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Mallya wundert sich über Landsleute: Lieber TV als Tribüne

Ein Indien-Grand-Prix hat aus Sicht des Teambosses Potenzial, muss aber in einem anderen Rahmen stattfinden - Vernachlässigung wäre "nicht klug von Ecclestone"

(Motorsport-Total.com) - Noch vor drei Jahren war die Formel-1-Premiere in Indien ein gefeierter Meilenstein für die Leute, die mit der Königsklasse Geld verdienen wollen. Doch die Liebe währte nicht lange: Rigorose Einfuhrbestimmungen und der Wille der Steuerbehörden, sich an den Einkommen der Starpiloten zu bedienen, sorgten für Verstimmungen. Die Konsequenz: Der Buddh-International-Circuit wurde 2014 aus dem Kalender gestrichen, allerdings stellte Bernie Ecclestone eine rasche Rückkehr in Aussicht.

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Selbige gestaltet sich derzeit aber trübe. Zuletzt sprach der Zampano im Mai davon, mit den Veranstaltern aus Greater Noida einen Vertrag sondieren zu wollen, seitdem geschah nichts mehr. "Wir haben eine 1A-Rennstrecke. Die Fahrer mögen sie, die Teams auch. Leider entsprachen die Zuschauerzahlen nicht dem, was man sich erwartet hat", fasst Vijay Mallya im Gespräch mit 'auto motor und sport' die Situation zusammen. 2013 säumten 60.000 Besucher die Tribünen, es kamen kaum internationale Gäste.

Der Force-India-Boss wundert sich: "Die Leute scheinen heute lieber vor dem Fernseher zu sitzen, statt sich ein Rennen live anzuschauen. Vielleicht müssen wir dem Publikum andere Attraktionen bieten." Schließlich ist das Interesse an der Formel 1 in Indien groß, auch wenn einheimische Piloten wie Karun Chandhok und Nahrain Karthikeyan nicht mehr aktiv sind - aber wichtige Aufklärungsarbeit betrieben haben. 1,2 Milliarden Menschen leben im zweibevölkerungsreichsten Land der Erde.

Das Durchschnittsalter liegt mit 24,9 Jahren extrem niedrig und lässt Mallya folgern: "Es wäre nicht klug von Bernie Ecclestone, nach zwei oder drei Jahren den Stab über die Formel 1 in Indien zu brechen." Der exzentrische Multi-Milliardär hofft, dass die Strecke vor den Toren Neu-Dehlis nicht zum Investitionsgrab wird und sieht in einem rund um den Kurs entstehenden Sportzentrum eine neue Chance. Diese erhalten von der Königsklasse aber wohl zunächst Mexiko, Aserbaidschan und New Jersey.

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