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Formel-1-Dorf und U-Bahn: Indien hat große Pläne

Nach der erfolgreichen Premiere 2011 möchte die Jaypee-Gruppe den indischen Grand Prix noch besser vermarkten: "Das gelingt nicht über Nacht"

(Motorsport-Total.com) - Es war ein Rennen gegen die Zeit. Und als am Buddh International Circuit bei Delhi im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Formel-1-Zielflagge geschwenkt wurde, war noch nicht alles perfekt. Dessen sind sich die örtlichen Veranstalter bewusst. Trotzdem zeigen sie sich zufrieden mit ihrer Premiere. Vor allem aber wollen sie auf das Debüt aufbauen und den indischen Fans noch viel mehr bieten.

Noida

Formel 1 in Indien: Im vergangenen Jahr gab die Königsklasse dort ihr Debüt Zoom

Auch, um die finanzielle Situation der Rennstrecke aufzubessern, wie Sameer Gaur im Gespräch mit 'Reuters' betont. Der Geschäftsführer der Jaypee-Gruppe, die den Kurs und die Parklandschaft darum herum gebaut hat, sieht sich nämlich noch lange nicht am Ziel: "Die Geschäftsidee lässt sich nicht binnen weniger Jahre refinanzieren. Du musst die Sache vielmehr langfristig betrachten."

"Wir reden hier vielleicht von fünf bis sieben Jahren. Das ist der Zeitraum, in dem man die hier Gewinnzone erreicht", erklärt Gaur und merkt an: "Wir wollen diese Strecke zu einer der beliebtesten im Kalender machen. Über Nacht gelingt das aber nicht. Es ist ein Prozess." Und dabei will man offenbar vor allem auf den Erlebnisfaktor setzen. Die Fans sollen vor Ort besser unterhalten werden.

"Es ist an der Zeit, einige Vergnügungsbereiche zu schaffen. Die Fans wollen ein Rennen, das einem dreitägigen Picknick gleicht. Wir müssen solche Anlagen bauen. Das tun wir bereits", sagt Gaur. Ein geplanter U-Bahn-Anschluss wird den Veranstaltern dabei in die Karten spielen. "Außerdem kommen neue Restaurants und Hotels dazu. Und in den nächsten Jahren werden wir ein Formel-1-Dorf errichten."

"Die Fans können dann das Rennen und die Unterhaltung darum herum genießen", meint Gaur, der sich vor dem zweiten Formel-1-Gastspiel in Indien betont zuversichtlich zeigt. "Wir hatten einen perfekten Start. Natürlich gab es hier und da noch kleine Baustellen, doch dieses Mal ist alles in Ordnung. Es wird keine Klagen geben." Am Abend des 28. Oktober 2012 wissen wir das genau.