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  • 27.07.2011 13:48

Jagd auf Vettel: Ferrari und McLaren verbrüdern sich

Weltmeister Sebastian Vettel will im letzten Rennen vor der Sommerpause nochmal ein Ausrufezeichen setzen - Konkurrenz macht sich wieder Hoffnung

(Motorsport-Total.com/SID) - Den Weltmeister in Sicherheit wiegen und sich gleichzeitig gegen ihn verbrüdern: Sebastian Vettels Verfolger wittern im Titelkampf der Formel 1 Morgenluft und greifen dabei tief in die Psycho-Trickkiste. Gemeinsam wollen sie beim Großen Preis von Ungarn in Budapest Jagd machen auf den Titelverteidiger und ihm im letzten Rennen vor der Sommerpause einen weiteren Denkzettel mit in den Urlaub geben.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel möchte am Hungaroring zurück auf einen Podestplatz Zoom

Dabei machen es sich die immer noch weit entfernten Rivalen offiziell in der Außenseiterrolle gemütlich. Red Bull sei ganz klar der Favorit in Ungarn sagt der aktuelle WM-Vierte Fernando Alonso, der den Titel natürlich mitnichten aufgegeben hat. Vettel habe nun einiges zu verlieren, meint der Spanier, "wir dagegen überhaupt nichts mehr. Deshalb können wir immer alles riskieren, im Quali, beim Start, beim Überholen, überall."

Dass aber eine Kampfansage nicht reicht, um Vettel nervös zu machen, ist auch Alonso klar. Deshalb verbrüdert er sich mit Jenson Button und Nürburgring-Sieger Lewis Hamilton im McLaren. "Wir brauchen eine eigene gute Leistung und starke McLaren. Ich bräuchte sechs oder sieben solcher Kollegen, die vor Vettel ins Ziel kommen", sagt Alonso.

Fernando Alonso

Rote Hoffnung: Fernando Alonso will Red Bull weiterhin attackieren Zoom

Hamilton wagt sich verbal dagegen trotz des Erfolgserlebnisses überhaupt nicht aus der Deckung. "Ich denke, das war ein Ausrutscher. Ich bin sicher, er wird zurückschlagen", sagt er nach Vettels viertem Platz in der Eifel und sprach erst gar nicht vom Titel. "Ich schaue nicht auf die Gesamtwertung. Aus heutiger Sicht ist der Titel schon vergeben. Wir sind etwas spät daran mit unseren Verbesserungen." Dass der extrem ehrgeizige und in diesem Jahr manchmal rücksichtslose Weltmeister von 2008 den Titelkampf wirklich schon aufgegeben hat, glaubt ihm aber niemand.

Vettel selbst ist Realist genug, um auf der Hut zu sein. Dass er ausgerechnet beim Heimrennen erstmals 2011 das Podium verpasst hatte, sei eine "herbe Enttäuschung" gewesen. Vor allem seine Feststellung, dass "wir nicht schnell genug waren", ist als klares Alarmsignal zu werten. "Wir werden weiter hart arbeiten und darauf achten, uns dort zu verbessern, wo wir noch nicht ganz perfekt waren", sagt der Hesse. Schon als er vor Wochen als klarer Dominator der Konkurrenz davoneilte, hatte Vettel intern stets Druck ausgeübt und ständige Verbesserungen des Autos gefordert.

¿pbvin|512|3919||0|1pb¿Teamchef Christian Horner schätzt diese kritische Heransgehenweise, mit der der 24-Jährige seinen Rennstall stets antreibt. Doch nicht nur deshalb macht er sich um eine erfolgreiche Titelverteidigung keine Sorgen. "Es ist auch für Sebastian unmöglich, jedes Rennen zu gewinnen. Aber er fährt konstant auf extrem hohem Niveau", sagt Horner in einem Interview mit der 'Sport Bild'.

"Sebastian ist ein größerer Racer als jeder andere hier im Feld. Sebastian hat alle Pole Positions, Siege und seinen Titel absolut zu Recht geholt und mehr als verdient", so Horner. Die Vertragsverlängerung von Teamkollege Mark Webber, mit 77 Punkten Rückstand auf Vettel derzeit WM-Zweiter, ist für Horner indes "nur noch eine Formalität. Ehrlich gesagt: Ich persönlich habe ein Problem damit, irgendeinen anderen Piloten in unserem Auto zu sehen oder Mark Webber in einem anderen Team".

Mehr Sorgen um seinen Job muss sich offenbar Nick Heidfeld machen, der bei Renault immer mehr in der Kritik steht. Ein besonderes Rennen wird Ungarn auch für Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der sein 100. WM-Rennen bestreitet, und Button, der zum 200. Mal bei einem Grand Prix an den Start geht.

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