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  • 17.11.2005 19:57

  • von Fabian Hust

MF1 Racing wird erstes russisches Team in der Formel 1

Jordan war gestern - MF1 Racing ist heute: Der Rennstall von Midlands Alexander Shnaider startet in der Formel 1 unter russischer Flagge

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat in der über 50-jährigen Geschichte ihr erstes russisches Formel-1-Team. Victor Kiryanov, Präsident des Russischen Automobilverbandes 'RAF', stellte Alex Shnaider, dem Käufer des Jordan-Teams, eine offizielle Lizenz aus. Mit der 'RAF'-Lizenz kann der auf den Namen MF1 Racing getaufte Rennstall als russisches Team an den Start gehen. Bei einem Sieg würde bei der Siegerehrung die russische Nationalhymne gespielt werden.

Titel-Bild zur News: MidlandF1-Auto und Logo

MF1 Racing geht in der Formel 1 mit einer russischer Lizenz an den Start

Der Automobilweltverband FIA schreibt in seinem Reglement vor, dass ein Team seinen Eintritt in die Formel 1 zusammen mit einer Lizenz beantragen muss, die von einer nationalen Motorsportbehörde ausgestellt wurde. Schon bei der Vorstellung seines Teams im Jahre 2005, das im vergangenen Jahr noch als Jordan Grand Prix mit britischer Lizenz am Start war, erklärte der Chef der Midland Group, dass er die russische Kultur in die Formel 1 bringen möchte.#w1#

"Als in Russland Geborener bin ich extrem froh, dass das durch die Midland Group gegründete Team in der Formel 1 mit einer russischen Identität an den Start gehen wird", so Shnaider. "Es war schon immer die Absicht von Midland gewesen, mit einer russischen Lizenz in die Formel 1 zu gehen, eine Assoziation, die die Kernziele und Werte dieses Projekts reflektiert. Ich bin dem 'RAF' und Victor Kiryanov, dem Präsident des Verbandes, für die Unterstützung sehr dankbar."

"Ich glaube, dass die Entscheidung der Midland Group, unter russischer Flagge mit dem Team einzusteigen, die Entwicklung des russischen Motorsports nach vorne treiben und russischen Rennfahrern auf internationaler Ebene neue Möglichkeiten eröffnen wird. MF1 Racing wird alle Anstrengungen unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen und begrüßt in diesem herausfordernden und extrem wichtigen Unterfangen die Zusammenarbeit mit den russischen Behören und den russischen Unternehmen."

Victor Kiryanov, Präsident des Russischen Automobilverbandes 'RAF': "Der russische Motorsport braucht die Unterstützung großer Unternehmen, um sich entwickeln zu können. Ich bin sehr glücklich, dass unser Land dank der Midland Group einen Platz in der wichtigsten Rennserie des Planeten erhalten wird. Es ist ein entscheidender Schritt nach vorn, dass wir ein russisches Team in die Formel 1 bekommen, sowohl für den russischen Motorsport als auch für eine Nation, die in der modernen Welt als zunehmend fortschrittlich angesehen werden möchte."

"Der Erwerb der russischen Lizenz stellt den ersten Schritt einer langen Reise für den russischen Motorsport und für unser Land in Richtung der höchsten Ebenen des internationalen Motorsports dar. Ich hoffe, dass eines Tages dank unserer gemeinsamen Anstrengungen ein russischer Fahrer in der Formel 1 fahren und Erfolg haben wird."

Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der in Zukunft unbedingt ein Rennen in Russland austragen möchte, zeigt sich zufrieden: "Ich bin sehr glücklich, dass wir nun ein Formel-1-Team mit einer russischen Lizenz haben. Ich bin mir sicher, dass das MF1 Racing-Team nicht nur in Russland sondern weltweit das Interesse wecken wird. Ich wünsche Alex Shnaider und dem Team alles Glück und die Unterstützung einer großartigen Nation."