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Geld weg, Cockpit futsch: Maldonado "wie vom Blitz getroffen"

Ex-Renault-Pilot Pastor Maldonado zeigt sich nach dem Verlust seines Sponsors und Cockpits noch immer geschockt, aber auch versöhnlich

(Motorsport-Total.com) - Für die einen ist es der Kult-Crash-Pilot, für die anderen der Inbegriff des Paydrivers - Mit Pastor Maldonado verlässt einer der umstrittensten Piloten der heutigen Zeit die Formel 1. Der Venezolaner wurde zum sportlichen Opfer der Ölpreiskrise, verlor seinen Millionen-Sponsor PDVSA und musste deshalb sein sicher geglaubtes Cockpit bei Renault für Kevin Magnussen räumen. Nun spricht der Grand-Prix-Sieger von 2012 über die dramatischen Stunden, die ihn vor seine schwerste Karriere-Probe stellen.

Pastor Maldonado

Aus der Traum: Pastor Maldonado ist auf der Suche nach neuen Sponsoren Zoom

"Die Situation hatte sich innerhalb von Stunden grundlegend geändert und ich stand plötzlich ohne Sponsor da", berichtet Maldonado gegenüber dem italienischen Magazin 'Autosprint'. "Alles andere hat sich daraus ergeben. Ich bin nicht wütend, aber alles andere als glücklich. Ich war wie vom Blitz getroffen."

Im September, mitten in der Lotus-Finanzkrise und noch vor der offiziellen Übernahme des Teams durch Renault, hatte man Maldonados Vertrag in Enstone noch bestätigt. Kurz vor der Präsentation des neuen, alten Werkteams platzte dann die Bombe. Auf die Unterstützung des Ölkonzerns PDVSA kann der 30-jährige fortan nicht mehr zählen.

"Das sind heikle Angelegenheiten, die sich mir selbst noch nicht erschlossen haben", mag Maldonado dabei nicht all zu tief ins Detail gehen. "Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Alternative, damit ich weiter Rennen fahren kann. PDVSA war immer gut darin, auch andere Fahrer und Sportarten zu unterstützen", äußert er sich aber auch versöhnlich. "Ich bin sicher, dass sie ihre Unterstützung woanders fortführen werden."


Fotostrecke: Die Karriere von Pastor Maldonado

Nach drei Jahren für Williams und zwei für Lotus muss Maldonado nun erst einmal Abschied von der Formel 1 nehmen. Der oft belächelte "Crash-Pilot" machte in der Vergangenheit aber nicht nur wegen seiner rabiaten Fahrweise Schlagzeilen. 2012 sorgte er mit seinem Sieg in Barcelona für einen Aufseher. "Es war eine der größten Überraschungen der Formel 1", erinnert er sich, "aber nicht für mich, denn ich hatte mir diese Freude verdient."

Auch der Abschied von seinen ehemaligen Teams fällt dementsprechend warmherzig aus. "Ich fuhr während der schlimmsten Zeiten ihrer Geschichte", so der Geschasste. "Die Party bei Williams war sehr warmherzig und unvergesslich. Wer glaubt, es wäre ein kaltes Team, der irrt sich." Und auch bei Lotus hatte er Potenzial gesehen: "Das Auto war gut, aber wegen der finanziellen Probleme konnten wir es nicht weiterentwickeln. Dann kamen die Zuverlässigkeitsprobleme dazu, wegen der alten Teile, die kaputtgingen, und wegen des mangelnden Geldes nicht ersetzt wurden."

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