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Jaguar: Frustration über Qualifying-Ergebnis

Für die Jaguar-Piloten reichte es nur zu den Startplätzen 19 und 20 weswegen die Stimmung im Team gedrückt ist

(Motorsport-Total.com) - Obwohl der Regen heute die Jaguar Racing-Piloten genauso wie alle anderen Fahrer davon abhielt das volle Potenzial ihres Autos zu demonstrieren, zeigte sich das Team angesichts der hinlänglich bekannten Probleme mit dem R3 ein wenig frustriert aber zugleich auch nicht sonderlich überrascht über das heutige Abschneiden. Als Grund für Eddie Irvines und Pedro de la Rosas schlechte Rundenzeiten macht man ganz offen die schlechte Aerodynamik des Autos verantwortlich.

Eddie Irvine (Jaguar Racing)

Irvine hätte maximal eine halbe Sekunde schneller sein können

Eddie Irvine drehte seine schnellste Runde in 1:30.113 Minuten und wird morgen von Startposition 19 ins 58 Runden lange Rennen gehen. Der Nordire nahm den schlechten Start in die Saison gelassen und erklärte nach der Qualifikation kurz und knapp: "Wir hätten heute ein wenig weiter vorne stehen sollen - doch nicht viel weiter vorne. Ehrlich gesagt wussten wir ja von Anfang an über das Potenzial des Autos Bescheid. Heute hat sich bestätigt, dass wir noch einen gewaltigen Berg Arbeit vor uns haben, bevor wie die Leistungen erbringen können die man von uns erwartet. Während meines ersten und auch einzigen Versuchs hatte ich ein Problem mit der Bremsbalance. Diese hatte sich aus irgendeinem Grund mehr zum Heck hin verstellt. Ich hätte aber maximal nur eine halbe Sekunde schneller sein können, doch angesichts unserer Situation hätte das auch keinen großen Unterschied gemacht."

Pedro de la Rosa fuhr auf dem Albert Park in 1.30.192 Minuten seine beste Runde und war damit nur geringfügig langsamer als sein nordirischer Teamkollege. Nach der Qualifikation erklärte der Spanier, dass er sich eigentlich eine niedrigere Startposition als Platz 20 ausgerechnet hatte: "Während des Freien Trainings gab es Probleme mit der Lenkung an meinem Einsatzwagen. Aus diesen Grund entschied ich mich dann das T-Car in der Qualifikation zu benutzen. Auf meiner ersten fliegenden Runde war ich nicht sonderlich schnell unterwegs. Zwar hatte ich schon mit einer besseren Startposition gerechnet, doch eine spezielle Vorstellung hatte ich diesbezüglich nicht. Wir kennen unsere Probleme und können momentan nichts anderes tun als diese Situation zu akzeptieren. Morgen wird es für uns sehr hart werden."

Teamchef Niki Lauda machte keinen Hehl daraus, dass die Vorstellung des Teams enttäuschend war und erklärte noch einmal die Gründe für die mangelnde Konkurrenzfähigkeit: "Genau das hatte ich, bevor wir hier in Melbourne angekommen sind, erwartet. Bei den ersten Tests des Jaguar R3 in Barcelona hatten wir gleich einige mechanische Probleme identifiziert welche uns auch an diesem Wochenende ziemlich beschäftigen. Wir haben beispielsweise allein vier Wochen zur Behebung der Probleme mit der Aufhängung und anderer Hauptkomponenten des Autos benötigt. Das ist nicht die Art Arbeit die man über Nacht erledigen kann. Unser Hauptproblem vom ersten Tag an ist der Mangel an aerodynamischen Abtrieb gewesen. So lange wir die mechanische Seite des Autos jedoch nicht hinbekommen haben, so lange können wir auch keine Messungen zur Verbesserung des Aerodynamikpaketes vornehmen. Mit Hinsicht auf diese geschilderten Dinge haben wir seit dem ersten Tag nur wenig an der Aerodynamik des neuen Autos gearbeitet und sind seitdem konsequent mit einem Boliden gefahren dem der Abtrieb fehlt. Das ist die Erklärung für unsere Langsamkeit. Wir haben die mechanischen Probleme begonnen zu beheben und arbeiten nun daran die genauen Probleme mit der Aerodynamik herauszufinden. Unseren neuen Windkanal in Bicester können wir ab dem nächsten Monat nutzen und dann werden wir versuchen diese Probleme abzustellen."