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Frankreich: Corona-Maßnahmen machen Formel 1 im Juni quasi unmöglich

Auch dem Großen Preis von Frankreich in Le Castellet droht eine Verschiebung oder Absage - Bis mindestens Juli wird es im ganzen Land keine Großevents mehr geben

(Motorsport-Total.com) - Nachdem alle anderen zuvor geplanten Rennen bereits verschoben oder abgesagt wurden, soll der Formel-1-Saisonauftakt 2020 nach aktuellem Stand eigentlich am 28. Juni im französischen Le Castellet stattfinden. Nach einer Ansprache von Staatspräsident Emmanuel Macron im Montagabend gilt es nun aber als ziemlich sicher, dass auch der Große Preis von Frankreich verschoben werden muss.

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Charles Leclerc, Max Verstappen, Carlos Sainz, Lando Norris

Formel 1 im Juni? In Frankreich wird das nach aktuellem Stand nicht möglich sein Zoom

So verlängerte Frankreich seine Ausgangssperre angesichts der Coronakrise bis mindestens zum 11. Mai. Noch wichtiger ist aus Sicht der Formel 1, dass Macron erklärte, dass es bis mindestens Mitte Juli keine Veranstaltungen mit großem Publikum mehr geben werde. Das betrifft neben der Königsklasse auch die Tour de France, die eigentlich am 27. Juni - also am gleichen Wochenende wie der Grand Prix - starten soll.

Momentan sind in Frankreich zudem Hotels und Co. geschlossen, die Grenzen zu Nicht-EU-Staaten sind nicht mehr geöffnet. Ab Mai soll die Situation wöchentlich neu beurteilt werden, doch nach aktuellem Stand wäre die Austragung eines Formel-1-Rennens quasi unmöglich. Letzte Hoffnung wäre noch ein Geisterrennen ohne Zuschauer, doch selbst das dürfte schwierig werden.


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Denn selbst bei einem Rennen ohne Publikum wären nach Schätzungen von Experten wohl mindestens 1.000 Personen an der Strecke nötig. Neben Teams und deren Personal braucht man zur Durchführung eines Formel-1-Rennens zum Beispiel zwingend auch Ärzte, Streckenposten und Co. Dazu kommt die Crew für die TV-Übertragungen, beispielsweise Kameraleute.

Nach den jüngsten Aussagen von Macron sieht daher alles danach aus, dass auch der Große Preis von Frankreich verschoben werden muss. Nur eine Woche später (5. Juli) soll in Spielberg gefahren werden. In Österreich geht man aktuell noch davon aus, dass der Grand Prix auch tatsächlich stattfinden kann. Allerdings kann sich die Sachlage in der Coronakrise täglich ändern.

Sportchef Ross Brawn erklärte zuletzt optimistisch, dass eine Formel-1-WM mit bis zu 19 Rennen auch dann noch möglich sei, wenn die Saison erst im Juli starten könne. Angesichts der Situation in Frankreich scheint ein früherer Start spätestens jetzt sowieso nicht mehr realistisch zu sein.

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