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  • 06.10.2007 · 14:51

Hamilton: "Natürlich will ich dieses Rennen gewinnen!"

Der WM-Führende in der Pressekonferenz ausführlich über das Qualifying, den Druck, der auf seinen Schultern lastet, und die Aussicht auf das Rennen

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Erzähle uns etwas über die Emotionen, mit denen du es zu tun bekommen hast, die Höhen und Tiefen, die du bisher erlebt hast!"
Lewis Hamilton: "An diesem Wochenende? Es war ein wenig wie eine Achterbahn. Für mich war es eine ziemlich emotionale Zeit."

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton wird sich im Rennen am Sonntag nicht zurücklehnen

"Ich kam nach einem großartigen Wochenende in Fuji hier an, kam hier gut gelaunt und früh an und erfuhr, dass sie die Art und Weise, wie ich mich hinter dem Safety Car in Japan verhalten habe, untersuchen werden."#w1#

"Ich dachte sofort, dass ich eine Strafe erhalten werde." Lewis Hamilton

"Ich dachte sofort, dass ich eine Strafe erhalten werde. Aber ich bin dankbar, dass ich keine bekommen habe, mit der Unterstützung des Teams haben wir das durchgezogen."

"Der gestrige Tag war mit dem Training hart, da ich dies im Hinterkopf hatte. Es fällt nicht leicht, das zu vergessen, wenn du nicht weißt, ob dir Punkte oder dein Sieg weggenommen werden. Ich denke jedoch, dass es eine gute Entscheidung von der FIA war."

"Als wir dann hier heute Morgen ankamen, da hatte ich wirklich noch nicht die Geschwindigkeit der beiden Ferrari-Piloten und den Speed von Fernando. Aber ich tastete mich einfach heran und bin begeistert, die Pole Position erreicht zu haben."

"Als ich in das Qualifying ging, da dachte ich nicht, dass ich die Geschwindigkeit von Fernando habe." Lewis Hamilton

"Denn als ich in das Qualifying ging, da dachte ich nicht, dass ich die Geschwindigkeit von Fernando habe. Ich wusste, dass ich vielleicht in der Lage sein könnte, es zu schaffen, wenn ich einfach daran arbeite und es nicht übertreibe. Das habe ich getan und ich bin aus diesem Grund wirklich glücklich."

Frage: "Wie du schon gesagt hast, die meisten Vorhersagen schienen davon auszugehen, dass Ferrari einen Vorteil haben würde, aber nun stehst du auf der Pole. Was ist damit und mit der Strategie, die härteren der beiden Bridgestone-Reifen auf dem ersten deiner beiden Versuche zu verwenden?"
Hamilton: "Ich war ziemlich zuversichtlich, dass wir die Geschwindigkeit der beiden Ferrari haben, auf einer Runde sowieso, selbst wenn sie generell konstant waren und meiner Meinung nach mit den Reifen etwas besser umgehen als wir."

"Ich musste wirklich schauen, welcher Reifen der Beste war, der Option oder der härtere. Aus diesem Grund fuhr ich den ersten Versuch auf dem Härteren und ging dann das Risiko ein und wechselte für den letzten Versuch auf den Weicheren."

Frage: "Du warst der Erste, der an die Box kam. Hast du dir damit ein Polster verschafft, um in der Lage zu sein, den weichen Reifen aufzuwärmen?"
Hamilton: "Ja, dies verschaffte mir etwas Raum zum Atmen. Ich konnte dadurch auch den Reifen etwas besser nutzen."

Frage: "Man muss dir wohl nicht sagen, dass es morgen ein besonderer Tag werden könnte. Wie wirst du dich darauf vorbereiten? Es könnte zudem ein Regenrennen werden..."
Hamilton: "Ich mache mir keine besonderen Sorgen darüber, ob es nass oder trocken sein wird. Die Erfahrung in Fuji hat mir im Nassen Zuversicht verliehen."

"Es wird aus schwierig werden, egal wie." Lewis Hamilton

"Ich war hier zuvor noch nicht gewesen, es wird aus diesem Grund schwierig werden, egal wie. Ich befinde mich jedoch am Start in der besten Position und fühle mich sehr optimistisch. Ich habe ein gutes Auto, ich weiß, dass das Team gute Arbeit leisten wird."

"Meine Art und Weise, das morgige Rennen anzugehen, wird dieselbe sein wie bei jedem Rennen. Ich möchte gewinnen, einen guten Job für das Team leisten und wenn ich dies tue, dann könnte es für uns ein guter Tag werden. Also, Daumen drücken!"

Frage: "Es sieht danach aus, als würdest du diese Pole genießen?"
Hamilton: "Ich genieße es immer, um die Pole Position zu kämpfen. Selbst das Qualifying an sich genieße ich. Wenn du die Pole nicht erhältst, dann ist es dennoch intensiv und verleiht dir einen Rausch. Es ist keine einfache Angelegenheit, wenn du weißt, dass du auf den Reifen nur eine Möglichkeit hast."

"Und es ist ein Unterschied zwischen der Pole Position und dem fünften Rang oder welcher Position auch immer. Aber das Team leistete sehr gute Arbeit. Wir veränderten unsere Strategie ein wenig, um mich früher auf die Strecke zu bringen. Ich bin sehr zufrieden."

Frage: "Welche strategische Überlegung stand dahinter, nur einen Satz weicher Reifen zu verwenden?"
Hamilton: "Ich war mir nicht sicher, welcher der Beste war. Normalerweise ist der Weiche der Beste, aber ich kämpfte damit, mit dem Reifen umzugehen und ihn auch nur für eine Runde am Leben zu erhalten."

"Im ersten Qualifying-Teil verwendete ich den harten Reifen und im zweiten Teil den weichen, und ich war mir immer noch unsicher, welcher der bessere war. Im dritten Qualifying-Teil fuhren wir aus diesem Grund den ersten Versuch mit dem harten Reifen."

"Ich musste es aus diesem Grund tun." Lewis Hamilton

"Dann sagte ich, lasst es uns versuchen, und ich wechselte auf den weichen Reifen und riskierte es. Auch die Ferrari waren auf dem weicheren Reifen, der zu funktionieren schien. Ich musste es aus diesem Grund tun."

Frage: "Wir erwarten für morgen schlechtes Wetter. Wie sehr hat dies auf die Strategie für das Qualifying oder sogar auf das Setup abgefärbt?"
Hamilton: "Nun, es gibt morgen eine 70- bis 80-prozentige Chance auf Regen. Das Wetter sah heute ziemlich gut aus, auch wenn der Wind etwas auffrischte. Man weiß nie, was hier passieren wird."

"Es hat hier im vergangenen Jahr geregnet, aber wir konnten nicht in das Qualifying gehen und sagen, lasst uns das Auto auf die Nässe abstimmen. Wir mussten einfach die bestmögliche Arbeit leisten."

"Sollte es regnen, wird morgen jeder im selben Boot sitzen. In Bezug auf die Strategie hielten wir an dem fest, auf das wir sowieso setzen wollten. Ich denke, dass wir uns in einer guten Position befinden."

Frage: "Und in Bezug auf die Meisterschaft? Die Pole Position könnte ja nicht besser sein?"
Hamilton: "Absolut. Es ist der Ort, an dem ich sein muss, und natürlich kam ich hier am Freitag zum Wochenende und war über meine erste Runde gestern sehr glücklich, immerhin war es für mich das erste Mal hier. Ich war den Großteil der Strecke nur im Dunklen abgelaufen."

"Aber ich schaffte es, zu Beginn eine ganz gute Zeit zu fahren. Es war nicht einfach, mich weiter zu verbessern, und ich denke, dass die erfahreneren Jungs einen leichten Vorteil hatten."

"Es ist kein einfacher Kurs, ich habe mich aus diesem Grund einfach herangetastet und herangetastet. Nachdem ich auf dem dritten Rang lag, hatte ich immer noch nicht jenes Tempo, das ich haben wollte. Und im Qualifying schaffte ich es, den Großteil davon zu finden."

Frage: "Du warst den Großteil der Einheiten über Vierter - gab es Probleme mit dem Setup?"
Hamilton: "Nun, wie du weißt, geht man mit einem Setup in das Qualifying und kann es nicht verändern. Das Einzige, was man tun kann, ist etwas weniger oder mehr Frontflügel einzustellen."

"Ich war über meine Balance wirklich glücklich. Das Auto war in Ordnung, ich musste meinen Fahrstil nur auf bestimmten Gebieten anpassen und man hat so wenig Zeit, um dies zu tun. Man attackiert eine Runde und man plant etwas zu tun und man könnte es dabei in der Kurve übertreiben oder was auch immer."

"Ich versuchte meinem Fahrstil aus diesem Grund Stück für Stück zu verbessern. Ich wollte eine bessere Zeit fahren und ich denke, dass auf dieser Runde das Auto ziemlich gut war, es eine sehr saubere Runde war und der Rhythmus wirklich gepasst hat."

Frage: "Du hast gesagt, dass der Wind im Vergleich zum Vortag deutlich zugelegt hat. Wie hat dies das Fahren beeinflusst?"
Hamilton: "Bei mir nicht sehr stark. Wir hatten bei der Zufahrt auf Kurve eins Rückenwind und aus diesem Grund etwas mehr Untersteuern als vielleicht heute Morgen oder gestern."

"Aber abgesehen davon schien es durch die Kurven sieben und acht geholfen zu haben. Es hat aus diesem Grund nicht wirklich geschadet oder die Runde schwieriger gestaltet."

Frage: "Gibt es auf der Gerade Seitenwind?"
Hamilton: "Ich habe keinen Seitenwind bemerkt."

"Ich denke, dass es gut wäre, ein trockenes Rennen zu haben." Lewis Hamilton

Frage: "Du hast schon chaotische Rennen in Kanada und Japan gewonnen - hoffst du aus diesem Grund, dass es morgen regnen wird?"
Hamilton: "Nein, nicht wirklich. Ich denke, dass es gut wäre, ein trockenes Rennen zu haben. Wir haben es im vergangenen Rennen mit feuchten Bedingungen zu tun bekommen, und es ist für alle schwierig."

"Es wäre einfach anders - ich würde nicht sagen leichter. Es ist aus diesem Grund ein cooles Rennen, wenn du... Es geht vielleicht etwas enger zu, wenn es trocken ist, und man hat nicht die ganze Gischt. Es ist aus diesem Grund nicht so schwierig, den anderen zu folgen."

"Ich mache mir aus diesem Grund keine Sorgen. Egal wie, wir haben ein gutes Auto im Trockenen und im Nassen. Und wie man anhand des vergangenen Wochenendes sehen konnte, ist das Auto im Nassen sehr gut. Wenn es also regnet, dann werde ich genauso glücklich sein wie wenn es trocken ist."

Frage: "Hoffst du, dass der Taifun kommt und das Rennen abgesagt wird?"
Hamilton: "Nein. Weißt du was? Ich bin wirklich überrascht, dass du (Heikki Kulta; Anm. d. Red.) mir diese Frage stellst, denn die ganze Saison über hast du mir keine Frage gestellt. Wann auch immer du das Mikrophon erhältst, weiß ich, dass die Frage an Kimi gehen wird."

"Nein, ich denke nein. Ich möchte das Rennen einfach fahren. Ich werde nicht in den morgigen Tag gehen und denken, hey, dies ist die Meisterschaft. Es sind noch zwei Rennen zu fahren und dies ist die Art und Weise, wie man sich das anschauen muss."

"Ich werde morgen versuchen, die bestmögliche Arbeit zu leisten, in den Punkten ins Ziel kommen und dann werden wir sehen, was danach passiert."

"Ich möchte das Rennen fahren." Lewis Hamilton

"Aber ich möchte das Rennen fahren. Ich hasse es, wenn man sich vorbereitet und das Rennen gestoppt wird oder man in der ersten Runde ausfällt. Ich liebe es, einen richtigen Kampf und eine Herausforderung zu haben."

Frage: "Ist es für dich nun klar, wie die Regeln für das Fahren hinter dem Safety Car aussehen, wie man sich hinter dem Safety Car zu verhalten hat?"
Hamilton: "Ich denke nicht, dass es jemals so klar war. Meiner Meinung nach ist es nun klarer, wir verstehen es nun etwas besser. Ich habe meine Hand nach dem gestrigen Tag erhoben und vielleicht habe ich während des Safety Cars im Nassen nicht die beste Arbeit geleistet."

"Es war jedoch meine erste Erfahrung in nassen Bedingungen hinter dem Safety Car. Es war für alle schwierig, die Sicht war das größte Problem. Ich denke jedoch, dass wir zumindest eine bessere Vorstellung haben. Wenn ich erneut unter diesen Bedingungen hinter dem Safety Car führe, dann würde ich alles geben, um einen besseren Job zu erledigen."

"Ich bin nicht der Typ Mensch, der immer an das Schlimmste denkt." Lewis Hamilton

Frage: "Gab es gestern Abend irgendeinen Moment, an dem du zur Rennleitung gesprochen hast, dass du fürchtest, eine Strafe zu erhalten?"
Hamilton: "Nun, ich bin nicht der Typ Mensch, der immer an das Schlimmste denkt, wenn ich davon erfahre, dass sie mich sehen wollen. So ist lediglich mein Vater. Er denkt an die schlimmsten Dinge, die passieren können, und denkt, dass dies dir passieren wird dass sie mich rufen werden und ich einfach sofort die Tatsache akzeptiere, dass ich höchstwahrscheinlich eine Strafe für dieses und jenes erhalten werde. Ich weiß es nicht."

"Als ich dorthin ging, legte ich ihnen natürlich meine Ansichten dar, und sie hörten sich die anderen Fahrer an und kamen dann zu ihrer Entscheidung. Für mich war es natürlich die beste Entscheidung. Ich denke, dass sie richtig war, und ich war aus diesem Grund ziemlich glücklich und vergangene Nacht ziemlich erleichtert."

"Ich war in der Lage, die gewaltige Last loszuwerden, die auf meinen Schultern lastete. Es lastet ja schon eine große Last auf meinen Schultern dadurch, dass ich die Weltmeisterschaft anführe. Aber diese ganzen zusätzlichen Belastungen, die waren wirklich nicht notwendig."

Frage: "Es wäre für dich morgen der perfekte Weg, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, indem du das Rennen gewinnst. Wirst du versuchen, das Rennen zu gewinnen, oder wirst du es angesichts der Tatsache, dass du auch mit deinem Vorteil arbeiten kannst, etwas konservativer angehen?"
Hamilton: "Ich werde versuchen, das Rennen zu gewinnen. Wenn ich Golf spiele und im Gestrüpp stecke, dann spiele ich nicht auf Sicherheit. So ist das morgen ebenfalls. Ich werde dort draußen nicht die Leute passieren lassen."

"Ich werde versuchen, das Rennen zu gewinnen. Aber natürlich werde ich vernünftig sein. Das Wichtigste ist, das Rennen zu beenden, die bestmögliche Arbeit zu erledigen."

Frage: "Denkst du, dass du Alonso ablösen kannst, dass du deine eigene Periode kreieren kannst?"
Hamilton: "Ich weiß es nicht. Darüber habe ich wirklich nicht nachgedacht. Es war jedoch eine phänomenale Saison und ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich kam in diese Saison einfach mit der Hoffnung, gute Arbeit zu leisten."

"Für mich - und ich denke auch für das gesamte Team und alle im Formel-1-Fahrerlager -, war es angesichts allem, was vor sich ging, eine unglaubliche Saison. Es wird großartig sein, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Falls nicht, dann gibt es immer noch eine weitere. Ich bin erst 22, ich werde also hoffentlich noch lange, lange Zeit hier sein."

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