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  • 29.10.2016 · 14:43

  • von Dominik Sharaf

Sainz macht Druck auf Red Bull: Es müssen sich Türen öffnen

Der Spanier will sich mit einer starken Saison 2017 für ein Topauto empfehlen - Wenn Red Bull ihm das 2018 nicht geben kann, scheint er wechselwillig zu sein

(Motorsport-Total.com) - Carlos Sainz erhöht den Druck auf seinen aktuellen Arbeitgeber Red Bull. Der Spanier, der derzeit für die Juniormannschaft Toro Rosso ins Lenkrad greift, aber höhere Ambitionen besitzt, kokettiert mit einem Abschied von den Österreichern nach der kommenden Formel-1-Saison - wenn nicht ein Cockpit im A-Team winkt. "Ich werde versuchen, auf dem gleichen Niveau wie in diesem Jahr zu fahren und absehen, wie sich meine Optionen für 2018 gestalten", rasselt Sainz mit dem Säbel.

Carlos Sainz © xpbimages.com
Carlos Sainz ist nicht gewillt, ewig den Ersatzmann zu spielen

Die Ungeduld des 22-Jährigen ist seit längerer Zeit zu vernehmen. Nachdem ihm der ungeliebte Stallrivale Max Verstappen als Nachfolger für Daniil Kwjat vorgezogen wurde und zusammen mit Daniel Ricciardo bei Red Bull ein scheinbar betoniertes Pilotenduo bildet, artikuliert sich Sainz in Karrierefragen offensiver. Er steht aber zumindest für 2017 zu Toro Rosso: "Wir sind vor drei oder vier Monaten zur Entscheidung gekommen, dass es das Beste für mich und meine Karriere wäre."

Zumindest bis Ende des Jahres, wenn der Kontrakt ausläuft und der jahrelang mit viel Geld des Brauseriesen geförderte Sainz wieder zu haben wäre. "Natürlich denke ich an den Schritt ins A-Team", blickt er voraus, "aber ich bin mir nicht sicher, ob es dort einen Platz gibt oder sie mir eine Lösung anbieten können." Falls nicht, will Sainz bei einem anderen Topteam unterkommen: "Wenn ich ein gutes Jahr habe, werden sich Möglichkeiten auftun und Türen öffnen", prognostiziert er.

Sainz wurde schon für 2017 mit Ferrari in Verbindung gebracht. Bei den Roten könnte in einigen Monaten angesichts der dann endenden Verträge Sebastian Vettels und Kimi Räikkönens wieder Handlungsbedarf herrschen. Damit seine Bewerbungsunterlagen eindrucksvoll ausfallen, will Sainz an seiner Fitness arbeiten und in Topform in die vielleicht wichtigste Saison seiner Karriere gehen: "Ich werde einen Wahnsinnswinter durchmachen, um mich bestmöglich vorzubereiten."