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Kubica darf auf komplette Genesung hoffen

Robert Kubica konnte am Morgen nach der langen Operation sprechen und seine Finger bewegen - Ärzte rechnen mit zweiter Operation

(Motorsport-Total.com/SID) - Nachdem er heute Morgen kurz aus dem künstlichen Koma geweckt wurde, schläft Robert Kubica jetzt wieder - die Ärzte haben ihm Medikamente verabreicht, die den schwer verletzten Formel-1-Piloten mindestens für 24 Stunden in den Ruhezustand versetzen sollen. Doch die Anzeichen sind positiv, dass er sich von seinem Unfall erholen wird.

Robert Kubica

Robert Kubica schläft wieder, war heute Morgen aber schon einmal wach Zoom

Während der kurzen Wachphase im Santa-Corona-Krankenhaus in Pietra Ligure konnte sich Kubica sogar mit den Ärzten, seinen Angehörigen und seinem Manager Daniel Morelli unterhalten und seine Finger bewegen, was für den Rest des Heilungsprozesses als positives Zeichen gewertet wird. Zudem stellte Professor Mario Igor Rossello keinerlei Schwellung oder Infektion des rechten Unterarms fest. "Er ist wieder wach und ansprechbar, kann die Finger der rechten Hand ein bisschen bewegen und erinnert sich sehr genau an den Unfall", sagt Rossello.

Chefarzt: "Schwieriger Eingriff"

Es sei ein ausgesprochen schwieriger Eingriff gewesen, erklärt der Chefarzt des Krankenhauses in der Nähe von Genua: "Roberts Unterarm war an zwei Stellen aufgerissen, die Blutzirkulation unterbrochen, die rechte Hand fast abgestorben, Knochen und Sehnen waren erheblich zerstört." Zusätzlich haben man noch multiple Knochenbrüche am rechten Bein richten sowie eine gravierende innere Blutung stoppen müssen.

Am Ende der sehr gut verlaufenen und von zwei Ärzteteams durchgeführten OP sei die rechte Hand dann aber warm und durchblutet gewesen, bestätigt Rossello. Sein Kollege Francesco Lanza, leitender Orthopäde der Klinik, kündigt weitere Operationen am Ellbogen und an der Schulter an. Nicht ausgeschlossen sei außerdem ein erneuter Eingriff an der rechten Hand. Lebenswichtige Organe seien bei dem Unfall, an den sich Kubica sehr genau erinnern könne, nicht beschädigt worden, allerdings habe der Pole viel Blut verloren.


Fotos: Renault, Testfahrten in Valencia


Im Anschluss an die OP war Kubica während der Nacht zum Montag auf der Intensivstation der Klinik in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er mittlerweile wieder aufgeweckt wurde. "In spätestens einer Woche werden wir wissen, ob die OP wirklich ein Erfolg war und ob die Durchblutung des rechten Armes und der Hand stabil bleibt", so Rossello. "Aber selbst bei einem optimalen Heilungsprozess wird es mindestens ein Jahr dauern, bis er seine Hand wieder vollständig bewegen kann."

Erster Start in einem Skoda

"In spätestens einer Woche werden wir wissen, ob die OP wirklich ein Erfolg war." Mario Igor Rossello

Kubica hatte von Renault erstmals die Erlaubnis für einen Rallye-Start im Auto eines anderen Herstellers bekommen. Nach dem Unfall, bei dem er mit einem Skoda Fabia bei der Ronde di Andora von der Piste abkam und in der Gemeinde San Lorenzo in der Nähe von Genua gegen die Mauer einer kleinen Kirche prallte, wurde der Pole von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit und sofort per Hubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Beifahrer Jakub Gerber blieb unverletzt und kletterte sofort aus dem Wrack, durch das sich ein Teil einer Leitplanke gebohrt hatte.

Für Kubica, der nach seiner Bestzeit bei den ersten Testfahrten in Valencia als Geheimtipp für die kommende Formel-1-Saison galt und zuletzt immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht wurde, war es bereits der dritte schwere Unfall seines Lebens. 2007 beim Grand Prix in Montreal stockte den Zuschauern der Atem, als sein BMW-Sauber abhob und sich mehrfach überschlug. Der 26-Jährige überstand den schlimmen Crash aber nahezu unverletzt. Bei einem Unfall im Straßenverkehr 2003 erlitt er einen Armbruch.

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