in der Formel 1 verlängern: "Das kommende Jahr ist das letzte meines laufenden Vertrages. Es wird also das wichtigste Jahr, um zu verstehen, ob ich weitermache oder nicht. Wenn ich die Möglichkeit habe, in einem netten Team konkurrenzfähig zu bleiben, bleibe ich, andernfalls höre ich auf."

An die Journalisten: "Lauft nicht die ganze Zeit zu meinen Chefs"

Offenbar ist sich Massa auch bewusst, dass diese Aussage in seinem Alter einen gewissen Medienrummel nach sich ziehen könnte. Als bestes Beispiel kann hier Jenson Button dienen, über dessen Zukunft im Sommer viel gesagt, geschrieben und gemunkelt wurde, da lange Zeit unklar war, ob der 36-Jährige weiter bei McLaren-Honda an Bord bleibt.

"Lauft im kommenden Jahr nicht die ganze Zeit zu meinem Chef und fragt jedes Rennen, ob ich mich dazu entschlossen habe weiterzumachen. Das werde ich schon zum richtigen Zeitpunkt entscheiden", grinst Massa.

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