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Hartley: "Ich kann es kaum erwarten"

Mit Brendon Hartley steigt in der kommenden Woche nach langer Zeit mal wieder ein Neuseeländer in ein Formel-1-Cockpit - Nicht als Ersatzmann für Mark Webber

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 war es Scott Dixon, der bei einem Williams-Test 2005 letztmals die neuseeländische Flagge in der Königsklasse wehen ließ. Der letzte Grand-Prix-Teilnehmer aus dem Land der Kiwis war Mike Thackwell vor sage und schreibe 24 Jahren, als er 1984 am Rennen in Kanada teilnahm. Nun schnuppert mit Youngster Brendon Hartley in der kommenden Woche erneut ein Neuseeländer offizielle Formel-1-Luft. Der 19-Jährige wird bei den Jerez-Tests für Red Bull fahren.

Brendon Hartley

Das junge Talent Brendon Hartley wird von Red Bull konsequent gefördert

"Ich kann es kaum noch erwarten", sagte der bisherige Formel-3-Pilot angesichts seiner bevorstehenden Aufgabe. "Das wird ein ganz besonderer Moment für mich. Darauf habe ich immer hingearbeitet. Das kann man gar nicht in Worte fassen", sagte Hartley, der bereits bei inoffiziellen Fahrten am Steuer eines Formel-1-Boliden gesessen hat. Anfang des Jahres durfte er einen kurzen Shakedown für Toro Rosso in Italien fahren, im Oktober drehte er wenige Runden als Shakedown für Red Bull in Silverstone.#w1#

"Jetzt werde ich das Auto erstmals gegen die Uhr um den Kurs bewegen und ich muss es am Limit bewegen. Das macht schon einen großen Unterschied", sagte der Red-Bull-Junior. Hartley erklärte, dass er keineswegs als Ersatzmann für den verletzten Mark Webber aufgeboten werde. "Ich bekam den Anruf bevor Mark sich verletzt hat. Man fragte mich, was ich am 15. Dezember vorhabe. Ich sagte: 'Da fahre ich einen Formel-3-Test'. Man sagte mir, dass ich das nicht tun würde, sondern stattdessen im Formel-1-Wagen fahren dürfte."

Er sei in diesem Moment regelrecht geschockt und überwältigt gewesen, erinnerte sich der 19-Jährige. "Ich habe nicht viele Fragen gestellt. Das Gespräch war wirklich nur ganz kurz." Hartley hat sich bereits frühzeitig einen Sitz anpassen lassen, bekam von den Ingenieuren viele Hinweise und Daten. "Ich habe mich bei der Fahrt im Toro Rosso wohlgefühlt, aber dieses Mal wird es anders sein. Ich habe hohe Erwartungen an mich selbst. Ich kann aber ehrlich gesagt noch nicht richtig einschätzen, was mich erwartet."