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Hamilton: Wolff und Mercedes unter "enormem Druck", 2024 abzuliefern

Nach zwei schwierigen Saisons sieht Lewis Hamilton endlich einen "Fixstern" in der Entwicklung bei Mercedes - Fehler dürfe sich das Team jetzt nicht mehr erlauben

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton sieht das Mercedes-Team nach einer sieglosen Formel-1-Saison vor einem entscheidenden Winter, um sicherzustellen, dass das Auto für 2024 konkurrenzfähig ist. "Nicht nur Toto (Wolff; Anm. d. R.), sondern wir alle weltweit, jeder in der Fabrik steht unter enormem Druck", sagt der Brite.

Titel-Bild zur News: Lewis Hamilton

Hamilton mahnt: Für Mercedes gibt es nach zwei miesen Jahren keine Ausreden mehr Zoom

Das in Brackley ansässige Team setzt auf ein völlig neues Fahrzeugkonzept für seinen Herausforderer 2024. Dabei gebe es wenig Spielraum für Fehler, wenn Mercedes nicht zum dritten Mal in der Bodeneffekt-Ära scheitern will, warnt Hamilton.

Das erhöhe die Anforderungen an das Team und seinen Chef. "Letztendlich muss man als Chef wie Toto anfangen, sich mehr auf die Leute zu stützen, statt sich von ihnen zurückzuziehen. Und wie man das macht, ist nicht einfach, denn ab einem bestimmten Punkt brechen die Leute zusammen", sagt der Mercedes-Pilot.

Er grübelt: "Wie macht man das auf konstruktive Art und Weise, sodass man sie zum Weitermachen anspornt? Was mich betrifft, so hoffe ich, dass einige der Rennergebnisse und Erfolge, die ich einfahren konnte, die Jungs inspirieren: 'Oh, wir haben es fast geschafft.' Und das sickert dann durch das ganze System."

Hamilton: Es gab keine klare Entwicklungsrichtung

Hamilton räumt ein, dass Mercedes in den vergangenen beiden Saisons Schwierigkeiten hatte, mit seinem Auto eine Richtung zu finden. Es fehlte eine klare Entwicklungsrichtung.

"Wir hatten zu Beginn des Jahres nicht unbedingt einen Fixstern, um genau zu wissen, worauf wir hinarbeiten müssen", sagt der siebenfache Formel-1-Champion. "Es war eine Art Zickzack-Kurs, um dorthin zu kommen, wo wir sein müssen."

"Hin und wieder passiert etwas Positives, und man denkt: 'Okay, das ist es.' Und dann verschiebt es sich wieder, sodass sich auch der Zieleinlauf immer wieder verschiebt."


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Nach den diesjährigen Änderungen in der Infrastruktur, zu denen auch die Rückkehr von James Allison als technischer Direktor und ein Wechsel des Fahrzeugkonzepts gehörten, ist Hamilton nun weitaus zuversichtlicher. "Ja, ich glaube, wir haben jetzt einen Fixstern, den wir seit zwei Jahren nicht mehr hatten", sagt er.

"Aber der Weg dorthin ist immer noch nicht geradlinig", ergänzt der Brite und erklärt: "Es gab einfach bestimmte Dinge, Entscheidungen, die getroffen wurden, die dich am Ende einer Straße blockiert haben, und du kannst nicht wirklich etwas tun, wegen der Kostenobergrenze und all diesen verschiedenen Umständen."

Mercedes musste Mauer niederreißen statt aufbauen

In dem Zusammenhang zieht Hamilton den Vergleich zu Red Bull. "Sie haben einen erstaunlichen Job gemacht", goutiert der Mercedes-Pilot. "Vergangenes Jahr in Bahrain hatten sie ein Problem mit dem Bouncing und haben es in einer Woche behoben."


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"Es ist wie der Bau einer Mauer. Ein Stein kommt auf den anderen, Stein auf Stein auf Stein. Nur Entwicklung, Entwicklung, Entwicklung. Vielleicht fügten sie etwas hinzu, das nicht unbedingt die Performance erhöhte, aber sie bauten immer weiter."

"In unserem Fall mussten wir die Mauer niederreißen", hält Hamilton fest. "Wir hatten im Vorjahr eine Menge Aerodynamik am ersten Auto, aber wir mussten im Grunde genommen eine Tonne Abtrieb abbauen und dann langsam versuchen, ihn hinzuzufügen. Doch jedes Mal, wenn wir es versuchten, war es schlimmer."

"Wir haben uns lange, lange Zeit nicht verbessert. Während sie (Red Bull) also kontinuierlich Fortschritte machen, treten wir auf der Stelle oder es geht nur langsam aufwärts."

"Das erklärt die Lücke. Wir sind einfach auf sehr unterschiedlichen Bahnen unterwegs. Aber ich denke, wir verstehen das Auto jetzt viel besser. Wir haben im Hintergrund großartige Werkzeuge entwickelt. Deshalb bin ich natürlich hoffnungsvoll."

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