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Manor vor Übernahme: Schon wieder ein neuer Besitzer?

Das Team von Pascal Wehrlein könnte noch vor Jahresende verkauft werden - Der aktuelle Besitzer Stephen Fitzpatrick würde allerdings weiterhin an Bord bleiben

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor der Formel-1-Saison 2015 stieg Stephen Fitzpatrick als Investor bei Manor ein und sicherte so als neuer Besitzer das Überleben des Teams, das damals praktisch eigentlich schon tot war. Nach nicht einmal zwei Jahren könnte der Unternehmer Manor nun allerdings schon wieder verkaufen. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' gibt es einen Investor, der das Team gerne übernehmen möchte. Die Gespräche sollen dabei sogar bereits relativ weit fortgeschritten sein.

Manor Logo

Bekommt Manor schon vor dem Jahreswechsel einen neuen Besitzer? Zoom

Manor-Geschäftsführer Thomas Mayer erklärt: "Ich kann bestätigen, dass es Gespräche mit einer dritten Partei gibt, die einen Mehrheitsanteil des Teams erwerben möchte." Er hofft schon "bald" auf "positive Neuigkeiten". Der Deal soll möglichst schnell abgewickelt werden, damit die Entwicklung des neuen Autos nicht beeinträchtigt wird. Der Name Manor soll im Falle einer Übernahme zunächst einmal beibehalten werden.

Aktuell soll die Situation der Lotus-Übernahme durch Renault Ende 2015 ähneln. Die Gespräche befinden sich in einem ähnlichen Stadium wie damals zu diesem Zeitpunkt, und auch personell gibt es Parallelen, denn Fitzpatrick würde wohl auch nach einer Übernahme weiterhin an Bord bleiben. Bei Lotus blieb Ex-Besitzer Gerard Lopez nach dem Verkauf an Renault ebenfalls als Teilhaber dabei.

Sportlicher und finanzieller Rückschlag

Manor musste in Brasilien zuletzt sportlich und vor allem auch finanziell einen großen Rückschlag verkraften. Weil Sauber durch Felipe Nasr zwei Punkte holte und in der WM an Manor vorbeizog, verlor das Team auf einen Schlag ein Preisgeld in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Es kamen sogar Spekulationen auf, dass das Team den Verlust von WM-Platz zehn finanziell nicht überleben würde. Ein neuer Investor könnte nun die Wende bringen.


Fotostrecke: Formel-1-Strecken 2016: Abu Dhabi

"Es ist schade, dass wir den zehnten Platz im letzten Rennen verloren haben", erklärt Pascal Wehrlein vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi. "Natürlich werden wir versuchen, an diesem Wochenende noch einmal das Beste daraus zu machen. Aber es wird sehr schwierig werden", weiß der Deutsche und ergänzt: "Es ist im Hinblick auf die Performance des Autos natürlich nicht die beste Strecke für uns."

"Aber man spürt, dass alle im Team pushen und ihr Bestes geben. Wir haben einige neue Ideen für das Set-up. Es ist schön zu sehen, dass niemand aufgibt. Das ist gut", so Wehrlein, der sein Cockpit für 2017 noch nicht sicher hat. Vermutlich wird das Team ohnehin keine Verträge machen, bevor der Verkauf nicht über die Bühne gegangen ist. Teamkollege Esteban Ocon wird das Team bekanntlich Richtung Force India verlassen.

"Enttäuschendes Ende" in Brasilien

"Es war ein enttäuschendes Ende, denn das Rennen war für uns ziemlich gut", erklärt der Franzose, der in Interlagos Zwölfter wurde. "Das Auto fühlte sich wirklich gut an. Die letzte Runde war dann natürlich eine Enttäuschung. Ich hätte mit Nasr kämpfen können, wenn Alonso und Bottas nicht vorbeigekommen wären. Ich holte ein bisschen auf und hätte so zumindest noch etwas versuchen können."

"Ich denke, dass unsere Pace sehr ähnlich war", erklärt er im Hinblick auf Nasr, der die Zielflagge lediglich gut drei Sekunden vor ihm sah. Diese drei Sekunden scheinen nun allerdings 30 Millionen Euro wert zu sein. "Er ging beim Start ein großes Risiko ein, denn er konnte gar nicht sehen, wo er überhaupt fuhr. Da gewann er einige Positionen, während ich mich zurückhielt. Ich versuchte einfach nur, auf der Strecke zu bleiben", so Ocon.

Im Hinblick auf Abu Dhabi erklärt er: "Ich möchte die Saison für das Team so gut wie möglich abschließen. Sie haben mit die Gelegenheit gegeben, meine Karriere (in der Formel 1; Anm. d. Red.) zu starten. Dafür möchte ich ihnen ein gutes letztes Rennen bieten." Dem Team um Stephen Fitzpatrick bleibt nur zu wünschen, dass es für sie nicht das letzte Rennen in der Königsklasse überhaupt ist.

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