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Manor: "Wir sind nicht da, um das Feld aufzufüllen"

Manor-Rennleiter Dave Ryan ist zuversichtlich, dass für sein Team die Zeiten des hoffnungslosen Hinterherfahrens in der Formel 1 vorbei sind

(Motorsport-Total.com) - Aufbruchstimmung bei Manor: Der Rennstall, der unter den Namen Marussia oder Virgin seit 2010 meist ganz am Ende des Feldes der Formel 1 zu finden war, soll in der Saison 2016 zu einem ernsthaften Mitbewerber werden. "Wir sind nicht hier, um das Feld aufzufüllen", erklärt der neue Rennleiter Dave Ryan am Rande der Testfahrten in Barcelona. "Wir wollen eine respektable Leistung zeigen. Wir sind zuversichtlich, dass wir es deutlich besser machen können als in der Vergangenheit."

Rio Haryanto

Manor will mit dem MRT05 den Anschluss an das Mittelfeld schaffen Zoom

Bisher war der neunte Platz von Jules Bianchi beim Grand Prix von Monaco 2014 das einzig vorzeigbare Ergebnis in der sechsjährigen Formel-1-Geschichte des Teams. 2016 geht Manor allerdings mit neuen und deutlich besseren Voraussetzungen in die Saison.

Nach dem Wechsel zu Mercedes verfügt der Rennstall über den besten Antrieb des Feldes. Als "Zugabe" gab es als Fahrer Pascal Wehrlein, der in den vergangenen beiden Jahren als Entwicklungsfahrer des Formel-1-Teams von Mercedes reichlich Erfahrung sammeln durfte - unter anderem am Steuer der Weltmeisterautos der vergangenen beiden Jahre.

Bringen die Ex-Ferrari-Leute den Aufschwung?

Und auch im technischen Bereich hat sich der Rennstall nach dem Abgang der langjährigen Teamführung John Booth und Greame Lowdon neu aufgestellt. Die ehemaligen Ferrari-Ingenieure Pat Fry und Nicolas Tombazis sind nun für Manor tätig. Die Sorge, dass beide nach dem Wechsel vom Spitzenteam Ferrari zum kleinsten Rennstall der Formel 1 eine Art Kulturschock erleiden, teilt Ryan nicht.


Fotos: Manor, Test in Barcelona


"Das ist vielleicht ein Grund, warum sie zu uns gekommen sind", sieht der Rennleiter auch Vorzüge in der Arbeit für ein kleines Team. "Sie können sich ausleben und können den Job machen, für den sie bezahlt werden. Wir sind ein kleines Team, in dem es keine politischen Verstrickungen gibt. Wir haben alle die gleiche Leidenschaft. Jemand wie Nick kann bei uns die Richtung vorgeben."

Gerade Aerodynamiker Tombazis wird bei der Weiterentwicklung des MRT05 genannten neuen Boliden eine Schlüsselrolle zukommen. Und der Grieche ist bereits fleißig bei der Arbeit und entwirft mit seiner Truppe Verbesserungen, die schon bald ans Auto kommen sollen. Denn in der Saison 2016 plant Manor ein ambitioniertes Entwicklungsprogramm.

Platz zehn ist das Ziel

"Nur weil wir ein kleines Team sind heißt das nicht, dass wir aufhören zu arbeiten. Das Gegenteil ist der Fall", verspricht Ryan. "Für uns ist es eine neue Ära. Wir haben ein neues Auto, ein Entwicklungsprogramm und tolle Leute in der Fabrik." Dabei will das Team aus den begrenzten Möglichkeiten auf effektive Weise das Beste machen. "Wenn wir neue Teile entwickeln, müssen wir sicher sein, dass sie uns voranbringen. Wir können nicht nach dem Prinzip 'Versuch und Irrtum' irgendwelche Dinge ans Auto bauen", sagt Ryan und kündigt schon für den Saisonauftakt in Melbourne (20. März) erste Updates an.

Mit diesen und weiteren folgenden will Manor in dieser Saison um das große Ziel kämpfen: Mindestens Platz zehn in der Herstellerwertung, denn nur dann erhält das Team Prämienzahlungen aus den TV-Einnahmen. "Das Ziel muss letztlich sein, Geld zu verdienen", stellt Ryan klar, dass Manor nicht nur zum Spaß mitfährt. "Und das erzeugt natürlich Druck. Aber es ist ein gesunder Druck."

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