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Indien-Comeback: Regierung ist am Zug

Der indische Motorsportverband möchte ein möglichst rasches Comeback des Rennens in Noida und sieht nun die Regierung am Zug

(Motorsport-Total.com) - Keine Rückkehr des Indien-Grand-Prix in den Rennkalender der Formel 1 vor dem Jahr 2016 - diese unmissverständliche Ansage hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erst gestern gemacht. Wegen des nach wie vor ungeklärten Steuerstreits wird die Auszeit des Rennens in Noida, welches in dieser Saison nach drei Austragungen nicht mehr veranstaltet wird, mindestens zwei Jahre lang dauern. Unerwartet kommt diese Entwicklung für Karun Chandhok nicht.

Flagge Indien

Wegen Steuer-Streitigkeiten flog der Indien-Grand-Prix aus dem Kalender Zoom

"Ich bin nicht überrascht - leider! Die Situation hat sich trotz aller Anstrengungen von Jaypee (Grand-Prix-Organisatoren, Anm. d. Red.) aus Sicht der Regierung nicht verändert", wird der Ex-Formel-1-Pilot von der Nachrichtenagentur 'Reuters' zitiert. Bisher werden Rennfahrer von den indischen Finanzbehörden nicht als Sportler, sondern als Künstler eingestuft. Daher sollten die Piloten einen Teil ihrer Einkünfte in Indien versteuern, da sie (auch) mit dem Grand Prix Geld verdienen.

Akbar Ebrahim, Vorsitzender des indischen Motorsportverbands (FMSCI), hofft jedoch, dass diese Hürde bald aus dem Weg geräumt wird und sieht die indische Regierung am Zug. "Ich bin zuversichtlich, dass Herrn Ecclestones Bedenken ausgeräumt werden, wenn die Regierung ihre Zustimmung gibt", so der Inder gegenüber 'Reuters'.

Die Aufnahme des Automobilweltverbands FIA als Mitglied ins Internationale Olympische Komitee IOC sollte nach Ebrahims Ansicht den Weg dafür ebnen. "Damit wird anerkannt, dass die Fahrer nicht länger als Künstler, sondern als Sportler angesehen werden." Die erforderlichen Papiere zur Änderung der bestehenden Regelung seien bereits vor einem Monat bei der Regierung eingereicht worden.

Doch ob Indien tatsächlich in der Saison 2016 wieder in den Formel-1-Kalender zurückkehrt, steht heute noch nicht fest. Mehr als einmal wurde in der Vergangenheit aus der Pause eines Grand Prix ein dauerhaftes Aus. Diese Sorge teilt auch Chandhok. "Leider hat die indische Regierung die Formel 1 nicht gerade mit offenen Armen empfangen oder ihre weltweite Bedeutung verstanden. Dort wurde eine Chance vergeben."

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