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Grosjean-Crash: Keine Hinweise auf Explosion der ERS-Batterie

Die FIA hat das Haas-Wrack von Romain Grosjean nun doch in Beschlag genommen, konkrete Untersuchungsergebnisse liegen aber noch nicht vor

(Motorsport-Total.com) - Vier Tage nach dem spektakulären Feuerunfall von Romain Grosjean sind die Untersuchungen des Crashs seitens der FIA in vollem Gange. Bisher liegen viele Spekulationen vor, aber keine konkreten Ergebnisse.

Romain Grosjean

Dass Romain Grosjean den Unfall in Bahrain überlebt hat, ist ein Wunder Zoom

Das Unfallauto (oder besser gesagt das, was davon noch übrig ist), das sich zunächst weitgehend unberührt in der Box des Haas-Teams in Bahrain befunden hatte, wurde inzwischen von der FIA in Beschlag genommen. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' befindet es sich aber nach wie vor in Bahrain.

Unmittelbar nach dem Crash kamen Spekulationen auf, wonach im Feuer auch die ERS-Batterie explodiert sein könnte. "Ich weiß nicht, ob der Tank gebrochen ist oder der Benzinkollektor, aber da steckt natürlich auch eine Lithium-Ionen-Batterie drin. Ich bin mir sicher, dass das jetzt gründlich untersucht wird", meint etwa Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Doch für eine Explosion der Batterie liegen aktuell keine belastbaren Indizien vor. "Ich glaube nicht, dass sie explodiert ist", sagt Teamchef Günther Steiner. Sicher sagen könne er das beim aktuellen Stand der Untersuchungen nicht, aber: "Soweit ich weiß, wurde die Batterie rausgenommen und abgekühlt. Ich wüsste nicht, dass da was explodiert wäre."

Fest steht: Aufgrund der Wucht des Einschlags in die Leitplanken (221 km/h, 53g) hat es den Motor vom Monocoque weggefetzt. Dabei ist möglicherweise die Benzinleitung aufgegangen. Und als das Benzin mit heißen Teilen wie der Bremse oder dem Auspuff in Berührung kam, hat sich der Treibstoff im beschädigten Tank entzündet. So die aktuelle Theorie.

Belastbare Informationen zur Ursache des Feuers wird aber erst die FIA-Untersuchung ergeben. Stand heute kann darüber nur spekuliert werden. Selbst Steiner weiß nicht genau Bescheid: "Wir wollten das Auto gar nicht anrühren und den Tank herausnehmen, um zu schauen, wo vielleicht das Leck gewesen sein könnte."

"Von außen", fährt er fort, "konnte man auch nichts sehen, weil alles voller Löschschaum war. Aber für mich ist das ziemlich einfach: Wenn das Heck weggerissen wird, wird der Tank freigelegt. Ich weiß nicht, ob der Tank dann ausgelaufen ist, als es die Benzinleitungen herausgerissen hat. Aber so, wie das Auto aussieht, überrascht es mich nicht, dass es gebrannt hat."


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Schaut man sich die bisher veröffentlichten TV-Aufzeichnungen von dem Unfall in Zeitlupe an, kann man auch gut erkennen, wie sich die Flammen wellenartig ausbreiten, als würde etwas überschwappen. Das deutet darauf hin, dass Benzin die Grundlage für das Feuer war, und nicht eine Explosion der Batterie.

Die FIA hat inzwischen mit der Detailuntersuchung des Unfalls begonnen. Dabei liegen neben dem Wrack auch wichtige Informationsquellen wie die Bilder jener Highspeed-Kamera vor, die während des Feuers auf Grosjean gerichtet war und ihn mit 400 Frames pro Sekunde dabei gefilmt hat, wie er sich aus dem Cockpit befreite; und natürlich die Daten der Blackbox.

"Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung sechs bis acht Wochen dauern wird, bevor wir Ergebnisse veröffentlichen können", heißt es am Donnerstag seitens der FIA. Fortsetzung folgt.

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