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Masepin-Vater verklagt Insolvenzverwalter von Force India

Das russische Unternehmen Uralkali geht nun rechtlich gegen den Insolvenzverwalter FRP und den Einstieg von Lawrence Stroll bei Force India vor

(Motorsport-Total.com) - Die Übernahme des Force-India-Teams durch ein Konsortium von Lawrence Stroll hat wie befürchtet ein Nachspiel. Denn nach wochenlanger Konsultation hat Uralkali, das Unternehmen von Nikita Masepins Vater Dimitri (Düngemittelhersteller), entschieden, den Insolvenzverwalter FRP Advisory LLP zu verklagen.

Lawrence Stroll

Lawrence Strolls Übernahme von Force India wird rechtlich untersucht Zoom

FRP, vertreten durch die handelnden Personen Geoffrey Rowley und Jason Baker, wird von Uralkali vorgeworfen, man habe sich für das Stroll-Angebot entschieden, obwohl das Uralkali-Angebot besser gewesen sein soll. Als Grundlage für diese Behauptung zitiert Uralkali eine angebliche Bestätigung seitens FRP auf Anfrage von Uralkali.

Masepin, der genau wie Stroll die Rennfahrerkarriere seines Sohnes fördert, hatte den Vergabeprozess an Stroll in den vergangenen Wochen genau untersuchen lassen. Offenbar sieht er sich nun in seiner Annahme bestätigt, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Konkret gibt es drei Hauptvorwürfe gegen FRP. Erstens sei das Uralkali-Angebot abgelehnt worden, obwohl es finanziell deutlich besser war. Zweitens habe der Insolvenzverwalter den Prozess nicht transparent genug durchgeführt. Beides suggeriert, dass es hinter vorgehaltener Hand Absprachen mit Stroll gegeben haben könnte.

Und drittens habe man durch diese Fehler nicht den maximalen Ertrag für die Gläubiger des Teams herausgeholt. Schließlich geht es bei einem Insolvenzverfahren primär darum, so viel Geld wie möglich herauszuholen, um offene Rechnungen bei Gläubigern bezahlen zu können, die ohnehin nur noch einen Teil ihrer Forderungen rückerstattet bekommen.

Uralkali argumentiert zudem, dass eine Übernahme von Force India in geschäftlicher Hinsicht für das Unternehmen sinnvoll gewesen wäre. Damit sind zwar keine konkreten Forderungen verknüpft. Dass in einem etwaigen Prozess dann aber auch ein möglicher Gewinnentgang ins Spiel gebracht wird, ist angesichts einer solchen Formulierung nicht auszuschließen.

FRP reagiert übrigens gelassen auf die jüngste Masepin-Drohung einer Klage. Man sei bisher nicht über solche rechtliche Schritte unterrichtet worden, heißt es auf Anfrage, werde sich aber, sollte es dazu kommen, natürlich verteidigen. Und: "Wir haben unsere gesetzlichen Pflichten als Insolvenzverwalter erfüllt und haben einen erfolgreichen Ausgang für alle Beteiligten erzielt."

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