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Heftiger Unfall: Roberto Merhi von Rennevent ausgeschlossen

Weil er mit einer unüberlegten Aktion einen heftigen Unfall verursachte, wurde Roberto Merhi mit einem Rennausschluss bestraft: Der hält das für überzogen

(Motorsport-Total.com) - Im unterlegenen Manor-Marussia ist es für Roberto Merhi schwer, wirklich aufzufallen, doch in der Formel Renault 3.5 hat der Spanier heute unfreiwillig für viel Aufsehen gesorgt - allerdings mit einer denkbar blödsinnigen Situation: Nach dem ersten Rennen der Renault-World-Serie am Red-Bull-Ring rollte er einfach kurz nach der Ziellinie plötzlich im Schneckentempo vor sich hin, als der sich noch im Renntempo befindende Nicholas Latifi nicht mehr ausweichen konnte und Merhi ins Heck knallte.

Titel-Bild zur News: Roberto Merhi

Roberto Merhi hat Mist gebaut, zeigt sich im Anschluss aber uneinsichtig Zoom

Der Arden von Latifi stieg auf und überschlug sich, bevor er auf der anderen Seite der Strecke zum Stehen kam. Glücklicherweise wurde keiner der beiden Piloten ernsthaft verletzt, doch die Rennleitung griff hart durch und schloss Merhi für seine gefährliche Aktion von beiden Rennen in Spielberg aus. Damit verliert der Spanier seinen vierten Platz aus Rennen eins und darf im zweiten Lauf nicht aus der ersten Startreihe mitwirken.

Merhi selbst findet die Bestrafung mehr als hart: "Zuerst möchte sich sagen, dass ich froh bin, dass Latifi in Ordnung ist", denkt er zwar zuerst an seinen Konkurrenten, geht dann aber mit den Stewards ins Gericht: "Ich möchte die überzogene Strafe anprangern, die mich davon abhält, im zweiten Rennen um den Sieg zu kämpfen", erklärt er in einem Statement.


Roberto Merhis WSbR-Unfall am Red-Bull-Ring

Der Pons-Pilot sieht keine Nachlässigkeit auf seiner Seite, die einen Ausschluss vom Wochenende rechtfertigen würde. "Es war reiner Zufall und eine wirklich unglückliche Verkettung der Umstände", so Merhi, der sich rechtfertigt, dass die anderen Piloten noch weit hinter ihm waren, als er langsam fuhr. Allerdings prasselte auf den Formel-1-Piloten auch wegen einiger anderer Manöver noch Kritik aus dem Fahrerlager ein.