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Team gerettet: Vater von Lance Stroll übernimmt Force India

Eine Investorengruppe unter der Führung von Lawrence Stroll übernimmt die Mehrheit an Force India und sichert damit die Zukunft des Formel-1-Teams

(Motorsport-Total.com) - Das wirtschaftlich angeschlagene Formel-1-Team Force India ist gerettet. Eine Investorengruppe unter der Führung von Lawrence Stroll, dem Vater des aktuellen Williams-Piloten Lance Stroll, übernimmt die Mehrheit an dem Rennstall, gegen den vor gut zwei Wochen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war. Damit endet bei Force India die Ära Vijay Mallya. Der im englischen Exil lebende Inder gibt seine Anteile an die neuen Eigentümer ab.

Force India

Die Zukunft von Force India in der Formel 1 ist gesichert Zoom

Neben Lawrence Stroll investieren einige weitere kanadische Unternehmer in den Rennstall und sichern nicht nur die Jobs der 405 Mitarbeiter, sondern garantieren auch die Rückzahlung der Verbindlichkeiten. Ein entsprechendes Angebot wurde am Dienstag von den Insolvenzverwaltern von FRP Advisory angenommen.

"Dieses Ergebnis sichert die Zukunft des Teams in der Formel 1 und wird es unserem Rennstall ermöglichen, sein volles Potenzial auszuschöpfen", sagt Betriebsleiter Otmar Szafnauer, der unter den neuen Eigentümern die operative Führung des in Silverstone beheimateten Teams übernehmen soll.

Otmar Szafnauer der neue starke Mann in Silverstone

Zur der Gruppe der Investoren gehören neben Stroll der kanadische Unternehmer Andre Desmarais, Jonathan Dudman von Monaco Sports und Management, der Modeunternehmer John Idol, der Telekommunikationsinvestor John McCaw, der Finanzexperte Michael de Picciotto und der Geschäftspartner von Stroll, Silas Chou.

Lawrence Stroll

Der neue Force-India-Eigentümer Lawrence Stroll Zoom

"Ich freue mich, dass wir die Unterstützung eines Konsortiums von Investoren haben, die an uns als Team glauben und das beträchtliche Geschäftspotenzial sehen, das Force India heute und in Zukunft in der Formel 1 hat", so Szafnauer weiter. "Bei Force India haben wir dank unserer Kompetenz und unseres Engagements immer über unseren Möglichkeiten gearbeitet, und diese neue Investition sichert uns eine glänzende Zukunft."

"Ich möchte auch Vijay, der Sahara-Gruppe und der Familie Mol für ihre Unterstützung danken und das Team so weit bringen, wie es die Umstände erlauben", schließt Szafnauer. Insolvenzverwalter Geoff Rowley zeigte sich mit dem heute erzielten Ergebnis überaus zufrieden. "Es kommt nicht oft vor, dass ein Unternehmen gerettet und wieder zahlungsfähig gemacht wird", sagt er. "Die Qualität der verschiedenen Interessenten war beeindruckend und erforderte im Laufe der Zeit eine sorgfältige Prüfung."

Insolvenz soll in zwei bis drei Wochen beendet werden

Neben Stroll und seinen Partnern waren auch der Energydrink-Hersteller Rich Energy sowie dem Vernehmen nach auch IndyCar-Teamchef Michael Andretti, der Sportvermarkter Jeff Moorad und Dimitri Masepin, der millionenschweren Vater von Testfahrer Nikita Masepin, an einer Übernahme von Force India interessiert.

"Nachdem wir einen robusten Prozess verfolgt hatten, blieb uns am Ende ein sehr glaubwürdiges Angebot, das Unternehmen zu retten und die Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen", sagt Insolvenzverwalter Rowley. "Die Mittel zur Unterstützung des Teams werden ab heute zur Verfügung gestellt, und es werden deutlich mehr zur Verfügung stehen, sobald das Unternehmen aus der Verwaltung hervorgeht, was wir in den nächsten zwei bis drei Wochen erwarten", stellt er ein baldiges Ende der Insolvenz in Aussicht.

Diese war am 27. Juli vom High Court in London nach einem entsprechenden Antrag von Fahrer Sergio Perez und dessen Manager Julian Jakobi eingeleitet worden. Neben dem Mexikaner unterstützten mit Mercedes und Sponsor BWT zwei weitere Gläubiger das Insolvenzverfahren, das den Weg für die Übergabe des Teams in neue Hände frei machen sollte.

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