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  • 24.11.2016 · 15:27

  • von Rencken, Zimmermann & Sharaf

Manor, Sauber oder DTM? Bei Wehrlein ist 2017 "alles möglich"

Nach der Force-India-Absage steht Pascal Wehrlein noch immer ohne Cockpit für 2017 da - Langsam gehen dem ehemaligen DTM-Champion nun die Optionen aus

(Motorsport-Total.com) - Lange Zeit sah es danach aus, dass Pascal Wehrlein 2017 für Force India fahren wird. Der Deutsche schien beste Chancen auf ein Cockpit beim Mercedes-Kundenteam zu haben - bis ihm Esteban Ocon einen Strich durch die Rechnung machte. Während der Franzose 2017 an der Seite von Sergio Perez fahren wird, steht Wehrlein noch komplett ohne Platz für die neue Saison da, denn aktuell scheint der ehemalige DTM-Champion nicht einmal sein Cockpit bei Manor sicher zu haben.

Pascal Wehrlein

Findet Pascal Wehrlein für 2017 noch ein Cockpit in der Formel 1? Zoom

"Mir geht es gut mit der Entscheidung. Force India hat sich so entschieden", gibt sich Wehrlein im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' tapfer und verrät: "Klar, es wurde viel spekuliert, ob ich den Sitz bekomme oder nicht. Am Ende hat sich Force India dagegen entschieden. Vielleicht habe ich mich am Anfang darüber geärgert oder war enttäuscht - aber jetzt überhaupt gar nicht mehr."

"Ich kann sowieso nichts daran ändern. Ich kann nur daraus lernen", sagt Wehrlein und erklärt: "Sie haben ja gesagt, dass es nicht aus Performancegründen sei, sondern weil sie denken, dass Esteban besser ins Team passt oder irgendetwas in dieser Richtung. Wenn es aus Performancegründen wäre, dann wäre ich enttäuschter." Trotzdem machte ihm die Absage einen ziemlichen Strich durch die Karriereplanung.

Zuletzt kamen Gerüchte auf, Wehrlein könnte für 2017 auf einen Platz bei Sauber hoffen. "Ja, das stimmt, denn theoretisch sind noch die beiden Teams (Manor und Sauber; Anm. d. Red.) offen für nächstes Jahr", erklärt er. "Aber wie weit da die Gespräche sind, kann ich ehrlich nicht sagen. Da führt Mercedes die Gespräche für mich in diese Richtung. Sie entscheiden dann, was ich nächstes Jahr machen werde", so Wehrlein.


Fotos: Großer Preis von Abu Dhabi


Offen bleibt auch die Frage, welche Rolle Mercedes bei der Ocon-Verpflichtung durch Force India hatte. Schließlich ist auch der Franzose - ebenso wie Wehrlein - ein Nachwuchspilot der Silberpfeile. Wollten Toto Wolff und Co. also lieber Ocon als Wehrlein bei Force India sehen? "Force India ist ein eigenes Team. Sie können selbst entscheiden, ob sie einen Fahrer haben wollen oder nicht. Das hat nichts mit Mercedes zu tun", winkt Wehrlein ab.

"Ich konzentriere mich daher voll auf meinen Job hier. Alles andere liegt dann nicht in meiner Hand", so der 22-Jährige, der seinen Platz bei Manor eventuell an einen Paydriver verlieren könnte. "Das Könnte sein. Aber dann ist es eben so, das kann ich nicht ändern. Ich habe mein Bestes gegeben", erklärt Wehrlein. Weil das Team in Brasilien auf WM-Platz elf abrutschte, fehlen für 2017 plötzlich rund 30 Millionen Euro im Budget.


Fotostrecke: FIA-Fast-Facts: Abu Dhabi

Da ist es kein Wunder, dass sich Wehrlein nach Alternativen umsieht. Sauber wäre allerdings eine kuriose Option, denn die Schweizer fahren mit Ferrari- und nicht mit Mercedes-Motoren. "Rein theoretisch wäre es möglich. So etwas hat man ja auch bei Esteban mit Renault gesehen", erklärt Wehrlein allerdings. Wenn alle Stricke reißen, könnte er sich übrigens auch eine Rückkehr in die DTM vorstellen. "Möglich ist alles, es könnte eine Option sein", grübelt er.

Wann die Entscheidung fällt, ist aktuell allerdings noch komplett offen. "Es könnte sein, dass die Entscheidung erst im nächsten Jahr fällt. Aber ich hoffe, dass es früher passiert, denn dann kannst du dich im Winter darauf vorbereiten", erklärt Wehrlein, der darauf hofft, dass sich seine Zukunft "so schnell wie möglich" klärt. Im Optimalfall fährt der Deutsche dann auch 2017 weiterhin in der Formel 1.

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