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Maldonado: "Nicht das, was wir uns vorgestellt hatten"

Lotus-Neuzugang Pastor Maldonado schafft an Tag eins der letzten Testwoche ganze 31 Runden: Gebrochener Auspuff legt den E22 lahm, Team rüstet für Freitag zurück

(Motorsport-Total.com) - Für die Renault-Teams verlief auch der Start in die dritte und letzte Testwoche dieses Formel-1-Winters alles andere als optimal. Caterham-Pilot Kamui Kobayashi, Lotus-Pilot Pastor Maldonado und Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat sorgten am Donnerstag in Bahrain aufgrund von technischen Problemen an ihren Boliden jeweils für eine Rote Flagge. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo verbrachte den Großteil des Tages in der Box.

Pastor Maldonado

Nach 31 Runden war für Maldonado Feierabend, ein letzter Testtag bleibt ihm Zoom

Im Falle von Maldonado war ein gebrochener Auspuff der Grund für die Panne. "Das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten", bemerkt der Lotus-Neuzugang aus Venezuela enttäuscht, nachdem er mit dem neuen E22 am Donnerstag nicht mehr als 31 Runden zustande brachte.

Stand heute hat es Maldonado damit auf ganze 116 Runden mit dem E22 hat. Somit halten sich die Erkenntnisse über das neue Auto natürlich noch in Grenzen. "Es ist noch zu früh, um genaue Rückschlüsse ziehen zu können. Bis jetzt haben wir einfach nicht genügend Runden geschafft, um wirklich etwas über das Auto sagen zu können", stöhnt der Venezolaner.


Fotos: Pastor Maldonado, Testfahrten in Sachir, Donnerstag


So konnten am ersten Tag der letzten Testwoche auch die laut Lotus "120 neuen Teile" für den E22 kaum bis gar nicht auf ihre Auswirkungen auf die Performance hin untersucht werden. "Im Moment kümmern wir uns mehr um die Probleme im Umfeld des Motors", bemerkt Maldonado. In diesem Zusammenhang erkennt der Lotus-Neuzugang nach seinem dritten Tag im Renault-befeuerten E22 immerhin "eine kleine Verbesserung im Bereich der Software des Motors, doch bei 100 Prozent ist Renault noch nicht. Wir sind ja nicht das einzige Team, das im Motorumfeld Probleme hat".

Der gebrochene Auspuff liegt jedoch nicht in der Verantwortung von Renault, sondern von Lotus selbst. "Wir starteten heute gut in den Tag und probierten am Morgen einige neue Aero-Teile. Leider gab es an unserer neuen Auspuffspezifikation einen Defekt, der im direkten Umfeld geringfügigen Schaden angerichtet hat", erklärt Alan Permane, bei Lotus der Leitende Ingenieur an der Strecke.

Lotus rüstet für Freitag zurück

Pastor Maldonado

Der Auspuffdefekt war nicht auf Renault, sondern auf Lotus zurückzuführen Zoom

Für Maldonado war der Testtag somit schon vor 13:00 Uhr Ortszeit (11:00 Uhr MEZ) beendet. Für den Freitag - Maldonados letzten Tag im Auto vor dem Saisonstart - wird Lotus wieder zurückrüsten. "Wir werden morgen mit unserer alten Auspuffspezifikation ausrücken und gehen davon aus, die heute aufgetretenen Probleme nicht noch einmal zu erleben", sagt Ingenieur Permane.

Auch wenn der Auspuffdefekt nicht auf Renault, sondern auf Lotus zurückzuführen ist, so bereiten die Schwierigkeiten im Lager des Motorenpartners weiterhin Sorgen. "Im Moment ist Renault ganz sicher nicht bei 100 Prozent, aber wir arbeiten zusammen und ich glaube, dass sie schon bald die Antworten geben können und bei 100 Prozent angelangt sein werden. Wir sind ein Team und hoffen auf das Beste. Wir arbeiten hart daran, uns auf die neuen Regeln einzustellen", so Maldonado.

"Es ist natürlich eine schwierige Situation, aber so ist es nun mal. Wir müssen nach vorn schauen. Morgen ist ein neuer Tag. Hoffentlich haben wir dann weniger Probleme und können unseren Plan durchziehen. Für uns ist es wichtig, morgen so viele Runden wie möglich zu fahren", sagt der Venezolaner in Vorausschau auf seinen letzten Testtag vor dem Saisonauftakt. Am Samstag und Sonntag dieser Woche sitzt Teamkollege Romain Grosjean im Auto.

Ankunft in Melbourne wohl mit Rückstand...

"Es sieht so aus, als dürfte es schwierig werden, aber man weiß nie." Pastor Maldonado

Inwiefern sich Lotus an den verbleibenden drei Testtagen effizient auf den Saisonstart wird vorbereiten können, bleibt abzuwarten. Maldonado ahnt aber schon jetzt, dass man in Australien mit Rückstand anreisen wird: "Vorausgesetzt, es gibt keine großen Probleme wie sie heute aufgetreten sind, dann kann man an drei Tagen viel erreichen. Es muss einfach reichen, denn mehr Tage haben wir nicht."

"Was wir brauchen, sind ein paar Longruns und ein paar Startversuche. Zudem brauchen wir Runden mit verschiedenen Setup-Varianten, um das Auto besser kennenzulernen und zu erfahren, wie es reagiert. Im Moment ist es aber noch zu früh, um sagen zu können, wo wir in Australien stehen werden. Es sieht so aus, als dürfte es schwierig werden, aber man weiß nie", so der Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Lotus.

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