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Jean Todt erwartet engen Wettbewerb

Ferrari-Teamchef Jean Todt glaubt, dass der weitere Saisonverlauf hart umkämpft sein wird - auch Renault zählt zu den Anwärtern

(Motorsport-Total.com) - Michael Schumachers Sieg in Kanada markierte den 60. Erfolg des Ferrari-Teams unter der Führung von Jean Todt. Doch auch wenn der Kerpener in Montreal die Führung in der Weltmeisterschaft übernehmen konnte, so wird auch die zweite Saisonhälfte hart umkämpft sein.

Jean Todt

Für Ferrari-Teamchef Jean Todt ist der Kampf keineswegs entschieden

Vor dem Kanada-Wochenende war der Franzose jedoch ängstlich, "aber ich bin immer besorgt", erklärte er. "Ich dachte dennoch, dass wir hier stark sein werden." Doch nach dem Rennen kam die Erkenntnis, dass der Wettbewerb in der Formel 1 enger geworden ist. "Sie alle waren stark, auch McLaren. Es gibt vier starke Teams."

Der Kanada-Sieg war einer Wiedergutmachung

"Es war ein klein wenig eine Wiedergutmachung für die Rennen in Australien und Monaco, bei denen wir nicht favorisiert waren und auch nicht gewannen", so Todt weiter. "Aber diesmal lag Michael vorne und blieb es auch. Viele der diesjährigen Rennen sind sehr eng. Es ist wichtig, an der Spitze zu liegen, um sich dem Rhythmus der Konkurrenten anzupassen."

"Es war sehr wichtig, es auf diesem Kurs zu schaffen, der sehr schwierig und fordernd ist ? speziell für die Bremsen. Michael fuhr ein großartiges Rennen und hat die Konkurrenten auf taktische Art und Weise zurückgelassen", so der Franzose, der einen "Sieg zu schätzen" weiß. "Wenn man von hinten nach vorne fährt, dann zählt er noch mehr. Dass heißt aber nicht, dass die Siege, die wir mit großem Vorsprung einfuhren, an Wert verlieren würden."

Auch Jean Todt ist sich der Problematik des neuen Punktesystems bewusst, kritisierte es aber nicht weiter. "Es ist wahr, dass es für Michael etwas seltsam ist. Er ist der einzige Fahrer, der mehr als ein Rennen gewonnen hat und führt dennoch nur mit drei Punkten Vorsprung auf Kimi Räikkönen. Das zeigt nur, dass man mit dem neuen Punktesystem gewinnen muss."

An der Spitze kämpfen nunmehr vier Teams um die Siege

Dennoch spiegelt der Weltmeisterschaftsstand die Ausgeglichenheit der Saison wieder. "Im letzten Jahr war Bridgestone bei weitem der beste Reifenhersteller. Der direkte Mitbewerber hat in diesem Jahr jedoch aufgeschlossen. Dass Renault in die Riege der Top-Teams vorgestoßen ist bedeutet, dass es nun einen Kampf zwischen vier Teams gibt."

"Man könnte sagen, dass Williams in den letzten beiden Rennen aufgeholt hat", erklärte der Franzose, "aber wir wissen, dass es beim nächsten Rennen wieder anders aussehen kann. Bei jedem Rennen gibt es dennoch drei Anwärter auf den Sieg, und natürlich auch auf den Titel."

Dennoch verfalle man bei Ferrari "nicht in Panik", wie Todt klarstellte. Bridgestone "betriebt große Anstrengungen", und dieser Woche stehen Testfahrten in Silverstone auf dem Programm. "Es war der 60. Sieg seit ich bei Ferrari bin. Wir müssen versuchen die Situation zu verbessern, damit der 61. Sieg folgt."

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