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Härtestes Karrierejahr: Kwjat froh, wenn 2016 vorbei ist

Daniil Kwjat kam mit großen Plänen in die Saison und kann sich am Ende glücklich schätzen, 2017 noch fahren zu dürfen: Der Russe über seinen Überlebenskampf

(Motorsport-Total.com) - Das Jahr 2016 wird Daniil Wjatscheslawowitsch Kwjat wohl am liebsten ganz schnell aus seinem Gedächtnis löschen wollen: Mit großen Ambitionen in sein zweites Red-Bull-Jahr gestartet, erfolgte schon nach vier Rennen die Degradierung zu Toro Rosso. Dort ging er dann an der Seite von Carlos Sainz jun. in der restlichen Saison unter. Während das Formel-1-Fahrerlager bereits fest mit Pierre Gasly bei Toro Rosso rechnete, erhielt er trotzdem überraschend für 2017 einen neuen Vertrag in Faenza.

Daniil Kwjat © xpbimages.com
Daniil Kwjat erlebte eine ganz harte Formel-1-Saison 2016

Zwei Rennen muss er unter den aktuellen Voraussetzungen noch bestreiten. Kwjat gibt zu, dass er sich darauf freut, dass seine Schreckenssaison bald rum ist, die zu allem Überfluss die längste in der Geschichte der Formel-1-Weltmeisterschaft ist: "Ja, die war wirklich nicht leicht. Zu Beginn hatte ich große Pläne, am Ende ging es nur noch ums Überleben. Jetzt sieht es so aus, dass ich es geschafft habe, mich in eine Position zu bringen, nächstes Jahr in der Formel 1 zu sein. Aber ja, in dieser Saison ging es ums Überleben. Das hat mir gar nicht gefallen und das muss ich hoffentlich nie wieder erleben."

Für Red Bull war bereits lange klar, dass der Heißsporn Max Verstappen wesentlich besser zu vermarkten ist als der kühle Russe Kwjat, von dem die wenigsten Zuschauer wirklich wissen, wer er ist. Den Anlass lieferte er dann selbst ausgerechnet beim Heimrennen, als er Sebastian Vettel aus dem Weg räumte und ohne Punkte blieb. Die Degradierung ist im Nachhinein eine wichtige Lektion: "Es eröffnet einem neue Blickwinkel auf die Dinge; Details, die man sich ansehen und worauf man achten sollte. Ich habe viele interessante Details gelernt - nicht nur auf der Strecke. Leider gibt es in der Formel 1 keine Freunde."

Beim Toro-Rosso-Team, das erwartungsgemäß im Laufe der Saison 2016 mit dem Ferrari-Vorjahresmotor zurückfiel, fuhr er nach Platz zehn beim STR-Comeback in Barcelona nur noch zweimal in die Punkte (Platz zehn in Silverstone, Rang neun in Singapur). Teamkollege Sainz holte im selben Zeitraum immerhin 34 Punkte. Trotzdem hält Toro Rosso an Kwjat fest. "Ich habe gerade begonnen, etwas nervös zu werden", gibt er zu. "Ich habe auf Antworten gewartet und bin etwas ungeduldig geworden. Das hat abgelenkt und war kein schönes Gefühl. Aber ich bin Red Bull dankbar, die Antwort frühzeitig bekommen zu haben."

"Daniil ist ein hochtalentierter Fahrer", begründet Teamchef Franz Tost die Entscheidung. "Wie wir aus der Vergangenheit wissen, hat er die GP3 in der Vergangenheit bereits gewonnen und beim Großen Preis von China hat er dieses Jahr auf dem Podium gestanden. Zweitens hat er Erfahrung - das nächste Jahr wird seine vierte Formel-1-Saison. Das hilft uns bei den neuen Regularien. Und drittens kennen sich beide Parteien sehr gut. Das hilft uns hoffentlich dabei, im kommenden Jahr erfolgreich zusammenzuarbeiten."

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