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Mallya genervt: "Ich verstehe das nicht ..."

Force-India-Teamchef Vijay Mallya traf am Samstag in Delhi ein und wurde sofort von Journalisten umlagert, die ihn nach der Kingfisher-Lage befragten

(Motorsport-Total.com) - Die Flugzeuge der Kingfisher-Airline stehen am Boden, doch Vijay Mallya flog trotzdem ein. Mit seinem Privatjet und direkt aus Europa. Um kurz nach seiner Ankunft am Buddh International Circuit bei Delhi sofort von Journalisten umlagert zu werden, die ihn nach dem Stand der Dinge bei seinen diversen Unternehmen befragten. Schließlich hieß es kürzlich, ihm drohe in Indien eine Verhaftung.

Vijay Mallya (Teameigentümer, Force India)

Vijay Mallya am Kommandostand seines Force-India-Teams im dritten Training Zoom

Davon will Mallya offenbar nichts wissen: "Ihr glaubt, die indischen Zeitungen sind glaubwürdig? Es gibt in Indien kein Gesetz zur üblen Nachrede, deshalb kannst du nicht gegen sie vorgehen", sagt der Teamchef von Force India gegenüber 'Reuters' und fragt: "Gab es Zweifel daran, dass ich hier sein würde? Wenn ich nicht bei meinem Heim-Grand-Prix wäre, warum sollte ich dann woanders sein?"

"Ich verstehe das nicht", meint der indische Geschäftsmann und fügt hinzu: "Wahrscheinlich spielt ihr darauf an, dass mein Flugzeug beschlagnahmt werden soll. Wundervoll. Ich schulde niemandem Geld. Weshalb sollte mein Flugzeug auf dem Spiel stehen? Das ist doch dumm", sagt Mallya. Die Situation der Kingfisher-Airline habe auch nichts mit seinen anderen Unternehmen zu tun, betont er.

"Warum auch?", fragt der Inder und merkt an: "Ich habe den größten Spirituosenkonzern der Welt in diesem Land aufgebaut und leite ihn." Und ganz nebenbei lenkt Mallya auch die Geschicke des Force-India-Teams, dem ersten und einzigen Formel-1-Rennstall mit indischer Rennlizenz. Mit den Fahrern Nico Hülkenberg und Paul di Resta belegt das Team derzeit den siebten Rang in der Formel-1-WM.