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Gerhard Berger sicher: Alonso holt mit McLaren den Titel

Kann Fernando Alonso mit McLaren den dritten WM-Titel seiner Karriere einfahren? Ex-McLaren-Pilot Gerhard Berger glaubt fest daran

(Motorsport-Total.com) - Von Siegen kann McLaren-Pilot Fernando Alonso derzeit nur träumen. Der MP4-30 mit Honda-Power präsentierte sich bei den Wintertestfahrten in Spanien alles andere als zuverlässig. Für Alonso kommt erschwerend hinzu, dass er infolge seines mysteriösen Barcelona-Crashs vom 22. Februar derzeit noch außer Gefecht gesetzt ist. Ob der zweimalige Weltmeister beim Saisonauftakt am 15. März in Melbourne fahren wird, ist noch offen.

Fernando Alonso

Alonsos Rückkehr ins Cockpit und zu Erfolgen für Berger nur eine Frage der Zeit Zoom

Ungeachtet der zahlreichen Fragezeichen hinter der Performance von McLaren rechnet der ehemalige McLaren-Pilot Gerhard Berger fest damit, dass die Rückkehr von Alonso nach Woking von Erfolg gekrönt sein wird. "Dank seiner Fahrweise, dank seines Killerinstinkts ist er in der Lage, mehr als zwei WM-Titel zu erringen", bescheinigt Berger Alonso gegenüber 'BBC' mindestens einen weiteren Titelgewinn und rechnet in absehbarer Zeit nicht mit einem erneuten Teamwechsel des Spaniers.

Alonsos Testunfall, der nach wie vor nicht restlos aufgeklärt ist, sieht der 210-fache Grand-Prix-Starter aus Österreich nicht als Hindernis für kommende Erfolge. "Unfälle gehören in der Formel 1 dazu", weiß Berger nicht nur aus der Erfahrung seines Feuerunfalls in Imola 1989 und ist überzeugt: "Fernando hat so viel erlebt. Er wird damit umgehen können und ich glaube nicht, dass es irgendeine Auswirkung auf ihn haben wird."

Gerhard Berger Montreal 1990

Berger fuhr drei Jahre für McLaren-Honda und gewann in dieser Zeit drei Rennen Zoom

Berger fuhr in den Jahren 1990 bis 1992 an der Seite von Ayrton Senna für McLaren-Honda und gewann in diesem Zeitraum drei Rennen: Suzuka 1991, Montreal 1992 und Adelaide 1992. Der Triumph des Österreichers in den Straßen von Adelaide war nicht nur sein eigenes Abschiedsgeschenk für McLaren, bevor er anschließend zu Ferrari zurückkehrte. Es war auch der bisher letzte Sieg der Kombination McLaren-Honda.

Dass die ersten Testfahrten nach der Wiedervereinigung der britisch/japanischen Erfolgskombination noch nicht das Gelbe vom Ei waren, will Berger nicht überbewerten. "Dass die Tests momentan nicht großartig laufen, spielt meiner Ansicht nach keine Rolle", sagt er und bezeichnet die Kinderkrankheiten an der V6-Turbo-Antriebseinheit von Honda als "normal".

"Wäre Honda vom ersten Tag an konkurrenzfähig gewesen, wäre das die größere Überraschung", meint Berger. Aus seiner eigenen Erfahrung der Jahre 1990 bis 1992 weiß der Österreicher, dass die Japaner "äußerst professionell arbeiten" und dass "der Hunger nach Erfolgen die Kultur von Honda ausmacht".