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Griechen klären Verwirrung um Formel-1-Projekt auf

Die Regierung unterstützt den Bau einer Rennstrecke, auf der aber keine Formel-1-Rennen stattfinden werden - Privatprojekt bewirbt sich um einen Grand Prix

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Tagen schlugen Berichte, wonach die griechische Regierung den Bau einer Formel-1-tauglichen Rennstrecke in Patras unterstützt, hohe Wellen. Bis zu 28,9 Millionen Euro würde das Entwicklungsministerium bereitstellen, um mit dem Projekt einen Impuls für die Wirtschaft zu setzen. Doch auf diese Bekanntgabe folgte europaweite Kritik - nach dem Motto: Einerseits wollt ihr unser Geld, andererseits werft ihr es für einen Grand Prix zum Fenster raus.

Hafen von Piräus in Griechenland

Die Kulisse am Hafen von Piräus erinnert ein bisschen an Monte Carlo Zoom

Nun meldet sich Athanassios Papatheodorou zu Wort, Projektmanager und Architekt der eigentlich schon totgeglaubten Initiative rund um einen Grand Prix in der Hafenstadt Piräus. Demnach seien die Berichte, wonach die Regierung dazu bereit ist, den Rennstrecken-Bau in Patras (genauer gesagt in Chalandritsa) zu unterstützen, zwar grundsätzlich richtig, doch für sein eigenes DielpisFormula1-Projekt ändere dies gar nichts.

Chalandritsa habe nämlich "nie beantragt", ein Formel-1-Rennen austragen zu dürfen. Bei DielpisFormula1 handle es sich hingegen um eine privat finanzierte Initiative: "Das bedeutet nicht nur keine Belastung für die griechischen Bürger, sondern schafft sogar Vorteile für sie." Der griechische Automobilverband ELPA und der zuständige Bürgermeister haben Papatheodorous Angebot schon am 23. November 2011 bei der FIA und Bernie Ecclestone eingereicht.

Am 26. Mai dieses Jahres kam es offenbar zu einem Treffen zwischen Ecclestone und Vertretern von DielpisFormula1. Dabei soll der Formel-1-Geschäftsführer grundsätzliches Interesse signalisiert haben - immer vorausgesetzt, die Projektmanager finden selbst einen Investor. Aber Papatheodorous hält fest: "Es gibt keine andere Kandidatur für Formel-1-Rennen in Griechenland außer DielpisFormula1 - und dafür setzen wir uns weiterhin ein."

"Derzeit knüpfen wir Kontakte zu interessierten Investoren. Wir meinen, dass dieser Vorgang sehr bald abgeschlossen sein sollte, damit der griechische Traum eines Formel-1-Rennens am Hafen von Piräus wahr werden kann", so Papatheodorou. Kenner der griechischen Motorsport-Szene schätzen die Chancen, eine Finanzierung für einen Grand Prix auf die Beine stellen zu können, aber weiterhin als extrem gering ein.

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