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  • 17.11.2005 17:46

  • von Fabian Hust

Gené: "Hoffentlich wird Michael wieder die Nummer 1"

Der Testpilot fühlt sich bei seinem Arbeitgeber Ferrari gut aufgehoben und gibt alles, damit Schumacher 2006 wieder gewinnen kann

(Motorsport-Total.com) - In der Formel 1 kann ein Rennfahrer nur dann Rennen gewinnen, wenn er das entsprechende Material dazu hat. Das weiß kaum einer besser als Michael Schumacher, der in seiner Karriere schon sieben WM-Titel einfahren konnte, in diesem Jahr aber einen herben Rückschlag einstecken musste, weil die Kombination aus Auto und Reifen nicht konkurrenzfähig war.

Titel-Bild zur News: Marc Gené

Gené übernimmt im Winter zusammen mit Luca Badoer das Testprogramm

Und deshalb wird der Deutsche nicht müde, die Testfahrer des Teams und alle anderen Personen zu loben, die hinter den Kulissen intensiv für den Erfolg bei Ferrari arbeiten. Einer von ihnen ist Testfahrer Marc Gené, der von 2001 bis 2004 Testfahrer des BMW WilliamsF1 Teams war und in diesem Jahr zu Ferrari stieß.#w1#

"Ich bin ein Ferrari-Mann und arbeite in einem Team, das du regelrecht lebst", erklärte der Katalane am Rande eines Sponsorenbesuchs in Madrid, der nicht glaubt, dass mit dem WM-Titel von Fernando Alonso die Ära Michael Schumachers zu Ende ist: "Ich gehe davon aus, dass Michael noch lange Titel einfährt."

Dass es in diesem Jahr nur zum dritten Platz gereicht hat - was angesichts der zahlreichen Probleme und der fehlenden Konkurrenzfähigkeit verblüffend ist - habe jedenfalls nichts mit den Leistungen des 36-Jährigen zu tun: "Das war mehr die Schuld des Autos als seine und ich hoffe, dass er wieder die Nummer 1 werden kann."

In den Augen des 31-Jährigen ist der Deutsche ein "charismatischer und sehr motivierender" Mensch, der alle im Team antreibt, alles zu geben, um ein konkurrenzfähiges Auto auf die Beine zu stellen. Zudem stünde seine Motivation außer Frage, auch wenn sich der Familienvater erst einmal bis Januar in den Winterurlaub verabschiedet hat. Doch ein Blick auf die Statistik zeigt: Kein Stammfahrer testete vergangenes Jahr so oft wie Michael Schumacher.

Aber natürlich ist der entthronte Weltmeister mit dieser Saison ebenso wenig zufrieden wie sein Arbeitgeber. "Das Ziel war es gewesen zu gewinnen, und alles außer Gewinnen ist schlecht", so Gené. "Die Regeln der Saison 2005 haben uns geschadet wohingegen die neuen für uns weder einen Vorteil darstellen noch uns benachteiligen werden."