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Hamilton durch Benzinaffäre doch noch Weltmeister?

Weil die Temperatur des Benzins bei zwei Teams außerhalb der Regeln war, könnte Lewis Hamilton doch noch zum Weltmeister gekrönt werden

(Motorsport-Total.com) - Riesenaufregung herrscht auch mehr als vier Stunden nach der Zieldurchfahrt beim Grand Prix von Brasilien im Fahrerlager von Interlagos: Gegen zwei Teams läuft nämlich eine offizielle Untersuchung, was zu entscheidenden Disqualifikationen führen könnte - und Lewis Hamilton nachträglich zum Weltmeister krönen würde!

Parc Fermé

Die Autos des BMW Sauber F1 Teams und von Williams im Parc Fermé der FIA Zoom

Worum geht es? Die Rennleitung entnimmt bei der technischen Abnahme nach jedem Grand Prix standardmäßig Benzinproben. Dabei geht es einerseits um die Legalität der chemischen Zusammensetzung, aber auch um die Temperatur, die laut Artikel 6.5.5. des Technischen Reglements der FIA nicht stärker als zehn Grad von der Außentemperatur abweichen darf. Genau das war aber beim BMW Sauber F1 Team und bei Williams der Fall.#w1#

FIA: Benzin war definitiv illegal

Jo Bauer, der Technische Delegierte der FIA, hat inzwischen ein Statement veröffentlicht, aus dem klar hervorgeht, dass das Benzin bei den erwähnten Fahrzeugen nicht den Vorschriften entsprochen hat. Die Abweichung über die Toleranz von zehn Grad hinaus betrug bei Nico Rosberg (4.), Robert Kubica (5.), Nick Heidfeld (6.) und Kazuki Nakajima (10.) zwischen zwei und vier Grad - diesen Piloten droht also eine nachträgliche Disqualifikation.

Verantwortliche des BMW Sauber F1 Teams und von Williams wurden zur Rennleitung zitiert, eine offizielle Entscheidung gibt es bisher aber nicht. Über die Gründe für die Abweichungen kann indes nur spekuliert werden; eine mögliche Erklärung wären die unerwartet hohen Außentemperaturen von bis zu 38 Grad während des Rennens, denn bei normalen Temperaturen im Bereich von 30 Grad wäre das Benzin ja im legalen Fenster gewesen.

Gascoyne fordert eine Disqualifikation

"Sie sollten von der Veranstaltung ausgeschlossen werden." Mike Gascoyne

Spyker-Technikchef Mike Gascoyne sagte dazu gegenüber unseren Kollegen von 'autosport.com': "Der Vorteil kann locker fünf bis zehn PS betragen. Das Auto produziert unter diesen Voraussetzungen im Rennen eine höhere Leistung. Wenn sie Benzin einfüllen, das unter dem Limit ist, stellt das einen illegalen Leistungsvorteil dar. Sie sollten von der Veranstaltung ausgeschlossen werden, daran besteht für mich gar kein Zweifel."

Die Auswirkungen einer etwaigen Disqualifikation der vier betroffenen Fahrzeuge wäre verheerend, weil Lewis Hamilton, der ursprünglich als Siebenter ins Ziel gekommen war, am Grünen Tisch den vierten Platz erben würde. Damit hätte er insgesamt 112 statt 109 Punkte - und wäre Formel-1-Weltmeister 2007! Nach allem, was in dieser Saison schon passiert ist, kommt dieses kontroverse Ende eigentlich nicht mehr überraschend...

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