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Lauda überrascht: Ferrari ist gar nicht so schnell

Der Österreicher erklärt, warum er sich vom F2003-GA mehr versprochen hatte und Räikkönen keine Fehler mehr machen darf

(Motorsport-Total.com) - Genau acht Rennen ist die Formel-1-Saison 2003 noch lang, und wie sich am vergangenen Wochenende in Kanada zeigte, ist es an der Spitze ziemlich eng geworden.

Niki Lauda (Teamchef)

Lauda hatte erwartet, dass der F2003-GA schneller ist

Mit Ferrari, McLaren, BMW-Williams und Renault besitzen realistisch betrachtet vier von insgesamt zehn die Chance Rennställen aus eigener Kraft an jedem Rennwochenende um Siege und die Podiumsplätze zu kämpfen.

Niki Lauda, 1975, 1977 und 1984 selbst Formel-1-Weltmeister, erwartet für die zweite Saisonhälfte deshalb weiterhin viel Spannung. Da sich durch das aktuelle Punktesystem aber kein Fahrer mehr einfach einen großen Vorsprung aufbauen kann, hat der Österreicher nun Kimi Räikkönen vor weiteren Fahrfehlern gewarnt.

Der Finne konnte in Montreal zwar drei WM-Zähler holen, doch die Führung in der Fahrerwertung hat der McLaren-Mercedes-Pilot nun erst einmal eingebüßt. Verantwortlich dafür sein Dreher in der Qualifikation am Samstag, der ihn aller Chancen auf einen guten Startplatz beraubte.

Da der 23-Jährige sich schon beim Großen Preis von Spanien den gleichen Fehler geleistet hatte, empfiehlt Lauda dem "Iceman" jetzt wirklich Nerven zu zeigen: "Einen Fehler zu machen wie er ihm in Barcelona unterlaufen ist, kann man bei einem jungen Fahrer verstehen", will der Österreicher den ersten Patzer von Räikkönen nicht überwerten. Aber: "Das Rennen in Kanada war für ihn nicht gut, denn Michael führt jetzt wieder. Wenn man um die Fahrerweltmeisterschaft kämpft, so kann mitunter nur ein halber Punkt über den Titel entscheiden", weist Lauda daraufhin, dass am Ende dieses Jahres jeder WM-Punkt wichtig sein.

Überrascht zeigte sich der Österreicher auch über Ferrari, denn von den Italienern hätte er eigentlich mehr erwartet: "Ich bin überrascht darüber, dass der Ferrari nicht viel schneller ist. Michael muss hart kämpfen. Letztes Jahr war es im Vergleich dazu einfacher für ihn", spielt Lauda darauf an, dass die Steigerungen vom F2002 hin zum F2003-GA nicht mehr so groß ausgefallen sind wie noch vom F2001 zum F2002. Für die Saison 2003 kann das ungefähre Gleichgewicht zwischen den Teams, welches durch den Faktor Reifen natürlich noch beeinflusst wird, jedoch nur gut sein.