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Keine Seifenblase: Haas zahlt 20-Millionen-Leistungsgarantie

Wie Gene Haas Bernie Ecclestones Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Formel-1-Projektes widerlegte und mit welchen Mitteln die FIA ein US-F1-Fiasko verhindert

(Motorsport-Total.com) - Das "Seifenblasen-Team" US F1 hat in der Formel 1 verbrannte Erde hinterlassen. Das bekam jetzt auch Gene Haas zu spüren. Der 61-jährige Kalifornier will ab 2016 mit einem aus Charlotte operierenden Team die Formel 1 erobern. Doch Zampano Bernie Ecclestone war gewarnt, als sich der IndyCar-Teammitbesitzer, dessen Unternehmen Haas Automation einer der größten Werkzeug-Maschinen-Hersteller in den USA ist, an einer Ausschreibung für den zwölften Teamplatz im Formel-1-Starterfeld beteiligte.

Gene Haas

Ecclestone umgestimmt: Gene Haas' Formel-1-Projekt wirkt glaubwürdig Zoom

Kein Wunder, denn mit US F1 hatte Peter Windsor vor einigen Jahren FIA und Formel 1 genarrt - sogar Fotos der Fabrik waren in Umlauf gebracht worden, wo die Fertigungsmaschinen nur für das Shooting ausgeliehen waren. Als die Sponsoren trotz der PR-Aktion nicht anbissen, platzte die Seifenblase.

Ecclestone anfangs skeptisch

Als sich Haas also im Januar dieses Jahres bei der FIA-Ausschreibung bewarb, zeigte sich Ecclestone skeptisch: "Sie sprechen bereits seit drei Jahren darüber - zwei oder drei Leute, die dort sind." Der 83-Jährige bezeichnete es als "höchst unwahrscheinlich", dass das Projekt zustande kommt.

Diese Meinung teilte er auch FIA-Boss Jean Todt mit. Um ein Fiasko wie mit US F1 zu verhindern, gab er dem Franzosen den Rat, die Ernsthaftigkeit des Projekts mit einer Leistungs-Bankgarantie zu überprüfen.

Diese sogenannte Performance-Garantie in Höhe von 20 Millionen Dollar (umgerechnet 15 Millionen Euro) müssen nun alle Neueinsteiger-Teams an die FIA zahlen. Das Geld wird refundiert, außer das Team scheitert über die gesamte Saison hinweg drei Mal, sich für das Rennen zu qualifizieren.

Haas zahlte Leistungsgarantie

"Ich habe Todt gesagt, dass er herausfinden muss, wie ernst sie es meinen - er soll Haas sagen, dass er eine Kaution hinterlegen soll", wird Ecclestone von 'Forbes' zitiert. Und siehe da - der US-Amerikaner handelte prompt. "Offenbar haben sie gezahlt", bestätigt der Formel-1-Boss.

Damit steht dem US-amerikanischen Formel-1-Team, das in den Anfangsjahren nur von Haas Automotive gesponsert werden soll und mit Ferrari bereits einen Antriebspartner hat, zumindest aus behördlicher Sicht nicht mehr viel im Wege. Die spannendste Frage ist aber, wie es Haas schaffen will, Formel-1-Spitzenpersonal an seinen Standort in den USA zu bringen, schließlich leidet sogar ein europäisches Topteam wie Ferrari darunter, seinen Sitz nicht in im Formel-1-Mutterland Großbritannien zu haben.

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