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Jenson Button im Monaco-Simulator: Zweimal Hafenbecken

Die Vorbereitung auf das kurze Formel-1-Comeback in Monaco 2017: Jenson Button muss im Fürstentum erst wieder den richtigen Weg finden

(Motorsport-Total.com) - Beim bevorstehenden Formel-1-Grand-Prix in Monaco muss McLaren-Honda auf Superstar Fernando Alonso verzichten. Der Spanier tritt am kommenden Wochenende beim berühmten Indy 500 an. Seinen Platz wird Jenson Button einnehmen, der die aktuelle Fahrzeug-Generation kaum kennt. Eine Testmöglichkeit nach dem Grand Prix in Bahrain ließ der Brite aus, er bereitete sich in den vergangenen Tagen im Simulator auf sein kurzes Comeback vor.

Jenson Button

Wird beim Grand Prix von Monaco im McLaren-Honda sitzen: Jenson Button Zoom

"Als ich in den Simulator stieg, hat mir das Gefühl vom Auto gar nicht gefallen", schildert Button, der am gestrigen Montag beim "World Fastest Gamer"-Wettbewerb im McLaren-Stammsitz in Woking zu Gast war. "Wir haben dann einige Änderungen am Set-up vorgenommen. Dann fühlte es sich deutlich besser an, außerdem passte es zu meinem Fahrstil. Mit den Updates war es toll zu fahren", erklärt der "Formel-1-Rentner", der jedoch nicht ohne Schwierigkeiten über die Monaco-Runden kam.

"Ich bin zweimal im Hafenbecken gelandet", lacht der erfahrene Ex-Weltmeister. "Hoffentlich passiert das nicht im echten Betrieb. Dort, wo es nach der ersten Kurve den Berg hoch geht, bin ich rechts in die Leitplanken eingeschlagen - und habe mich wirklich überschlagen. Ein Überschlag war mir bis dorthin noch nie im Simulator passiert. Zum Glück fühlt sich der Einschlag nicht so heftig an wie im richtigen Auto, aber ein paar Kräfte wirken auch dort."


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Button begegnet der Herausforderung seines Kurz-Comebacks mit großer Lockerheit. Ex-Kollege Mark Webber meinte gar, der Brite nehme den Einsatz nicht ernst. Möglicherweise hat das vergangene Rennen in Barcelona etwas an dieser Haltung geändert. "Es war toll zu sehen, welche Performance Fernando im Qualifying zeigen konnte. Platz sieben ist ein riesiger Schritt. Das Team ist erheblich vorangekommen. Ich kann nicht genau sagen, wie viele Abtriebspunkte wir gefunden haben, aber es sind einige."

"Für Monaco erwarten wir einen weiteren Schritt", stellt Button eine verbesserte Leistung von McLaren in Monte Carlo in Aussicht. "Wenn 'Fonzy' (Spitzname von Fernando Alonso; Anm. d. Red.) das Ding in Spanien auf Startplatz sieben stellen kann, dann sollten wir für Monaco wirklich ganz gut gerüstet sein", meint der 37-Jährige. Button hatte vor Beginn der Saison 2017 bei McLaren seinen Platz für Youngster Stoffel Vandoorne geräumt. Von einem endgültigen Karriereende war bislang nie die Rede.