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Ungarn GP

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Aktuell im Formel-1-Live-Ticker: +++ Ärger um Quali-Kontroverse +++ Hamilton gewinnt nach Pace-Comeback +++ Button erwischt nächste Funk-Strafe +++

20:46 Uhr

Der Zirkus zieht weiter

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, heißt es auch heute Abend wieder. Denn in einer Woche wir bereits auf dem Hockenheimring gefahren. Da müssen die Teams nun also schnell alles zusammenpacken. Unsere Redaktion ist noch dabei, euch ein paar News aufzubereiten. Aus dem Ticker zeihen wir uns jetzt aber erst einmal zurück. Ich hoffe, ihr habt euch an diesem Rennwochenende gut unterhalten gefühlt und seid auch morgen wieder dabei, wenn wir die Ereignisse in Ungarn noch ein wenig analysieren. Viel Zeit haben wir dafür nicht, denn wir wollen uns ja auch standesgemäß auf die Rückkehr des Deutschland-Grand-Prix vorbereiten. Rebecca Friese wünscht euch jedenfalls einen schönen Restsonntag! Bis Morgen!


20:44 Uhr


20:36 Uhr

Hamilton und die schönen Seiten von Budapest

Der Mercedes-Pilot stellt sich als Ungarn-Liebhaber heraus und schwärmt schon das ganze Wochenende von der schönen Umgebung. "Ich werde morgen noch in Budapest bleiben", erklärt er deshalb. "Dann kann ich hoffentlich noch ein bisschen von der Stadt sehen. Bisher habe ich sie nur am Abend erlebt. Das war schon sehr schön mit den Sonnenuntergängen und so weiter. Aber ich will es auch am Tag sehen. Vielleicht gehe ich am Morgen am Fluss laufen. Dann muss ich mich aber schon wieder auf das kommende Rennen vorbereiten."

Der 31-Jährige genießt aber nicht nur den Ausblick auf die Stadt. Auf die Grid Girls am Hungaroring angesprochen, gerät er noch einmal ins Schwärmen: "Ich fand, sie sahen großartig aus. Die Grid Girls haben nicht immer die schönsten Outfits - in diesem Jahr hat es aber geklappt. Das ist perfekt für diejenigen von uns, die Single sind - für Nico vielleicht nicht so sehr", deutet er auf seinen verheirateten Team Kollegen hin.


20:34 Uhr

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20:02 Uhr

Vettel unterstützt Hamilton

In der Frage nach dem Verhalten unter gelben Flaggen hat auch der Ferrari-Pilot eine eindeutige Meinung: "Nächste Woche wird hier ein Gokart-Rennen stattfinden. Und es wird sicher doppelt Gelb geben, weil jemand abfliegt und Marshalls rausgehen, um ihm zu helfen. Dann denken die jungen Fahrer vielleicht: 'Ich muss nicht viel liften, weil es in der Formel 1 okay ist. Das ist das Vorbild, so machen wir es auch'. Und das gefällt mir nicht. Im Regelbuch heißt Doppelgelb: zum Anhalten bereit sein. Wenn du zwei oder vier Kilometer pro Stunde verlangsamst oder ein bisschen früher bremst und anderthalb Zehntel verlierst, glaube ich nicht, dass du bereit bist, um anzuhalten."

Vettel stimmt Hamilton dabei zu, dass die Regeln noch einmal geklärt oder sogar überdacht werden müssten. "Wir versuchen, es so fair wie möglich zu machen und den Fahrern die Chance zu geben, die Runde zu Ende zu fahren, selbst bei Gelb. Aber meiner Meinung nach ist es schlechter geworden. Wir haben viele unnötige Diskussionen. In der Vergangenheit war es klar: Verbessere dich nicht unter Gelb. Jetzt können wir das. Und dann müssen wir darüber debattieren, wie viel geliftet werden muss."

"Es geht zum einen um die Leute auf der Strecke, die das Auto beiseiteschaffen, damit es wieder Grün wird. Zum anderen fungieren wir als Beispiel für andere. ich bin kein Fan, davon jeden für alles zu bestrafen. Wir müssen schließlich noch Rennen fahren. Aber gestern haben wir kein gutes Vorbild abgegeben."


19:40 Uhr

Das Rennen schon am Start verloren

Nico Rosberg erklärt in seiner obligatorischen Video-Botschaft nach dem Rennen, wie der Sonntagnachmittag für ihn verlaufen ist. "Ich zähle keine Punkte", sagt er dabei zu seiner verlorenen WM-Führung.


Rosberg: Rennen schon am Start verloren

Der Mercedes-Pilot reflektiert die Ereignisse beim Grand Prix von Ungarn Weitere Formel-1-Videos


19:32 Uhr

Vettel und der "Blue Flags"-Song

Den trällerte der Ferrari-Pilot auch heute wieder, vermischt mit ein paar Flüchen über den Funk. Nach dem rennen gibt sich der viermalige Weltmeister aber gnädig mit den Überrundeten.

"In der Hitze des Gefechts tendiert man dazu, sich aufzuregen, weil man das Gefühl hat, mehr Zeit zu verlieren als die anderen. Aber das stimmt nicht. Es ist einfach sehr schwierig, in der Haut der Überrundeten zu stecken. Sie wollen auch ihr Rennen fahren, müssen aber zur Seite. Sie versuchen ihr Bestes. Diese Strecke macht es nicht leichter. Hier ist es nicht wie in Baku, wo du eine vier Kilometer lange Gerade hast, wo du überholen kannst. Zudem sind die Spiegel klein, die Autos kommen schnell herangefahren. Aber natürlich willst du vorbei, wenn du von hinten kommst, und das kostet Zeit."


19:18 Uhr

Und andere kleine Zwischenfälle...

Wie anstrengend das Rennen bei den heißen Temperaturen heute gewesen sein muss hat man daran gemerkt, dass die Mercedes-Piloten danach nicht ganz bei der Sache waren. So bekam Rosberg von der PR-Abteilung der FIA auf den Deckel, weil er nicht gleich den Weg zur Pressekonferenz gefunden hat. In selbiger antwortet Hamilton auf die Frage, welcher Song gerade zu seiner Situation passt: "Ich muss dringend auf die Toilette..." Danach warf er einen LL Cool J Song ein und fragte: "Kann ich jetzt gehen." Nicht einfach, so ein Sieger-los... ;)


18:54 Uhr

Vom Jäger zum...

...ja, zu was eigentlich? Das Hamilton nach seinem Sieg in Ungarn jetzt sechs Punkte vor Rosberg fühlt, wo er doch zwischenzeitlich sogar 43 Zähler Rückstand hatte, scheint bei ihm noch nicht richtig angekommen. "So einschneiden ist das momentan gar nicht. Vielleicht kommt das in den nächsten Tagen", sagt er. "Im Moment habe ich noch immer das Gefühl, auf der Jagd zu sein."

Hamilton hat eine erste Saisonhälfte voller Pech und technischer Rückschläge hinter sich - hat sich zusätzlich dazu auch den einen oder anderen Fehler erlaubt. "Ich bin sehr stolz darauf, das Comeback geschafft zu haben und die zweite Hälfte der Saison so beginnen zu können", meint er daher. "Aber es ist noch ein langer Weg und wir müssen versuchen, die Stärke aufrechtzuerhalten." Dem Briten stehen noch Strafversetzungen bevor, weil er bereits viele Motorenteile verbraten hat.


18:45 Uhr

Gelbe-Flaggen-Thema bleibt bis Hockenheim

"Ich glaube nicht, dass ich die Entscheidung der Stewards beeinflusst habe", räumt Hamilton ein, nach dem Qualifying mit der Rennleitung im Kontakt gestanden zu haben. "Ich habe mit Charlie gesprochen, um die Regeln zu klären. Für mich bleibt stehen: Wenn ich das nächste Mal in eine solche Situation komme, muss ich nur eine Zehntelsekunde verlieren - auch wenn da ein Auto steht."

Der neue WM-Führende will Rosbergs Interpretation der Situation nicht stehen lassen: "Lift & Coast macht man, wenn man Benzinsparen will. Wenn man an der gleichen Stelle bremst und eher rausbeschleunigt, bereitet man sich nicht zum Stehenbleiben vor." Hamilton will die Angelegenheit auf jeden Fall noch einmal am kommenden Freitag beim Fahrer-Briefing vor dem Deutschland-Grand-Prix zur Sprache bringen.


17:44 Uhr

Hamilton legt nach

"So wie Nico es diskutiert hat, war es nicht wirklich exakt", sagt er den Kollegen von 'Sky Sports F1'. "Es geht nicht darum, dass er keine Strafe bekommen hat, sondern darum, die Regel klar zu machen. Wenn das von gestern gilt, heißt das für mich, dass ich in derselben Situation unter Doppelgelb in Kurve acht ein Zehntel verliere und noch mal ein Zehntel, wenn ich Fernando auf der Strecke sehe in Kurve neun. Ich lifte und fahr trotzdem Bestzeit. Es geht doch darum, bereit zu sein, rechtzeitig zu verlangsamen, wenn da ein Hindernis oder Ähnliches steht. Niemand von uns will einen Marshall oder einen Piloten anfahren. dafür müssen die Regeln klar sein. In Österreich hat Hülkenberg zum Beispiel nur kurz geliftet und das war genug. Aber dort war auch nur eine gelbe Flagge. Ich weiß, dass man verlangsamen muss und nicht schnell sein darf im betreffenden Sektor. So war es seit Jahren und ich weiß nicht, warum sich das geändert hat."


17:35 Uhr

Rosberg wehrt sich

"Danke für das Statement", schließt er gleich an Hamilton an. §Hier ist meine Antwort: Unter doppelten gelben Flaggen muss man merkbar seine Geschwindigkeit reduzieren und sicherstellen, dass man sicher weiter fährt. Ich bin 20 km/h langsamer in die Kurve gefahren - das ist eine Welt in einem Formel-1-Auto, das ist richtig langsam und sicher. Ich bin bereits 20 Meter vor meinem Bremspunkt vom Gas gegangen. Ich bin da also 20 km/h langsamer langgerollt. Ich hatte dadurch eine engere Linie über die Randsteine und konnte gut wieder rausbeschleunigen. Ich habe meine Geschwindigkeit merkbar reduziert - und das ist es, was verlangt wird. Das haben auch die Stewards so gesehen"

"Eine abtrocknende Strecke verbessert sich außerdem ständig", verteidigt er seine Zeitenverbesserung noch weiter. "Auf einer abtrocknenden Strecke ist es egal, wie die Sektorenzeit zuvor war, weil man bei jedem Mal schneller wird. In dem Teil des Sektor war ich langsamer. Aber im gesamten Sektor schneller, weil die Strecke schneller geworden ist und ich in den anderen Kurven pushen konnte."


17:30 Uhr

Gelbe-Flaggen-Streit frischt wieder aus

Über die Tatsache, dass Nico Rosberg seine Pole-Position-Runde gestern unter gelben Flaggen gefahren ist, kommt man bei Mercedes offenbar noch nicht weg. In der Pressekonferenz nach dem Rennen bekommen sich Hamilton und Rosberg noch einmal in die Haare. Der Weltmeister holt zu einer Brandrede aus:

"Die Stewards müssen sich da etwas überlegen. In meinen 23 Jahren, die ich jetzt Rennen fahre, war e immer so, dass man abbremsen muss, wenn gelb gezeigt wird. Und wenn es doppelte gelbe Flaggen gibt, muss man dafür bereit sein, anzuhalten. Nico hatte an der Stelle den gleichen Speed, wie ich in der Runde zuvor. Wenn da wirklich noch ein Auto gestanden hätte oder ein Marschall über die Strecke gelaufen wäre, wäre es für ihn sehr schwierig geworden abzubremsen. Wir müssen vorsichtig sein mit der Tatsache, dass er dafür nicht bestraft wird" Die Message, die wir damit nicht nur zu den Fahrern hier, sondern vor allen zu denen in den Nachwuchsserien senden, ist, dass es jetzt möglich ist, nur eine Zehntelsekunde unter doppelten gelben Flaggen zu verlieren - was eine der gefährlichsten Situation sein kein. Das muss geklärt werden."

Hamilton hatte wegen des Drehers von Fernando Alonso in Q3 keine Chance mehr gehabt, seine Zeit zu verbessern, weil er mehr Geschwindigkeit aus seiner Runde genommen hatte. Er verlor damit die Pole-Position.


17:09 Uhr

PR-Maske bei Vettel?

Neben dem spannenden Kampf, den sich Räikkönen und Verstappen um Platz fünf lieferten, wäre das Duell um Rang drei beinahe untergegangen. Sebastian Vettel kam am Ende 2,651 Sekunden hinter Daniel Ricciardo ins Ziel.

"Ich habe mich im zweiten Stint etwas zurückfallen lassen und wollte zum Schluss wieder ranfahren", beschreibt Vettel Das Dell. "Ich war überrascht, dass er so früh an die Box gefahren ist, aber seine Reifen haben gehalten. Es war natürlich sehr eng, wir waren zum Schluss deutlich schneller als er. Aber es hat für das Podium nicht gereicht. Man kann hier nicht so gut überholen."

Ferrari unterlag damit zum wiederholten Male Red Bull, die in der Gesamtwertung jetzt bis auf einen einzigen Punkt an die Scuderia herangekommen sind.

Und dann das: "Ich glaube, es war ein positives Rennen", will uns Vettel weismachen. "Der Speed war da, vor allem am Schluss. Das überwiegt. Gerade nach den Stimmen der vergangenen Tage und Wochen war das eine gute Antwort. Natürlich wäre es eine bessere Antwort gewesen, wenn wir noch stärker gewesen wären. Aber das war heute nicht."


16:53 Uhr

Buttons Funk-Strafen-Frust

Der McLaren-Pilot hat wie Rosberg in Silverstone für einen weiteren Präzedenzfall in Sachen Funkverbot gesorgt. Weil ihm sein Team sagte, was wegen eines Hydraulikproblems zu tun sei, beam er eine Durchfahrtsstrafe. Dabei hätte das vermieden werden können! Erstens berichtet Button davon, dass es sich lediglich um ein Sensoren-Problem gehandelt hat, das schnell behoben werden konnte. Und Das Team hätte ihn nach der Anweisung auf der Strecke einfach sofort an die Box holen müssen und nicht erst zwei Runden später.

"Es gibt bestimmte Dinge, die man einem Fahrer nicht sagen sollte, weil wir für uns selbst fahren müssen. Aber mit einer so komplexen Antriebseinheit, kann man als Fahrer nicht alles allein lösen", ärgert sich Button hinterher dennoch über die unnötige Bestrafung. "Ich konnte das Bremspedal durchtreten, was für einen Fahrer nie ein gutes Gefühl ist. Für mich ist das ein Sicherheitsbedenken. Dafür sollte man meiner Meinung nicht bestraft werden. Das hätte in einem Unfall enden können."


16:37 Uhr

Wie legal war der Linienwechsel?

Laut dem Regelwerk ist es bei der Verteidigung gegen einen Rivalen, der einen zu überholen droht, lediglich erlaubt, einmal die Linie zu wechseln. "Wenn man die Linie anschaut: Kimi hat sich entschieden und ist Richtung Kurvengipfel gefahren und nirgendwo anders hin", erklärt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Für mich war das Duell hart, Max hat das Auto gut positioniert. Das darf er, wenn er vorne ist. Da muss der andere gucken, wie er vorbeikommt. Wir haben bei Rosberg und Hamilton schlimmere Sachen gesehen."

"Er hat nichts Unrechtes getan", wir Verstappen auch von Helmut Marko verteidigt. "Da, wo Räikkönen ihm ins Heck gefahren ist, hat er nicht die Linie gewechselt. Kimi hat die wesentlich besseren und schnelleren Reifen gehabt. Da muss er dann einen Weg vorbeifinden. Außerdem hat der Kimi das Track-Limit zwei- oder dreimal überschritten. Ich finde, das war ein super Duell."