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  • 16.09.2010 · 09:42

  • von Stefan Ziegler

Lotus: "Wir wollen unsere Position festigen"

Das Lotus-Team um Heikki Kovalainen und Jarno Trulli möchte in Singapur eine starke Leistung zeigen und freut sich auf das Beinahe-Heimrennen

(Motorsport-Total.com) - Beim Nachtrennen in Singapur möchte der Lotus-Rennstall an die Ergebnisse der vergangenen Rennen anknüpfen und sich einmal mehr vor den Rivalen von HRT und Virgin platzieren. Heikki Kovalainen und Jarno Trulli wollen in den Straßen der Millionenmetropole unbedingt gut abschneiden und sind gespannt auf die besondere Herausforderung, die ein Flutlicht-Rennen mit sich bringt.

Heikki Kovalainen

Heikki Kovalainen und das Lotus-Team wollen auch in Singapur überzeugen

"In Singapur zu fahren ist immer ein bisschen anders, doch darauf freue ich mich schon sehr", sagt Kovalainen. "Die Rennorganisatoren leisten stets großartige Arbeit, um die Strecke vorzubereiten. Für die Fans ist das ein klasse Event, denn die Autos hören sich auf dem Straßenkurs richtig toll an und sehen darüber hinaus auch echt schmuck aus. Das Rennen nimmt Mensch und Maschine hart ran."#w1#


Fotos: Lotus, Großer Preis von Italien


"Wir stellen aber sicher, dass unsere inneren Uhren auf Europazeit gepolt bleiben. Wenn wir nur gut schlafen und an unseren normalen Abläufen festhalten, sollte das kein Problem darstellen", meint der Finne und fügt hinzu: "In der Woche vor dem Grand Prix werde ich noch einmal intensiv trainieren, damit ich für die verbleibenden Übersee-Rennen in guter Verfassung bin", so der 28-Jährige.

Die Lotus-Piloten bleiben im Europa-Modus

"Wichtig ist, sicherzustellen, dass man genug Reserven hat - nicht nur für Singapur, sondern auch im Hinblick auf Japan, Korea, Brasilien und Abu Dhabi." Teamkollege Trulli stößt vor dem Singapur-Event ins gleiche Horn: "Nach dem Rennen von Italien blieb ich noch etwas in Italien, um mit ein paar Freunden das Fahrrad in der Toskana zu bewegen", hält der italienische Rennfahrer fest.

"Die Herausforderung von Singapur gefällt mir sehr." Jarno Trulli

"Es ist prima, zwischen den Rennen etwas zu entspannen und Freunde zu treffen. Wenn man das mit ein bisschen Training verknüpft, geht man gut vorbereitet in das nächste Rennen", erklärt Trulli. "Die Herausforderung von Singapur gefällt mir sehr. Als Fahrer kannst du dich dort selbst richtig gut antreiben. Der Kurs an sich unterscheidet sich sehr von einigen anderen im Kalender."

"Weil es ein Nachtrennen ist, ist es einmalig", findet der 36-Jährige und merkt an: "Es wird schön sein, den Fans in Singapur, das nahe bei Malaysia liegt, erstmals unser Auto zu präsentieren. Darauf freuen wir alle uns schon sehr. Wirklich viel kannst du für dieses Rennen nicht vorbereiten. Wir verwenden ein klares Visier, um die Sichtbarkeit im Dämmerlicht zu maximieren", so der Routinier.

Das Ziel ist wieder: vor HRT und Virgin bleiben

"Wir stellen sicher, dass wir körperlich in der europäischen Zeit bleiben, ansonsten läuft das Rennen ab wie jedes andere. Man muss für die Hitze trainieren und sicherstellen, dass man bereit ist." Darum geht es auch Mike Gascoyne, dem Technischen Direktor des Lotus-Teams: "Rückblickend auf Italien muss man festhalten, dass das Rennergebnis nicht unseren Erwartungen entsprach."

"Der Fokus liegt bereits auf dem Fahrzeug für 2011." Mike Gascoyne

"Besonders nicht, wo wir bis dahin doch ein richtig gutes Wochenende gehabt hatten. Die Geschwindigkeit von Jarno war allerdings speziell im Rennen ermutigend. Heikki hat eine gute Leistung gezeigt und wurde 18. Als nächstes fahren wir in Singapur, wo es gilt, beide Autos ins Ziel zu bringen", kündigt der Brite an. "Wir wollen unsere Position als bestes der neuen Teams festigen."

"Der Fokus liegt aber bereits auf dem Fahrzeug für 2011, daher werden wir keine umfangreichen neuen Teile nach Singapur bringen. Dennoch sollte es uns meiner Meinung nach gelingen, unseren Vorteil gegenüber unseren schärfsten Rivalen zu behalten, denn in Singapur ist in erster Linie viel Abtrieb gefragt. Der Kurs weist viele Bodenwellen auf und die Kerbs sind ziemlich hoch."¿pbvin|512|3122|inside|0|1pb¿

Fernandes kündigt Bekanntmachungen an

"Es ist daher wichtig, dass man gut mit diesen Bedingungen klarkommt", sagt Gascoyne. "Beide Fahrer vertreten den Standpunkt, dass unser Auto auf unebenen Oberflächen keine Probleme hat. Sie haben das Vertrauen, um mit dem T127 die Kerbs zu attackieren. Schauen wir also einmal, was passiert." Teamchef Tony Fernandes zeigt sich überaus gespannt auf das nächste Rennwochenende.

"Singapur wird für das gesamte Team eine richtig tolle Angelegenheit werden." Tony Fernandes

"Singapur wird sowohl für mich als auch für das gesamte Team eine richtig tolle Angelegenheit werden", meint der malaysische Geschäftsmann. "Im Verlauf dieses Wochenendes werden wir einige aufregende Ankündigungen tätigen, weshalb dieser Event auf und neben der Strecke sehr gut für uns werden dürfte. Fairuz sitzt darüber hinaus im ersten Freien Training im Auto", so Fernandes.

"Es ist schön, einen jungen Malaysier auf einem derart hohen Niveau antreten zu sehen - besonders für Lotus. Rein visuell betrachtet wird es sicherlich ein Erlebnis sein, unsere Fahrzeuge unter dem Flutlicht zu verfolgen. Unser grün-gelbes Farbschema und die weißen Streifen sollten auf der Strecke wirklich klasse wirken", gibt das Lotus-Oberhaupt zu Protokoll. "Die Fans werden es lieben."

Vorfreude auf das Fahren unter Flutlicht

"Gleichzeitig müssen unsere Anhänger ihre Blicke aber auch gen Himmel wenden, denn im Internet sind Fotos eines unserer im Lotus-Look gehaltenen AirAsia-Flugzeuge aufgetaucht. Via 'Twitter' habe ich einige Aufnahmen erhalten, die überaus toll sind. Noch mehr bedeutet mir aber, dass dieser Flieger für den Rücktransport unseres Teams nach Malaysia verantwortlich zeichnen wird."

"Lotus hat das Herz vieler Rennfans aus Malaysia berührt." Tony Fernandes

"Zwischen den Rennen in Singapur und Japan werden unsere Mitarbeiter noch ein paar freue Tage in unserer Heimat haben. Es ist schön zu wissen, dass sie auf der anderen Seite der Welt ankommen können und dort einen warmen Empfang erhalten werden. Lotus hat eben das Herz vieler Rennfans aus Malaysia berührt. Singapur liegt mir indes sehr am Herzen, denn ich kenne dort viele Leute."

"Ich habe viele Emails von Freunden und Kollegen erhalten, die allesamt sehr gespannt sind, unsere Autos auf der Strecke zu sehen. Ich kann es kaum erwarten", gesteht Fernandes. "In Singapur haben wir damals die Gründung von Lotus angekündigt. Seit diesen ersten Schritten haben wir einen weiten Weg zurückgelegt - hin zu einem sehr großen Traum, der hoffentlich noch lange anhält."

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