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  • 31.03.2004 18:29

  • von Fabian Hust

Jaguar-Teamchef mit "40-jährigen" Klien zufrieden

Jaguar-Teamchef Purnell hält viel von Teamneuling Klien, der in dieser Woche schon in einem Powerboot Platz nahm

(Motorsport-Total.com) - Mit seinen 21 Jahren ist Christian Klien der jüngste Fahrer im diesjährigen Starterfeld. "Ich mag ihn sehr gern", so Jaguar-Teamchef Tony Purnell in einem Interview mit der 'motorsport aktuell'. "Seine ganze Einstellung innerhalb unseres Teams ist perfekt. Er ist gerade mal 21 Jahre alt, im Gespräch sehr enthusiastisch und gescheit, er hat die Reife eines 40-Jährigen. Und er weiß, dass alles außerhalb seines Jobs irrelevant ist."

Titel-Bild zur News: Christian Klien

Hatte in den letzten Tagen viel Spaß: Christian Klien

Vor allem die Fokussiertheit des Rennfahrers aus Hohenems hat es Purnell angetan: "Ihn beschäftigt nur eines - seine persönliche Leistung. Wenn er diese Einstellung behält, wird er Erfolg haben, denn er ist sehr talentiert. Wir erkennen an ihm Zeichen, die uns glauben lassen, dass er groß rauskommen wird."#w1#

Der Chef der 'Premier Performance Group', zu der neben 'Jaguar Racing' auch 'Cosworth Racing' und 'Pi Research' gehören, ist sich bewusst, welchem Druck der 1 Meter 65 kleine Rennfahrer an der Seite des etablierten Mark Webber ausgesetzt ist: "Mark Webber ist auf dem Höhepunkt seiner Form. Wäre ich an Christians Stelle, mir würde der Verstand schmelzen. Er ist voll auf seinen Job konzentriert, es gibt keine Klagen über ihn."

Christian Klien blieb nach dem Rennen in Malaysia noch eine Woche vor Ort, um seine Fitness zu trainieren. Zwei Mal am Tag schwitzte der Rennfahrer bei 35 Grad im Schatten: "Am härtesten war es, zum Tennisplatz zu joggen, dann zwei Stunden voll zu spielen und dann wieder zurückzulaufen. Eine nette Idee von Nick Harris...!", erzählt Klien auf seiner Internetseite. Nur einen Tag hatte der Rennfahrer wirklich frei und den nutzte er für einen Tauchgang am Korallenriff von Lagkawi.

Am Wochenende flog Klien nach Dubai, wo bis Dienstag verschiedene PR-Aktivitäten auf dem Programm standen. "Ich will mich weiterhin kontinuierlich steigern und in allen Bereichen verbessern. Ein Qualifying unter den Top 10 sollte möglich sein, auch nach den Leistungen in Sepang. Und dann ist im Rennen viel möglich!"

Bei einem PR-Termin stellte Christian Klien den Jaguar XJR vor, eine Luxuslimousine mit 400 PS, die der Österreicher im Drift präsentierte...Später durfte der Jaguar-Pilot ein 650 PS starkes Powerboot ausprobieren, das auf dem Wasser bis zu 250 Stundenkilometer schnell sein kann. Ungewöhnlich: Zum Fahren braucht man zwei Piloten, der eine steuert, der andere bedient die zwei Motoren an Bord. Der amtierende Weltmeister und Lokalmatador höchstpersönlich setzte sich mit dem Rennfahrer in das Powerboot. Immerhin wurde Tempo 170 gemessen!