Der Japaner ist inzwischen seit vier Rennen punktlos. Trotzdem betont Helmut Marko, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, Liam Lawson nach nur zwei Rennen aus dem Red Bull zu nehmen und durch Tsunoda zu ersetzen.
"Schon, denn Lawson war auch am Boden zerstört und hat einige Rennen gebraucht, bis er sich wieder gefunden hat", so Marko bei Sky, wo er erklärt: "Neben Max wäre er, glaube ich, auch nicht mehr auf die Beine gekommen."
Bei Tsunoda dagegen sei der Speed grundsätzlich da, "nur wenn dann der Druck da ist, dann müssen wir schauen, wie wir das lösen können", so Marko, der erklärt: "Yuki fehlt momentan das Selbstvertrauen."
"Wir werden alles versuchen, um ihn zu stabilisieren", kündigt er an, denn ein weiterer Fahrertausch "würde überhaupt keinen Sinn machen", betont Marko und erklärt: "Jetzt müssen wir schauen, wie wir diese Situation retten und zumindest mit Yuki in den nächsten paar Rennen Punkte einfahren."
Ironischerweise ist Tsunoda in der WM in Spielberg hinter Vorgänger Lawson zurückgefallen. Der Neuseeländer wurde gestern starker Sechster.
Formel-1-Newsticker
Formel-1-Liveticker: Red Bull will weiter an Tsunoda festhalten
Formel-1-Liveticker zum Nachlesen: +++ Red Bull will weiter an Tsunoda festhalten +++ Helmut Marko: Müssen "Situation retten" +++ Baku-Rennen 2026 verschoben +++
Red Bull will weiter an Tsunoda festhalten
Feierabend
Und damit sind wir auch am Ende unseres Tickertages angekommen. Weil am Donnerstag bereits der nächste Medientag in Silverstone ansteht, machen wir natürlich mit Vollgas weiter und sind schon morgen mit einer neuen Ausgabe zurück.
Habt noch einen schönen Abend, kommt gut in die neue Woche und bis dann.
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1 ...
... findet ihr übrigens alle in dieser Fotostrecke:
D'Ambrosios "Debüt" als Teamchef
In Abwesenheit von Frederic Vasseur hatte er gestern bei Ferrari das Sagen. Er selbst stellt aber klar: "Ich denke nicht, dass ich heute mein Debüt als Teamchef gegeben habe. Ich habe meine Rolle als Stellvertreter wahrgenommen, und das gehört dazu."
"Wenn so etwas passiert und Fred abreisen muss, dann springe ich ein", zuckt er die Schultern und erklärt, dass es für ihn keine große Sache gewesen sei. "Ich spreche 20-mal am Tag mit Fred, wir sind auf der gleichen Linie", stellt er klar.
"Es ist also nicht so, dass ich mich wie ein Fisch auf dem Trockenen gefühlt hätte", versichert er und erinnert: "Ich war dieses Jahr bei vielen Rennen dabei, ich bin mit dem Team an der Boxenmauer."
"Also sind wir letztendlich nicht allzu sehr von dem abgewichen, was wir normalerweise machen", so der ehemalige Formel-1-Pilot.
Alpine gewinnt Entwicklungszeit
Alpine ist aktuell WM-Letzter - und darf sich darüber freuen. Denn ab morgen wird das Handicap-System in der Formel 1 nach dem aktuellen WM-Stand neu berechnet.
Und weil Alpine die Saison 2024 auf dem sechsten WM-Rang beendete, aktuell aber nur Zehnter ist, wird man in der zweiten Saisonhälfte deutlich mehr Entwicklungszeit bekommen.
Der größter "Verlierer" ist Williams, weil es von P9 im Vorjahr auf aktuell P5 nach vorne ging. Dadurch verliert man ab morgen also eine Menge Entwicklungszeit.
Etwas mehr Zeit gibt es zum Beispiel auch für Red Bull, weil man mit Mercedes die Plätze 3 und 4 getauscht hat. Folglich verlieren die Silberpfeile etwas Entwicklungszeit.
Gene steigt selbst in den Haas
Teamgründer Gene Haas steigt selbst ins Formel-1-Auto. Beim Goodwood Festival of Speed wird er einen VF-23 pilotieren. Ebenfalls mit dabei: Teamchef Ayao Komatsu im VF-24 aus dem Vorjahr.
In einer Pressemitteilung heißt es: "Das Duo sammelte vor einigen Wochen bei einem privaten Shakedown auf dem Silverstone Circuit erste Erfahrungen mit Formel-1-Fahrzeugen."
Goodwood ist ein beliebter Ort für solche Unternehmungen, erst im vergangenen Jahr steuerte Christian Horner dort zum Beispiel einen Red Bull.
Kein eigener Nachwuchs
Offiziell hat Sauber auch ein eigenes Nachwuchsprogramm, zu dem in der Vergangenheit zum Beispiel Formel-2-Champion Theo Pourchaire Formel-3-Vizemeister Zane Maloney gehörten.
Aktuell gibt es aber keine Fahrer in den beiden Formel-1-Nachwuchsklassen mehr. Mehr dazu in dieser Fotostrecke:
Aron testet für Sauber
Paul Aron wird am kommenden Freitag im Sauber sitzen und Nico Hülkenberg in FT1 ersetzen. Das ist an sich keine Überraschung, weil jeder Formel-1-Stammpilot in diesem Jahr zweimal sein Cockpit an einen Rookie abgeben muss.
Kurios ist aber die Konstellation, weil Aron eigentlich Alpine-Ersatzpilot ist. In der Sauber-Pressemitteilung heißt es: "Nach FT1 wird Paul für den Rest des Wochenendes zu Alpine zurückkehren."
In Budapest wird er dann gleich noch einmal für Hülkenberg einspringen. Für den Esten sind es die ersten beiden Einsätze an einem Formel-1-Wochenende.
Die Übersicht mit allen Freitagstestern 2025 findet ihr hier.
Wolff: Ferrari soll Vasseur arbeiten lassen
Die Gerüchte rund um Frederic Vasseur nerven nicht nur den Ferrari-Teamchef selbst. Toto Wolff erklärt dazu: "In der Formel 1 kann man keine Zeit kaufen. Und man muss der Führungsspitze Zeit geben, die Sachen in den Griff zu bekommen."
Er erinnert daran, dass Jean Todt bereits 1993 zu Ferrari gekommen sei, den ersten Titel in der Fahrer-WM aber erst im Jahr 2000 gewonnen habe. "Acht Jahre. So läuft es", zuckt Wolff die Schultern.
"Lasst ihn machen", fordert er daher im Hinblick auf seinen Freund Vasseur und ergänzt: "Erlaubt es ihm, eine Organisation aufzubauen, die nicht vom ersten Tag an funktioniert."
"Fred ist einer der besten Rennmanager, die ich kenne", stellt er klar und sagt: "Wenn ich nicht hier [bei Mercedes] wäre, würde ich Fred nehmen. ich habe also großen Respekt vor ihm."
Die Noten sind da!
Wie an jedem Montag gibt es natürlich auch heute wieder unsere Fahrernoten. Und in der Notenkonferenz wurde dieses Mal bei einigen Fahrern ziemlich lange diskutiert. Was am Ende dabei herausgekommen ist, das erfahrt ihr hier:
Treffen Briatore-Wolff: Ging es um Bottas?
Hinter den Kulissen der Formel-1-Saison 2025 zeichnet sich möglicherweise der nächste Fahrerwechsel ab. Mittendrin in den Gerüchten: Valtteri Bottas.
Denn bei Alpine sind mit dem Österreich-GP jene fünf Rennwochenenden für Franco Colapinto verstrichen, die Franco Colapinto in der ursprünglichen Pressemitteilung des Teams zugestanden bekommen hatte.
Und offenbar ist Teamchef Flavio Briatore, das haben wir ja auch eben schon einmal kurz angerissen, mit Colapintos Leistungen nicht zufrieden.
Was wirklich hinter den Gerüchten steckt, das erfahrt ihr hier!
Warum ein privater Test?
Der erste Test mit den neuen 2026er-Autos wird also hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das ist auf einen Wunsch der Teams zurückzuführen - aus nachvollziehbaren Gründen.
Denn weil die Autos komplett neu sind, wird man erst einmal an der Zuverlässigkeit arbeiten müssen. Und das möchte man natürlich nicht im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit tun.
Deswegen bekommen die Rennställe eine Woche, um ihre Boliden ein bisschen näher kennenzulernen, bevor es dann zu den beiden öffentlichen Tests nach Bahrain geht.
Die werden dann wahrscheinlich auch wieder live auf F1 TV übertragen werden. Der erste Test in Barcelona dagegen nicht.
Baku-Grand-Prix 2026 verschoben
Ein wichtiges Kalender-Update: Die Formel 1 hat gerade bekanntgegeben, dass der Große Preis von Aserbaidschan 2026 vom 27. auf den 26. September verlegt wird - und damit auf einen Samstag.
Zudem wurden die offiziellen Testtage vor der Saison 2026 bestätigt. Der erste Test ist nicht öffentlich und wird vom 26. bis zum 30. Januar in Barcelona ausgetragen.
Es folgen zwei weitere Tests vom 11. bis zum 13. und vom 18. bis 20. Februar in Bahrain. Diese werden dann auch öffentlich sein.
Kritisiert Briatore hier Colapinto?
In der Alpine-Pressemitteilung nach dem gestrigen Rennen wird Flavio Briatore mit der folgenden Aussage zitiert: "Dieses Leistungsniveau gibt zunehmend Anlass zur Sorge."
"Während das Auto gestern schnell war und mit zwei Fahrzeugen eigentlich locker in Q3 hätte kommen müssen, sieht es sonntags für uns ganz anders aus."
"Es ist wichtig, dass wir verstehen, warum das so ist, insbesondere wenn wir die Saison aus dieser schwierigen Lage heraus umdrehen wollen", so Briatore.
Spannend ist vor allem der zweite Absatz, denn Colapinto schied am Samstag in Q2 aus - obwohl das Auto laut Briatore "locker" in Q3 hätte kommen müssen.
Wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen liest, kann man das also als Kritik am Argentinier interpretieren.
Wolff: Fahrer-Entscheidung zur Sommerpause
Aktuell hat Mercedes noch keinen Fahrer für 2026 unter Vertrag. Viel Zeit will sich Toto Wolff damit aber nicht mehr lassen. "Ich möchte nicht sadistisch sein, indem ich einen Fahrer warten lasse", stellt der Teamchef klar.
"Natürlich gibt es viele Diskussionen. Und ich bin offen und transparent damit umgegangen", betont Wolff und erklärt, dass es in den kommenden Wochen eine Entscheidung geben solle.
"Bis zur Sommerpause wird alles erledigt sein", kündigt er an und antwortet auf nochmalige Nachfrage, ob er damit eine Entscheidung vor oder nach der Pause meine: "Vielleicht währenddessen."
Alles Gute!
Glückwünsche gehen raus an Ralf Schumacher, der heute seinen 50. Geburtstag feiert. Mit sechs Grand-Prix-Siegen ist Schumacher bis heute der erfolgreichste deutsche Formel-1-Pilot, der nie Weltmeister wurde.
In dieser Fotostrecke blicken wir noch einmal auf alle seine Grand-Prix-Autos zurück:
McLaren räumt ab
McLaren hat am Wochenende wirklich alles in Spielberg abgeräumt. Pole und Sieg gingen an Lando Norris, aber auch Teamkollege Oscar Piastri trug seinen Teil dazu bei.
Der Australier fuhr nämlich die schnellste Runde, die es unten noch einmal komplett im Video gibt, und zum ersten Mal in diesem Jahr absolvierte McLaren auch den schnellsten Boxenstopp.
In 2,10 Sekunden fertigte man Piastri gestern ab.
