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  • 08.07.2011 · 22:05

  • von Roman Wittemeier

HRT: Viel Lob für Rookie Ricciardo

Daniel Ricciardo tastete sich im Regen langsam an die Grenzen, Vitantonio Liuzzi wollte am Nachmittag gar nicht auf die Strecke fahren

(Motorsport-Total.com) - Bei HRT hat sich bezüglich der Platzierungen nichts geändert, die Aufmerksamkeit zieht man aber dennoch auf sich. Im spanischen Team absolviert Red-Bull-Youngster Daniel Ricciardo an diesem Wochenende seinen ersten Grand Prix. Entsprechend standen der Australier und sein Team im Fokus. Am Freitag in Silverstone konnte man allerdings keinerlei Hinweise auf die Fahrerperformance bekommen.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo absolvierte seinen ersten Tag im Auto von HRT

"Ein typisch britischer Tag. Niemand hat wertvolle Erkenntnisse gewinnen können. Also hoffen wir auf den morgigen Tag", sagt Teamchef Colin Kolles. "Wir wollten Daniel ein paar Runden mehr ermöglichen, damit er sich ans Auto gewöhnen kann. Die Ergebnisse sind komplett irrelevant. Es muss trocken sein um zu erkennen, was passieren wird. Vorhersagen sind derzeit nicht möglich."

"Daniel hat in den wenigen Runden, die er absolvieren konnte, einen guten Job gemacht", lobt Kolles den Neuling, der den Platz von Narain Karthikeyan übernehmen durfte. "Im zweiten Training war er schneller als Tonio, auch wenn das nicht repräsentativ ist. Er hat es gut gemacht, hat sich nicht gedreht, wurde von Runde zu Runde schneller - sehr professionell."

"Mein erster Tag ist absolviert, ich bin froh und glücklich damit", fasst Ricciardo zusammen. "Das schlechte Wetter war schade, es hätte für mich und alle anderen Fahrer angenehmer sein können, aber wenigstens konnte ich ein paar Runden fahren. Ich konnte mich mit dem Auto vertraut machen. Jetzt hoffe ich, dass es morgen trocken bleibt, damit ich gut trainieren und mich auf das Qualifying vorbereiten kann."


Fotos: HRT, Großer Preis von Großbritannien


"Wir konnten aufgrund des Wetters nicht so viel ausprobieren wie wir eigentlich wollten", sagt Liuzzi. "Alles war schwierig einzuschätzen, weil sich die Bedingungen alle zehn Minuten veränderten. Am Morgen ging es noch. Dort habe ich ein paar Runs auf Intermediates absolviert, um neue Entwicklungen zu testen. Wir erlangten recht gute Erkenntnisse. Das Problem aber war, dass sich die Strecke immer wieder veränderte."

"Am Nachmittag habe ich nur ein paar Intermediates angefahren. Es waren nur sechs Runden, die ich eigentlich gar nicht fahren wollte", berichtet der Italiener. "Am Vormittag war alles okay. Morgen soll es trocken sein, also beginnt das Grand-Prix-Wochenende in Großbritannien eigentlich erst dann so richtig."