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Lotus finanziell stabil: "Aber es sind zu viele Köpfe gerollt"

Geschäftsführer Carter über einen radikalen Sparkurs, seine unerwünschten Nebenwirkungen und eine rosige Zukunft mit Nachwuchsingenieuren

(Motorsport-Total.com) - Samstags und sonntags Erfolgsstorys auf der Rennstrecke, unter der Woche Schreckensmeldungen aus der Finanzabteilung: Das war lange die Realität bei Lotus, doch an diesen Gegebenheiten hat sich etwas geändert, wie Geschäftsführer Matthew Carter im Gespräch mit 'Autosport' klarstellt: "Als ich gekommen bin, gab es eine große Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Wir haben die Kosten einschneidend gesenkt, einige Leute entlassen und dann gespart, wo es nur ging", meint Carter.

Romain Grosjean, Pastor Maldonado

Lotus ist auch finanziell wieder im Formationsflug unterwegs Zoom

Er ist überzeugt davon, dass Lotus nach der finanziellen Kur auf stabilen Beinen stünde. Einen genauen Ausblick, inwiefern gravierende Verluste (rund 82,8 Millionen Euro im Jahr 2013) minimiert wurden, will Carter trotzdem nicht geben und verweist auf noch zu klärende Punkte in der Jahresbilanz: "Wir hoffen, dass wir aus den roten Zahlen kommen, aber es gibt noch Unklarheiten bezüglich des Grundkapitals und anderen Dingen", erklärt er.

Allerdings hatte der Sparkurs durchaus unerwünschte Nebenwirkungen: "Es hat sich gezeigt, dass wir im vergangenen Jahr zu weit gegangen sind und ein paar Köpfe zu viel gerollt sind", spielt Carter auf die sportliche Misere der Saison 2014 an, für die er den Stellenabbau mitverantwortlich macht: "Rückblickend war das Rennteam etwas zu knapp besetzt, wir hatten zum Beispiel keinen leitenden Renningenieur."

Auch in der Aerodynamik-Abteilung hätte sich die dünne Personaldecke bemerkbar gemacht, dieses Defizit sei in den Wintermonaten jedoch beseitigt und das interne Beförderungssystem wieder auf Vordermann gebracht worden. "Wir haben es wiedereingeführt, einige wirklich gute Ingenieure und Aerodynamiker bei uns aufzunehmen. Sie kosten nicht das, was etablierte Leute kosten", stimmt Carter Lotus auf die Renaissance des Daseins als Talentschmiede ein.

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