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Magnussen auf Vorbildsuche: "Jenson ist fantastisch"

Ein echtes Vorbild hat Kevin Magnussen noch nicht, doch in seiner ersten Saison ist Teamkollege Jenson Button wohl keine schlechte Richtlinie: "Er ist großartig"

(Motorsport-Total.com) - Es gibt sicherlich schlechtere Teams, bei denen man seine Karriere starten kann, als McLaren. Kevin Magnussen bekommt 2014 die Chance, sich gleich bei einem der großen Traditionsteams in der Formel 1 beweisen zu dürfen - wie übrigens auch sein Vater Jan, der vor 19 Jahren ebenfalls sein erstes Rennen für McLaren bestreiten dürfte. Doch seinen Papa, der nur einen einzigen Grand Prix für das Team aus Woking fuhr, sollte sich Sohn Kevin nicht zum Vorbild nehmen - und das macht der junge Däne auch nicht.

Kevin Magnussen

Voll fokussiert: Im Auto ist Kevin Magnussen auf sich alleine gestellt Zoom

Er hält sich da lieber an die anderen Größen, die mit McLaren erfolgreich waren: "Es ist immer aufregend, an den Weltmeisterautos im MTC (McLaren Technology Center; Anm. d. Red.) vorbeizulaufen - Autos, die von brillanten Fahrern wie Emerson Fittipaldi, James Hunt, Niki Lauda, Alain Prost, Ayrton Senna, Mika Häkkinen und natürlich Lewis Hamilton und Jenson (Button; Anm. d. Red.) gelenkt wurden", so Magnussen gegenüber 'formula1.com'.

Doch ganz so weit, ist der 21-Jährige natürlich noch nicht. Er weiß, dass er erst einmal die ersten Schritte gehen muss, bevor man sich an einen Vergleich mit den Größten wagt. Allerdings ist Magnussen schon jetzt eigentlich am Ziel seiner Träume angelangt: "McLaren war immer mein Traumteam, selbst als kleines Kind. Allein Teil von McLaren zu sein, ist eine Inspiration für sich - und ich realisiere es immer noch nicht so richtig", sagt er.

Mittlerweile ist der Däne aber in der Formel-1-Welt angekommen. Ende Januar wurde er als Fahrer bei der Präsentation der MP4-29 vorgestellt, und beim Test in Jerez vergangene Woche durfte Magnussen auch zwei Tage im Auto sitzen - inklusive einer Tagesbestzeit. Dabei konnte sich der Rookie auch ganz genau abschauen, wie sein Teamkollege Jenson Button im Auto arbeitet. Der Brite ist als Weltmeister die ideale Messlatte und kann Magnussen mit seiner Erfahrung und seinem technischen Verständnis enorm unter die Arme greifen.


Fotostrecke: Die ersten Runden 2014

Zwar habe der 21-Jährige über den Winter noch nicht sonderlich viel Kontakt mit dem Routinier gehabt, doch während der Präsentation und der Testfahrten konnte sich Magnussen von der Arbeitsweise des Briten bereits einiges abschauen - besonders im Gespräch mit den Ingenieuren. "Jensons Feedback ist immer sehr beeindruckend und wirklich reichhaltig", lobt Magnussen. "Es war großartig, ihn auf der anderen Seite des Tisches sitzen zu haben und den Ingenieuren wirklich tiefgründige Informationen geben zu sehen."

Von all dem kann vermutlich auch Magnussen enorm profitieren. Mittlerweile ist Button mit seinen 247 Rennstarts der erfahrenste Pilot im Feld (Zur vollständigen Liste in unserer Datenbank!) und wird sich in der kommenden Saison vermutlich hinter Rubens Barrichello und Michael Schumacher auf Rang drei der ewigen Bestenliste schieben können. Nicht nur deshalb blickt Magnussen zu ihm auf: "Jenson ist ein fantastischer Kerl, ein großartiger Fahrer und ein wahrer Botschafter für McLaren und die Formel 1", zeigt er sich begeistert. "Ich freue mich wirklich darauf, 2014 an seiner Seite zu arbeiten."

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