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  • 24.06.2001 · 17:54

  • von Marcus Kollmann

Jaguar: Frustrierend aber dennoch ermutigend

Eddie Irvine und Pedro de la Rosa sahen als Siebter beziehungsweise Achter die Zielflagge auf dem Nürburgring

(Motorsport-Total.com) - Für das Jaguar-Team endete der Große Preis von Europa nach 67 Runden ohne Punkte. Während man auf der einen Seite ermutigt war, da man mit Eddie Irvine an siebter Stelle und Pedro de la Rosa an achter Position im Rennen konkurrenzfähig war, verspürte man zugleich etwas Frust, denn schließlich war man so knapp an einem weiteren WM-Punkt vorbeigeschrammt.

Eddie Irvine im Jaguar R2 in Aktion © Jaguar
Eddie Irvine verpasste im Rennen nur knapp die Punkte

Eddie Irvine, der als Zwölfter losgefahren war und mit Platz 7 im Rennen nur knapp einen Platz in den Punkterängen verpasste, sagte nach dem Rennen: "Ich hätte heute wirklich nicht noch besser fahren können. Das Endergebnis zeigt ganz klar, dass wir einfach in der Qualifikation besser arbeiten müssen. Das Auto fühlte sich heute gut an, aber wir müssen das Potenzial in der entscheidenden Qualifikation einfach ausschöpfen, denn nur so können wir im Rennen Punkte holen. Unsere Boxenstopp-Strategie war perfekt und die Michelin-Reifen haben ebenfalls sehr gut funktioniert. Ich hing eine Weile hinter Frentzen fest und wusste zunächst nicht, ob er mit viel Benzin an Bord unterwegs war oder nicht. Auf den Geraden habe ich immer ein wenig den Fuß vom Gas genommen, um ein wenig Sprit zu sparen, konnte ihm aber locker folgen. Langsam aber sicher beginnen wir die Früchte unserer harten Arbeit zu ernten, denn wir haben hier den Abstand zu unseren Konkurrenten weiter verringern können. Eine bessere Position in der Qualifikation, und ich hätte vermutlich mit Häkkinen kämpfen können. Durch die weiterlaufende Entwicklung bin ich aber zuversichtlich, dass wir schon bald noch stärker sein werden. Da Magny-Cours das nächste Rennen ist, könnten wir eventuell dort schon stärker sein."

Pedro de la Rosa sah als Achter die schwarz-weiß-karierte Flagge. Gestartet von Platz 16 bewies der Spanier wie Irvine, dass der R2 im Renntrim sehr gut funktioniert und man Fortschritte in der Konkurrenzfähigkeit gemacht hat: "Ich war mit meiner heutigen Leistung im Rennen sehr zufrieden. Vor allem den Zweikampf mit Villeneuve habe ich genossen. Natürlich müssen wir in der Qualifikation noch besser werden, sodass wir dann auch im Rennen weitere Punkte holen können. Im Warm Up gab es heute Morgen ein paar Probleme, sodass ich für das Rennen noch ein paar Veränderungen an der Abstimmung vornehmen musste. Im Rennen fuhr sich mein R2 dann aber einwandfrei. Mit ein wenig mehr Glück hätten Eddie und ich heute Punkte holen können. Aber in der Formel 1 ist ein jeder seines eigenen Glückes Schmied, sodass es jetzt an uns liegt das Gesamtpaket in einen wirklichen Herausforderer zu verwandeln."

Bobby Rahal, Teammanager: "Das war heute die beste Leistung unseres Teams in der gesamten bisherigen Saison. Monaco war durch Eddies dritten Platz ein ganz besonderes Rennen, aber dieses Wochenende haben wir bewiesen, dass wir in den letzten Wochen tatsächlich Fortschritte gemacht haben. Beide Fahrer fuhren ein sehr starkes Rennen. In der Qualifikation müssen wir uns aber noch verbessern, sodass Eddie und Pedro dadurch in die Lage kommen, im Rennen um Punkte kämpfen zu können. Aber nicht nur unsere Fahrer waren heute gut, sondern auch das Team und Michelins Reifen. Es ist ein wenig schade hier ohne Punkte abzureisen, aber wir werden schon bald welche holen, da bin ich mir sicher."